Donnerstag, 21. Juni 2018

Diese Augen ......

 - oder Tag 18  mit der neuen Diagnose - 
Socke im Juni 2018


Liebe Blogleser,

heute war ein schöner Tag.  Ich konnte von zu Hause arbeiten und Socke war so süß.... Sie forderte mich zum Spielen im Garten auf, nahm ihr Futter ohne größere Probleme, hat heute morgen das letzte Antibiotikum bekommen  und  alberte schwanzwedelnd mit uns umher.  Zudem erreichte mich noch ein ganz lieber Gruß, von dem ich vielleicht hier noch berichten werde.  Und um diesen schönen Tag gerecht zu werden, möchte ich Bilder aus diesem Monat zeigen, die ich nicht nur niedlich finde, sondern die mich auch fröhlich machen. Den eigentlich geplanten Beitrag möchte ich gerne später zeigen. 


Mittwoch, 20. Juni 2018

Trotz glücksbringender Momente .....


-  oder Tag 17 mit der neuen Diagnose -
Socke im Mai 2018


Liebe Blogleser,

auch wenn die Zeiten hier nicht leicht sind, bin ich weiterhin sehr, sehr dankbar das Söckchen an meiner Seite zu wissen.

Und es gibt durchaus schöne Momente in unserem Alltag. So freue ich mich, wenn Socke auf einem Stück Pferdekopfhaut knuft, ich morgens mit Socke vor meinem Dienst eine kleine Runde Gassi gehen kann und ihr ein paar Mal im Garten das Bällchen werfen darf. Auch freue ich mich,  wenn ich heimkomme und es so wie immer ist. Mich empfängt schon vor der Türe Sockes aufgeregtes Fiepen und im Haus ein Söckchen, dass hin und her rennt und vor Freude nicht weiß wohin mit sich. Das sind wirklich glückbringende Momente!!!!!!

Und trotz dieser Freude gibt es hier kaum Bilder, die  - für mich - von diesen schönen Momenten zeugen, bzw. sehe ich zurzeit in den Bildern nicht das Schöne. Es ist zum verrückt werden. Überall sehe ich herabhängende Ruten oder ein langsam gehendes, kaum zu motivierendes, hechelndes Sockemädchen. Die Bilder bringen mich zum Grübeln und verunsichern mich.

Was ich meine, versuche das einmal an einem Beispiel zu verdeutlichen.

Dienstag, 19. Juni 2018

Die ersten Tage danach....

- oder Tag 16 mit der neuen Diagnose -    
Socke im Mai 2018


Liebe Blogleser,

ich weiß Ihr habt es mit uns im Moment nicht leicht und das Lesen dieses Blogs ist mehr als schwere und traurige Kost.

Ich aber kann nur schreiben, was mich bewegt und so möchte ich eben auch diese Zeit gerne als Erinnerung hier festhalten. Ich hatte hier schon einmal über meine aktuelle Motivation zum Schreiben berichtet.

Heute würde ich gerne einige Eindrücke von den Tagen nach der Untersuchung in der Tierklinik in Greven Mitte Mai festhalten. Unglaublich, dass dies nun auch schon wieder über einen Monat her ist und schade, dass Socke sich immer noch nicht ganz erholt hat.

Zwei Tage nach der endoskopischen Untersuchung von Rachen und Lunge lag Socke das erste Mal am Vormittag im Garten, obwohl Socke den Garten sehr liebt und eigentlich immer im Garten liegen würde, wenn sie könnte.

Am selben Abend ging es zum Kontrolltermin zum ortsansässigen Tierarzt, der untersuchte, ob Socke Fieber hat, gleichsam die Vitalfunktionen überprüfte und nach Verletzungen im Rachenbereich schaute.

Montag, 18. Juni 2018

Und das Söckchen so?

 - oder Tag 15 mit der neuen Diagnose - 
Socke im April 2018


Liebe Blogleser,

heute möchte ich ein wenig davon berichten wie es Socke geht.

Socke hat ja aktuell noch eine Lungenentzündung, die bis Donnerstag mit Antibiotikum behandelt werden muss. Die Antibiotikumgabe erfolgt (-e)  über einen ganzen Monat. Dies ist bei Erkrankungen der Lunge nötig, weil diese länger braucht sich zu erholen.



