Sonntag, 14. Juni 2015

Wir wissen, warum wir das tun......

- oder ein nachdenklich stimmendes Gespräch - 
Socke im Juni 2015



Liebe Blogleser,


immer wieder bestätigt Ihr uns, dass wir viel für Socke tun würden. Nun, für uns ist es nicht viel, sondern selbstverständlich. Aber gestern haben wir ein Gespräch geführt, bei dem uns klar wurde, dass es doch anders denkende Hundehalter gibt.

Dies ist das erste Mal, dass ich über so etwas schreibe, denn ich versuche das Handeln anderer so wenig wie möglich zu bewerten. In der Regel haben die Menschen  Ihre Gründe und es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen.   Ich bitte aber um Nachsicht, dass ich hier einmal  meinem Unverständnis Luft machen muss.

Wir kamen von unserem Gassigang  zum Auto zurück und ich bereitete Socke Ihre dritte Mahlzeit zu. Also einfach ein wenig warmes Wasser in den vorbereiteten Napf und Socke kredenzen. Dabei kam ein Hund zu uns, der vom Duft des Futters angelockt wurde. Kurz danach kam seine Halterin, die noch einen Welpen auf den Arm trug. Sie rief ihren Hund zu sich, was mäßig gut klappte.  Nun wir waren nicht böse, sondern sagten, dass das Futter wohl gut riecht, da es sich um gekochtes Pferd mit Kartoffeln handelt.


Ach, ist ihr Hund auch Allergiker, fragte die Dame.  Wir hatten wenig Lust auf ein Gespräch über Sockes Erkrankung und so bejahten wir. Die Frau erwies sich als gesprächiger und meinte, ihr Hund sei mit einem Jahr zum Allergiker geworden und sie habe das teure Trockenfutter von Wolfsblut kaufen müssen. Und davon habe er auch noch Durchfall bekommen. Nun füttere sie ein Fisch-Kartoffel-Trockenfutter von Eukanuba.

Man ist nicht unhöflich und sagte, dass einem das sehr leid täte, wir aber gar nichts Fertiges kaufen könnten, sondern Socke mehrmals täglich gekochtes Futter geben. Was sagte die Frau: „Das würde mir noch fehlen, aber ihr Hund ist ja schon alt.“

Wir zögerten, ob wir der Frau die Wahrheit sagen sollten, und wir antworteten: „Nein,  bereits mit 6 Jahren, mithin vor 2 Jahren erkrankte Socke und wir hoffen, dass sie noch lange bei uns leben könne.“

Nicht gerade kopfschüttelnd, aber doch wortlos setze sich die Frau in  ihr Auto und fuhr davon. Sie zeigte damit deutlich, dass sie dafür kein Verständnis hat.

Und dafür haben wir wenig Verständnis. Erst überlegte ich noch und vermutete, wenn Socke ihr Hund wäre, würde sie das vielleicht doch tun. Aber meine bessere Hälfte schätzte dies anders ein.

Ich kenne die Frau nicht und will ihr auch nicht Böses, aber wenn ich einen allergischen  Hund habe, dessen Beeinträchtigung  zum Glück mit einem erschwinglichen Trockenfutter in den Griff zu bekommen ist, dann bin ich mehr als glücklich. Denn Allergien beim Hund sind heute nicht immer so leicht in den Griff zu bekommen. Für sie war es aber ein unzumutbarer Zustand.

Zum anderen schaffe ich mir nicht noch einen zweiten Hund  an, wenn mich die Erkrankung des ersten Hundes mich zu einer  " "belastenden, unfreiwilligen und widerwilligen Spezialfütterung" zwingt.  Was ist, wenn der arme Kerl auch erkrankt? Ich will das nicht bewerten und weiß auch zu wenig, aber dieses Gespräch hat uns schon nachdenklich werden lassen.

Wir machen so weiter wie bisher und finden das völlig in Ordnung. Denn wisst Ihr warum wir das tun?  

Genau für diese Momente im Leben mit unserer Socke. Die Bilder stammen aus dem Freidenspark in Münster im Juni.












Möge unser Söckchen uns noch viele Jahre begleiten und Freude uns solch eine schenken.