So gut wie dieses Mal hat Socke eine solche Antiobiotikumgabe noch nie vertragen. Meist hat ihr Magen nach wenigen Tagen gestreikt und wir mussten die Behandlung mit Tabletten abbrechen. Insoweit sind wir schon richtig froh, dass sich hier keine weiteren Baustellen aufgetan haben. Vielleicht liegt das daran, dass wir Socke von Beginn an einmal am Tag einen Magenprotonenhemmer verabreicht haben. Diesen schleichen wir nach Absetzen des Antibiotikums gleich wieder aus.

Sonntag, 17. Juni 2018

Am Sonntag gibt es Herzen….

- oder Tag 13 mit der neuen Diagnose –



Liebe Blogleser,

heute werde ich den Bericht abschließen und erzähle  für welche Behandlungsmethode wir uns für Socke entscheiden haben. Ich gebe zu, dass es mir seit dieser Entscheidung viel besser geht. Nun ja, so gut, wie es einem in einer solchen Situation gehen kann. Denn immer wieder gibt es diese traugigen Momente, in denen ich schrecklich weinen muss und nichts und niemand mich davon abbringen kann.  Ich denke, dass jeder Hundehalter dies nachvollziehen kann.

Natürlich weiß ich, dass Socke mein Gesicht / meine Stimmung  gut lesen kann und ich versuche nicht besorgt zu schauen oder zu wirken. Insoweit ist die endgültige Entscheidung für eine Therapie und damit das Ende der Ungewissheit eine sehr große und wichtige Hilfe für mich und hoffe sehr, dass Socke auch von dieser Entscheidung in größtmöglichen Umfang profitiert.


5. Unser Weg
a. Langsame Umstellung der Ernährung


Was wir getan haben ist, dass wir Sockes Ernährungsplan bei der LMU München erneut erstellt haben lassen und die Kartoffeln aus der Ernährung streichen werden. Die Menge an magerem Muskelfleisch wird erhöht und auch ein wenig mehr Öl wird zukünftig verabreicht. Dazu gibt es etwas Obst und Gemüse. Alles, was Hunde sonst brauchen, wird über Nährstoffe zugeführt. Ich bin mir bewusst, dass es immer besser ist, die Nährstoffe in natürlicher Form, also durch das Futter zu verabreichen, aber das ist bei Socke eben nicht leicht. Und so gebe ich ihr lieber eine Nährstoffmischung als ihr die Nährstoffe gar nicht geben zu können. .

Da Socke sehr empfindlich ist, wird die Umstellung des Futters langsam erfolgen. Wir schleichen die Kartoffeln also vorsichtig aus.

Auch wenn die Umstellung für den Magen und die Pankreas von Socke nicht ganz risikofrei ist, möchten wir den Weg gehen. Denn immer wieder hört man, dass Kohlehydrate den Krebs  nähren. Weder unser Tierarzt noch die Ärztin der Tierklinik sind davon überzeugt, aber ich selber bekomme den Gedanken nicht aus dem Kopf und möchte es gerne ändern. 

Natürlich nicht um jeden Preis. Geht es Socke mit der Ernährung nicht gut, gehen wir den Weg auch wieder zurück.



b. Homotoxische Behandlung

Zudem haben wir uns am letzten Donnerstag entschieden Socke eine sog. homotoxische Behandlung zu unterziehen.

Die Homotoxikologie ist eine Theorie, die von Hans-Heinrich Reckeweg entwickelt wurde und die Basis für eine Methode der Alternativmedizin bildet. Er sah darin eine Verbindung von wissenschaftlicher Medizin und Homöopathie und bezeichnete sie auch als moderne Homöopathie. Uns ist bewusst, dass eine solche Behandlung nicht unumstritten ist. Es wird moniert, dass die der Theorie zugrundeliegenden Annahmen wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen und unabhängige Studien, die die Wirksamkeit der Therapie belegen, existieren nicht.

Wenn aber eine Tierärztin und damit eine Wissenschaftlerin diese Methode anwendet, dann hoffe ich, dass sie wirklich gute Erfolge zu verzeichnen hat und dies nicht nur aus monetären Gesichtspunkten tut.