Viele liebe Grüße


Kommentare:

  1. Genau so wie ihr es macht, hat es das liebe Söckchen verdient und belohnt euch mit solch großer Lebensfreude :-)))
    Wir sind da ganz bei euch und tun auch alles für unsere Fellnasen, was wir können.
    LG, Caspers Frauchen

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  2. Da kann er ja fast froh sein, dass er NUR eine Futtermittelallergie hat...

    LG Andrea mit Linda

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  3. Ja zum Glück hat es Socke bei euch richtig gut!!!
    Ach die Bilder vom Söckchen sind herrlich :) habe ich schon mal gesagt, dass ich solche Bilder besonders mag von Socke?!

    Schlabbergrüße Bonjo

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  4. Liebe Sabine,
    ich kenne solche Gespräche. Lottes Erkrankung machte sich ja schon mit eineinhalb Jahren bemerkbar und ich habe da schon viel derbere Kommentare bekommen. Da kannst du froh sein, dass die Frau wortlos in ihr Auto gestiegen ist. Ich kann solche Leute nicht verstehen. Wenn man so eine Fellnase hat, muss man doch auch dafür sorgen das es ihr gut geht ... auch im Krankheitsfall. Lasst euch von solchen Leuten nicht beeindrucken und macht genauso weiter. Jede Minute mit unseren Vierbeinern ist es wert.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  5. Nix falsch gemacht bei so einem munteren Fellknäuel!
    Schöne Woche!

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  6. Liebe Sabine,

    jetzt hast du doch gesehen, dass es eben nicht selbstverständlich ist, was ihr für das Söckchen tut. Zwar können wir nicht mitreden, da ich zum Glück keine Futterprobleme habe, aber ich denke, Frauchen würde auch alles tun, wenn ich sie hätte. Aber diese Zweibeiner sind leider nicht jedem Hund vergönnt und so freue ich mich immer wieder fürs Söckchen, dass ihr das tut, was ihr tut und das alles aus einem deutlich zu erkennenden Grund - einer fröhlichen Socke!

    Wuff-Wuff dein Chris

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  7. Liebe Sabine,

    auf den Text mag ich gar nicht so sehr eingehen. Wahrscheinlich hat die Frau ihre Gründe, die ich nicht nachvollziehen kann, aber gut. Letztendlich kann man nur hoffen, dass es ihren Hunden immer gut gehen wird und das der Kleine weiterhin sein Trockenfutter verträgt.

    Es ist schön zu sehen, dass Socke so fröhlich tobt und ihr wisst ja, dass ihr alles für sie gebt. Lasst euch von solchen Menschen nicht aus der Bahn werfen, es lohnt nicht, darüber nachzudenken.

    Alles Gute für euch!
    Nicole & Moe

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  8. Wir lieben diese tollen Socken-Wuschelbilder :) :)

    Und ja - es gibt sooo unterschiedlich zum teil erschreckend komische Menschen !
    Das Söckchen kann so froh sein das es bei euch sin darf - und das noch auf viele weitere Jahre :) :)
    Wuff, Deco + Pippa

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  9. Hallo Sabine und Socke!
    Warum sollte man es bei einem Tier = Familienmitglied anders halten, als z.B. bei einem Kind=Familienmitglied, was Allergie hat.
    Es wäre (Tier-)Quälerei, wenn man wüsste, dass man bewußte was füttert, was einem Familienmitglied nicht bekommt.
    Seis bei einem Menschen mit LaktoseIntoleranz oder eben beim Tier was anders.
    Ich sehe es wie Ihr. Ich habe die Verantwortung für mein Haustier, liebe es und will, dass es ihm gut geht. Somit kann ich ihm nicht füttern was ihm nicht bekommt.

    Ich kann über "Klugscheißer" die immer mit blöden Bemerkungen/gutgemeinten Ratschlägen teilweise echt den Kopf schütteln.


    Das Verhalten von Socke zeigt doch, dass es ihr bei euch gut geht und dass ihr Euch richtig verhaltet und genauso soll es sein.
    Mir tun Hunde/Tiere immer leid, die gehalten werden, weil man sie gerne hat, aber man null auf ihre Bedürfnisse eingeht:
    sei's artgerechte Spaziergänge (nicht nur um den Block), sei's artgerechte Auslastung (man schleppt sie an der Leine von a nach b und sie dürfen nirgendwo schnuppern, nicht mit anderen spielen, müssen nicht ihren Kopf/Nase einsetzen), sei's sie werden nicht artgerecht ernährt (Hauptsache es ist billig)