Zudem fällt es mir schwer nichts zu tun. Wenn der Mensch krank ist, wird er behandelt und therapiert. Dabei kann er sogar noch seine Beschwerden äußern und sagen, was ihm gut oder eben nicht gut tut.

Vor allem erhoffe ich mir natürlich, dass es Socke mit der Behandlung tatsächlich  länger besser geht. Sicher ist, dass es ihr nicht schaden wird. Zudem haben wir den Vorteil, dass mit der Behandlung auch Sockes Magenerkrankung, Pankreasvorschädigung, Socke Bronchial- und Trachialkollaps berücksichtigt werden kann. Insoweit gibt es eine einheitlich Behandlung, die eben nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Alternativ- sondern auch der Schulmedizin erfolgt. Dabei wäre (eine wichtige Option zur Behandlung von Sockes Bronchial- Trachialkollaps) sogar die Gabe von geringen Mengen Cortison möglich.

Was nicht so schön ist, ist, dass die Erfahrungen zeigen, dass wenn die Therapie wirkt und es dem Hund besser geht, das System irgendwann ausgeschöpft ist und sich der Zustand des Hundes sehr schnell um ein Vielfaches verschlechtert. Ich gebe zu, dass ich das ganz schön schlimm finde. Aber vielleicht lässt man seine geliebte Fellnase dann doch leichter gehen, wenn man weiß, dass man alles getan hat und der Körper nun nicht mehr kann. Zudem haben wir immer noch die Hoffnung, dass Socke friedlich einschlafen darf.

Es war Zeit sich für einen Weg der Unterstützung für Socke zu entscheiden. Wir haben es getan und hoffen von ganzem Herzen, dass es der richtige Weg ist.

Nun werden alle Untersuchungsergebnisse der Tierklinik Greven unter Berücksichtigung von Sockes Vorerkrankungen geprüft und eine entsprechende homöopathische Therapie erarbeitet. Noch im Raume steht die Frage, wie man auf Sockes Bronchial-  und Trachialkollaps reagiert. Der Trachislkollaps lässt sich schlechter mit homöopathischen Mitteln behandeln als der Bronchialkollaps. Da die Belüftung der Lunge schlechter funktioniert muss man die Bronchien im Auge behalten. Hier bietet sich neben den üblichen Medikamenten wie Solosin – mit erheblichen Nebenwirkungen – auch die geringe Gabe von Cortison an, was uns überraschte, was aber eben bei dieser Behandlungsmethode möglich ist.

Die Therapie startet nach Abschluss der Antibiotikumtherapie gegen die Lüngenentzündung und einer Woche Medikamentenpause. Ich werde sicher noch einmal davon berichten und natürlich hoffen wir, dass wir auch über die guten Erfolge berichten können.

Samstag, 16. Juni 2018

Conny wird doch gemocht, wobei…...

 - oder Tag 12 mit der neuen Diagnose -
Socke im Mai 2018


Liebe Blogleser,

zunächst möchte ich meinen Bericht von gestern gerne fortführen. Dieser Text ist wie immer kursiv geschrieben und ihr kommt zum eigentlichen Beitrag dieses Tages, wenn Ihr etwas runter scrollt.


1. Keine Operation
2. Behandlungsmöglichkeiten und Vorrausetzung

3. Was macht der Tumor?

Wenn der Tumor im Rahmen seines Wachstums die Hohlvene verschließt, dann kann Socke entweder in den Hinterläufen gelähmt werden oder sie wird einfach friedlich einschlafen. Beides passiert ganz plötzlich, ohne dass es  in der Regel den Hunden zuvor schlecht geht. Natürlich wünschen wir uns für Socke die letzte Alternative. Für Socke und für mich. Wie sehr würde ich mir wünschen, dass ich nicht die Entscheidung treffen muss, dass Socke zu einem bestimmten Zeitpunkt gehen soll. Ich würde diese Entscheidung gerne Socke überlassen. Nicht nur, dass ich Angst habe, dass ich den richtigen Zeitpunkt nicht erkenne. Ich habe auch Angst davor, dass ich Socke nicht gehen lassen möchte, weil ich sie doch so lieb habe und ich mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen kann.

Natürlich kann sich der Tumor auch ganz anders entwickeln, kann die Funktion der Nebenniere  beeinträchtigen, er kann streuen und vieles mehr. Die gesundheitlichen Folgen sind vielfältig und gar nicht absehbar. Wir hoffen inständig, dass Socke dieses Leid erspart bleibt.