    Gruß Silke

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  10. Liebe Sabine,

    ich kann verstehen, dass Du eigentlich keine Lust hattest mit der Dame zu reden - manchmal hat man schon so ein Gefühl, dass man Dinge besser lassen sollte. Du hast ja gesehen, nicht für jeden wäre es so selbstverständlich wie für euch, seinem Hund die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen. Bei manchen muss leider die praktikabelste und am wenigstens schädliche Variante reichen.
    Aber jeder hat ja andere Einstellungen und auch Erfahrungen - und man kann nur hoffen, dass der fremde Hund mit seinem Futter gut versorgt ist. Natürlich kommt man da ins Grübeln ... was machen solche Hundehaber, wenn ihr Hund eine "unbequeme" Krankheit bekommt? Als Lady die letzten 3 Jahre inkontinent war haben wir auch oft gesagt bekommen, wir sollten sie doch lieber gehen lassen ... wir würden sie quälen und uns unnötige Arbeit machen - aber für Lady war es keine Qual und wir haben uns unser Leben einfach anders eingerichtet. Aber mehr möchte man darüber doch auch nicht nachdenken!
    Lieber erfreue ich mich an den schönen Bildern und genieße es, ein fröhliches Söckchen zu sehen.

    Viele Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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  11. Ich kann nur hoffen, dass es sich bei der Dame um einen gar nicht mal so seltenen Fall von mangelnder Vorstellungskraft gepaart mit Taktlosigkeit gehandelt hat. Denn wenn das geliebte Tier tatsächlich krank ist, tun die meisten doch wirklich alles, in ihrer Kraft stehende - wenn auch leider nicht so klaglos und positiv wie ihr das für Socke tut. Ich kann mich da nur wiederholen: Socke hat ganz großes Glück euch als ihr Rudel bezeichnen zu dürfen.

    Von Sockes Flitzebildern kann ich einfach nicht genug bekommen. Diese Fellmassen in Bewegung sind göttlich!

    Liebe Grüße
    Lottas Frau Zweibein

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  12. Die Bilder zeigen eine soooo fröhliche und quicklebendige Socke. Nur das alleine zählt. Mich wundert nur, dass Socke bei so viel Fell noch weiß, in welche Richtung sie rennen muss. *ha ha*

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

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  13. @all:
    Wir haben uns sehr über all Euren lieben Zeilen gefreut und fühlen uns mehr als bestätigt. Wir werden nichts ändern, sicher nicht, es sei denn Sockes Befinden erfordert es. Ich sehe es genau wie Ihr, dass ich Verantwortung für ein Lebewesen übernommen habe. Im Gegensatz zu mir, konnte Socke sich nicht aussuchen, wohin sie möchte und sie ist bedingungslos auf uns angewiesen. Mit diesem Verständnis haben wir uns einen Hund anschaffen und mit dem Gefühl der Verantwortung möchte ich das Leben mit Socke teilen.
    Mich hat es doch verwundert, dass Socke als alter Hund abgetan wurde und ich den Eindruck nicht loswurde, dass der Welpe nun der zweite Versuch eines „guten Hundes“ ist. Der erste Hund erscheint mängelbehaftet und erzeugt Mühen – die keine sind - und ist nicht so, wie gewünscht. Mithin versuche man es mit einem zweiten Hund der gleichen Rasse. Das ist nur mein Gefühl.

    Ich freue mich aber, dass Ihr das das genauso seht wie wir. Und es ist wie mit allen Dingen im Leben, man wächst in die Aufgabe hinein und es hört sich schlimmer an, als es ist.

    Zum Glück sind die meistens Hunde gesund und wir wünschen Euch allen, dass es bei Euren Fellnasen auch immer so bleibt.

    Herzlichen Dank und viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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  14. Ich mache mir zur Zeit ganz ähnliche Gedanken... Schlussendlich muss wohl jeder selber wissen, wieviel "Mühen" er auf sich nimmt. Und die gute Frau scheint ja mit ihrer persönlicher Entscheidung ganz gut leben zu können.
    Liebe Grüsse
    Nadine & Zingara

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    1. Nun, das ist bestimmt eine ganz schwere Zeit. Ich wünschte, man könnte sie Dir abnehmen. Ich sende Dir aber alle guten Wünsche und viele liebe Gedanken.

      Herzlichen Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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