4. Alternative Behandlungsmöglichkeiten

Aber es fragt sich, was man sonst für Socke tun kann. Unser Tierarzt meinte, es sei wichtig, dass wir Socke insgesamt gesund halten und  ihr Immunsystem stärken. Er empfahl uns eine Tierärztin, die auch alternative Heilbehandlungen anwendet.

Diese Empfehlung beruhigte mich, denn ein Tumorerkrankung, insbesondere eine mit Gefäßeinbruch ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die es verdient auch stets mit dem Blick eines Tierarztes behandelt zu werden.

Ich hatte einige Artikel / Bücher zu alternativen Heilbehandlungen in der  Krebstherapie gelesen. Insbesondere die Gabe von Pilzen und Vitamin B 17 (bittere Aprikosenkerne) wurde empfohlen.

Ich selber hätte es sogar versucht, aber der Socke-nHalter war skeptisch. Und gestern wurde seine Skepsis bestätigt.
Es mag Fälle geben, in denen die Behandlung hilft. Es ist aber neben der Gabe solcher Kerne wichtig, Entgiftungspräparte zu geben und das Immunsystem zu stärken. Es gibt hier bei uns jedoch keine Tierheilpraktiker und Ärzte, die diese Behandlung anbieten. Ich selber traue mir nicht zu, die Kerne an Socke zu verabreichen. Natürlich kann ich diese verfüttern, aber ich kann nicht berechnen, wie viele Kerne ich brauche. Hier kommt es auf die Qualität der Kerne an. Und aufgrund von Sockes Magenerkrankung und Pankreasvorschädigung kann es sein, dass die Kerne nicht richtig verstoffwechselt werden. Die Gefahr der Vergiftung ist also bei Socke noch um ein Vielfaches höher. Und wie entgifte ich richtig und mit welchen Mitteln baue ich das Immunsystem auf, ohne dass diese beim Entgiftungsprozess wieder ausgeschieden wird?

Also ist der Alleingang mit dieser alternativen Therapie erst einmal vom Tisch.

Im Übrigen gibt es unendlich viele alternative Heilmethoden bei Tumorerkrankungen, so dass ich nicht nur schnell den Überblick verloren habe und auch immer wieder zu der Angst hatte, mich selbst an Socke zu versuchen. Ich möchte nicht noch mehr Schaden zuführen, bin zu unsicher und – auch wegen der eigenen Betroffenheit – nicht kompetent.

Morgen werde ich dann endlich berichten, welche Behandlung wir Socke nun zukommen lassen möchten.

Freitag, 15. Juni 2018

Vorlieben am Schloss Münster ….

- oder Tag 11 mit neuen Diagnosen -
Socke im Mai 2018



Liebe Blogleser,

ich würde gerne etwas zu Therapie von Sockes Tumor berichten. Mich treiben dazu so viele Gedanken um, die ich gerne niederschreiben möchte. Mir hilft das sehr, da ich beim Schreiben realisiere, verarbeite und traurig sein kann. Einiges hatte ich schon geschrieben oder angedeutet, aber ich möchte all meine Gedanken gerne noch einmal etwas strukturiert festhalten. Insoweit wird es zunächst einige Wiederholungen geben.

Da ich diesen Teil der Beiträge aber in kursiver Schrift verfasse, könnt Ihr diesen  -optisch leicht erkennbar- gut überspringen. Niemand sollte sich diesen Themen unfreiwillig widmen und niemand sollte gezwungen werden,  Bekanntes noch einmal zu lesen. Zudem  werde ich diesen Bericht in mehreren Teilen (wahrscheinlich in 3 Teilen) meinen Beiträgen voranstellen, weil sonst der viel zu lang werden würde.


1. Keine Operation

Wir sind uns einig, dass wir den Tumor (nebst Nebenniere)nicht entfernen lassen möchten. Die möglichen Risiken hatten wir hier schon einmal kurz beschrieben.

Ich möchte dies an dieser Stelle aber noch einmal zusammenfassen.

Socke müsste vor dem Eingriff mehrere Wochen blutdrucksenkende Mittel bekommen und wäre in ihrem alltäglichen Leben sehr beeinträchtigt.  Sockes Alter und der Bronchial-/ Trachialkollaps stellen ein erhöhtes Risiko für einen solch schweren Eingriff, insbesondere die Sedierung  dar. Die Hohlvene müsste um 5-6 cm verkürzt und überbrückt werden. Kommt es bei der Operation zu einer Hormonausschüttung des Nebenniere wird Socke sterben. Socke müsste nach dem Eingriff mindestens zwei Wochen in der Tierklinik verbleiben. Zudem besteht das Risiko, dass Socke die gesamte Medikation wegen der Magenprobleme nicht verträgt. 

Das alles möchten wir Socke nicht zumuten und auch ich würde das nervlich nicht überstehen. Dabei bin ich natürlich in der Lage Socke operieren zu lassen, doch die Risiken würden mich zermürben. Und was wäre, wenn die Operation schief gehen würde oder die Rekonvaleszenz länger dauert? Würde ich Socke nicht ihres normalen Lebens berauben, von dem ich nicht weiß, wie lange es noch dauert? Sollte man diese Zeit nicht anders nutzen, selbst wenn sie begrenzt ist und welche Erinnerungen blieben mir aus so einer traumatischen Zeit?

Ich bin sehr froh, dass uns alle Tierärzte, die uns zurzeit begleiten, der Meinung sind, dass diese Operation für Socke zu gefährlich ist und über das, was Tiermedizin zu leisten hat, hinausgeht. Wobei eine Tierklinik diese Art der Operationen grundsätzlich anbietet. Da wir uns ja gegen die Operation entschieden haben, haben wir uns dort nicht beraten lassen und wissen nicht, ob sie in Sockes Fall das Risiko auch für zu hoch eingeschätzt hätten.
Insoweit kommen zum Glück keine Zweifel auf, ob man die Operation nicht doch wagen sollte.


2. Behandlungsmöglichkeiten und Vorrausetzung

Nun fragt man sich, was man bei einer solchen Diagnose tun kann.  Wichtig ist hierzu wissen, dass nur vermutet wird, dass der Tumor,  wegen des Gefäßeinbruches,  bösartig ist. Wir wissen es aber nicht sicher.

Eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung machen nur Sinn, wenn der Tumor bösartig ist. Zudem ist es für eine Chemotherapie wichtig zu wissen,  mit welcher Art von Krebs man es zu tun hat. Dies würde voraussetzen,  dass der Tumor untersucht wird. 

Die Untersuchung (sog. Biopsie) birgt wiederum Gefahren mit sich, insbesondere, dass Krebszellen in die Blutbahn gelangen und in den ganzen Körper streuen.

Zum anderen möchte ich gar nicht wissen, was da in Socke wächst. Selbst wenn man dann genauer und besser therapieren könnte, könnte man aber auch die Lebenserwartung genauer bestimmen. Und das möchte ich eigentlich nicht. Wenn ich wüsste, dass es sich um eine aggressive Form von Krebs handelt und Socke nur noch wenige Wochen zu leben hat, würde ich ehrlich gesagt durchdrehen. Nein,  dieses Wissen  ist nichts für mich. Ich möchte hoffen und unbeschwert mit Socke umgehen. Ich möchte nicht in Panik verfallen und jetzt schon viel weinen. Ich möchte nicht mit dem Gedanken der verbleibenden Zeit hektisch alles Mögliche erleben wollen. Dazu ist Socke gar nicht in der Lage. Noch braucht sie Ruhe und Schonung.  Ich denke, dass ich Socke damit keinen Gefallen tue. Es gibt Menschen, die brauchen dieses Wissen. Wir hingegen sind uns einig, dass wir es nicht brauchen.

Wir wissen, dass Socke den Tumor hat und dass sie uns zeitnah oder auch erst in vielen Monaten, vielleicht sogar Jahren verlassen wird. Das ist ja eigentlich so wie bei uns allen und unseren Fellnasen. Niemand weiß, wie lange er oder seine Liebsten noch bei uns sind. Und das ist gut, weil es dann möglich ist, die Erkrankung auch einmal auszublenden. Das befreit, ist erholsam und ermöglicht unverkrampfte und schöne Momente zu erleben. 

Zudem habe ich schon von vielen menschlichen Schicksalen rund um eine Chemotherapie gehört. Die Patienten haben so gelitten. Dies möchte ich Socke nicht antun, insbesondere weil ich es ihr auch nicht erklären kann.

Als unser Tierarzt von den Infusionen berichtet, die je nach Krebsart in weißen Schutzanzügen erfolgen müssten, mit Mundschutz und wie problematisch die Entsorgung der Reste des Mittels sein kann, da wurde mir anders. Will ich wirklich Sockes Körper mit derart hochgiftigen Substanzen behandeln lassen? Und wie würde Socke das alles erleben, was würde sie empfinden? Wir haben das ganz große Glück, dass Socke uns vertraut und Vieles über sich ergehen lässt. Aber würde ich damit nicht das gegenseitige Vertrauen aufs Spiel setzen? Und was wäre mit Sockes Lebensqualität?

Wenn man eine Bestrahlung in Betracht ziehen würde,  wäre dazu immer eine Sedierung nötig, um zielsicher das entartete Gewebe zu treffen und nicht das gesunde Gewebe. Was für eine Vorstellung…..

Da wir nichts über den Tumor wissen und nicht wissen wollen,  kommen die klassischen Behandlungsmethoden bei Tumorerkrankungen für uns nicht in Betracht.

Morgen werde ich diesen Bericht weiter fortsetzen und berichten, was der Tumor bewirken kann und welche alternativen Heilmethoden es geben kann

Donnerstag, 14. Juni 2018

Ein guter Tag, wenn auch nicht wegen der WM 2018

- oder Tag 10 nach der letzten Diagnose  -  
Socke im März 2018


Liebe Blogleser,

heute hat der Socke-nHalter moniert, dass ich "endgültige Diagnose" als Überschrift zu den Beiträgen schreibe. Socke wurde auch schon mal eine Herzerkrankung und eine Schilddrüsenerkrankung bescheinigt, die es dann aber gar nicht gab. 

Zwar wissen wir, dass der Tumor da ist, recht klein ist und nicht zu operieren ist und sehr wahrscheinlich auch bösartig ist. Wir wissen, dass er hormonell inaktiv ist du somit die Nebenniere nicht beeinträchtigt. Aber wir wissen nicht, wie schnell oder langsam er wächst und wie lange Socke damit leben kann. Aber "endgültig" hört sich schrecklich an....

Was wir uns wünschen dürfte klar sein. Wir wünschen uns, dass Socke noch ein sehr langes, vor allem aber schmerzfreies und hundegerechtes Leben in unserer Mitte hat, dass sie friedlich einschlafen darf (bei der Diagnose möglich) oder, dass wir erkennen, wenn es Zeit ist sie gehen zu lassen sowie die Zeit bis dahin genießen und  auszukosten. Ferner möchten wir dankbar für jeden Tag sein. 

Folglich wird aus „endgültig“ zukünftig „letzte“, weil der Socke-nHalter Recht hat.

Heute hat ein Gespräch mit der Tierklinik Greven stattgefunden. Die uns behandelnde Tierärztin ist aus dem Urlaub zurück und es wurde über die weitere Behandlung der Lungenentzündung und des Bronchial- Trachialkollapes gesprochen.

Solosin gegen den Bronchialkollaps wurde, wie von unserem Tierarzt auch schon,  nicht empfohlen. Lieber solle man kleinste Mengen Cortison zur Unterstützung der Bronchien geben. Nun wollten wir das eigentlich nicht, aber über das Thema werden wir hier noch ausführlich schreiben. Und bezüglich des Tumores freute sich die Ärztin, dass dieser hormonell inaktiv sei. Von einer Operation rate  sie aber auch dringend ab. Nun, ist diese Entscheidung hier ja unwiderruflich getroffen worden.

Am späten Nachmittag ging es dann für uns zu der Tierärztin und Homöopathin, mit der wir auf Anraten unseres Tierarztes einen Termin machten. Unser Tierarzt findet es wichtig, Socke und ihr Immunsystem zu stärken. Das tun wir doch gerne, denn natürlich hoffen wir, dass Socke mit dem Tumor noch eine ganze Weile leben kann. Die genauen Erkenntnisse des Termins werde ich morgen berichten. Heute muss ich das alles erst einmal sacken lassen, wobei es ein positiver, Mut machender, informativer und gleichsam trauriger Termin war.

Ansonsten habe ich den Tag gemocht, da Socke zum einen heute erst am Nachmittag beim Futtern mäkelig wurde. Die ersten beiden Mahlzeiten waren  unproblematisch. Zum anderen hat sie mich heute nach dem Spaziergang am frühen Mittag zum Spielen aufgefordert. Ich bin der Aufforderung gerne gefolgt und habe etwa sechsmal das Bällchen im Garten geworfen. Socke hatte so einen Spaß, war dann aber schon recht müde und ist ins Bettchen gegangen....

Und dann ist noch etwas ganz Lustiges passiert, was mit der aus Sockes Unterwolle gesponnenen Wolle zu tun hat. Ich werde beizeiten berichten, aber ich habe mich gefreut und habe herzhaft lachen müssen. es ist eben nicht alles schlecht in solchen Zeiten.


Mittwoch, 13. Juni 2018

Heute geht’s ums Futtern…..

- oder Tag 9 nach der endgültigen Diagnose -


Liebe Blogleser,

heute kam der neue Ernährungsplan für Socke, bei dem die Fleisch- sowie die Ölmenge erhöht und die Kartoffeln gestrichen worden sind. Zudem wurden die Nährstoffe an das neue Futter angepasst.

Es heißt ja immer, dass Kohlehydrate Krebs nähren würden, so dass wir gerne von den Kartoffeln weg kommen würden. Und dass, obwohl wir gar nicht sicher wissen, ob der Tumor bösartig ist. Es wird aber vermutet, weil er gefäßeinbrechend ist. Unser Tierarzt meinte, wir sollten alles so wie bisher lassen. Aber ich traue mich nicht, will das Beste für Socke, was immer das auch sein mag.

Da Socke einen kranken Magen hat, werden wir das Futter ganz sachte und sehr langsam umstellen, um nichts zu riskieren. Die Gesamtmenge des Futters reduziert sich im Übrigen um die Hälfte (Fleisch und Öl sind eben kompaktere Energie- und Kalorienlieferanten), so dass wir überlegen eine Mahlzeit am Tag zu streichen. Wir werden sehen, wie Socke zurechtkommt. Es bleibt auf jeden Fall anstrengend. 

Socke hat heute Morgen das Futter komplett verweigert und nur die Medizin mit einem Stück Banane genommen. Wir fragen uns natürlich, warum Socke zunimmt, wo sie doch so oft ihr Futter nicht nimmt. Ist es die Ruhe? Sind es die Tabletten?  Schlagen die Wurst und die Leckerli doch so ins Gewicht? Das Gedankenkarussell kommt nicht zum Stehen.

Dienstag, 12. Juni 2018

Unkontrollierbar und unfotografierbar….

- oder Tag 8 nach der endgültigen Diagnose -
Socke im April 2018


Liebe Blogleser,

gestern Abend rief unser heimischer Tierarzt an und teilte mit, dass auch der Test zur Feststellung zur Vorstufe vom sog. Cushing Symptom negativ verlaufen sein. Insoweit besteht wenig Gefahr, dass Sockes Nebenniere ihre Funktion durch den Tumor einbüßt. Über den Tumor wissen wir aber gar nichts.

Die Ernährungsberatung tüftelt an einem neuen Plan für Socke und wird sich bis zur nächsten Woche melden. Ich bin so ungeduldig und hätte schon lieber heute als morgen die Ergebnisse.

Da ich heute im Dienst war und Socke in der Betreuung musste, kann ich nur berichten, dass Socke heute Morgen gut drauf war und vor dem Dienst auch ohne Murren die Medikamente genommen hat. Sie ist so ein liebes Mädchen, die wohl spürte, dass ich etwas in Zeitdruck war und darauf hoffte, dass es mit der Verabreichung der Medikamente gut klappt. Ich habe nämlich einmal in der Woche eine Fahrgemeinschaft und muss pünktlich am Treffpunkt sein. Und Socke schien selbst auf sich stolz gewesen zu sein. Ganz aufgeplüscht und  mit gerader Brust saß sie nach dem Futtern vor mir und ich musste einsehen, dass Socke – für mich – der schönste und liebste Hund der Welt ist.

Ja, Socke geht einmal in der Woche für etwa 5 Stunden in die familiäre Betreuung und wir möchten das auch so lange wie möglich weiter leben, weil wir wissen, dass es den Betreuung gut tut und glauben, dass Socke sich dort sehr wohl fühlt. Noch ist der Zeitpunkt nicht gekommen, dass wir Socke ausschließlich alleine betreuen möchten.

Bei einem ganz lieben Anruf heute, musste ich zugeben, dass Socke durch die Schonung, die Ruhe und die vermehrte Gabe von Leckerli etwas zugenommen hat. Das ist weder für ihren Bronchialkollaps, für ihre Lungenentzündung noch für Sockes Rücken gut. Aber ein Hund, der dem Tode ganz nahe ist, nimmt auch nicht zu. All diese Dinge geben uns Mut. Dennoch müssen wir zusehen, dass Socke ihr Gewicht etwas reduziert.

Montag, 11. Juni 2018

Socke & Sabine fast wie Susi & Strolchi....

-  oder Tag 7 nach der endgültigen Diagnose –
Socke im Mai 2018


Liebe Blogleser,

seit einer Woche wissen wir endgültig, dass Socke den Tumor hat und dieser inoperabel ist. Nun ja, er ließe sich unter größten Risiken operieren, aber das wollen wir unserem Sockemädchen unter gar keinen Umständen antun. Eine Woche, die unendlich lang gewesen ist und gleichsam verflogen ist.

Viel haben wir noch nicht erreicht… Mir dauert das alles viel zu lange. Meine Gedanken kreisen um Fragen, heißt hormonell inaktiv eigentlich auch, dass der Tumor nicht wächst?

Socke hat heute Morgen fast nicht gefuttert, war auf dem Gassigang aber einen kleinen Hund zum Spielen aufgefordert. Ein wunderbarer Moment. Die Mittagsrunde war aber dafür umso mühsamer und schwerfälliger. 

Im Übrigen ist Socke im Moment auf der einen Seite sehr wachsam, schaut sich viel um und bellt um Dinge aunzuzeigen, auf der andere Seite schläft Socke sehr viel. Und gelegentlich fordert sie uns auch zum Spielen auf und erfreut sich an den Leckerlisuchspielen wie den Bonjoball oder den Sniffstar. Ein Lichtblick....
Aber nun zum heutigen Beitrag…

Sonntag, 10. Juni 2018

Am besten den ganzen Tag Party......

- oder Tag 6 nach der endgültigen Diagnose -  
Socke im April 2018


Liebe Blogleser,

am heutigen Sonntag ging es Socke weder besonders gut, noch richtig schlecht. Sie mochte das sehr schwüle Wetter heute morgen gar nicht und die Hitze am Mittag war auch nichts für sie. Die Abendrunde an der Stever fand Socke sehr inspirierend. Ich liebe es sie so interessiert schnüffelnd zu sehen.

Wir haben uns heute intensiv mit der alternativen Behandlung mit Vitamin B 17 auseinandergesetzt. Obwohl der Socke-nHalter und ich uns bei Themen rund um Socke meist einig sind, sind wir es bei dieser Frage gar nicht.  Während ich diese Chance gerne nutzen möchte, ist der Socke-nHalter skeptisch und verweist auf die Warnhinweise einiger Gesundheitsministerien, der WHO und der örtlichen Ärztekammer. Da wir in dieser Woche einen Termin bei einer Tierärztin für ganzheitliche Medizin haben,  wollen wir dort das Thema ansprechen und dann eine endgültige Entscheidung treffen. 

Zudem werde ich morgen noch einmal wegen der Ernährungsumstellung mit der LMU München Kontakt aufnehmen, denn ich würde gerne die Kartoffelmenge reduzieren, die Fleischmenge erhöhen und ggfls. Steckrüben, Hirse und Buchweizen einsetzen. 

Ihr seht, wir sind sehr mit der neuen Situation beschäftigt und hoffen die richtigen Entscheidungen treffen zu können. 


Aber nun zum eigentlichen Beitrag des heutigen Tages. 

Ende April waren wir zum letzten Mal im Wienburgpark. 

Samstag, 9. Juni 2018

Nur ein wenig Alltägliches.....

- oder Tag 5 nach der endgültigen Diagnose -
Socke im April 2018


Liebe Blogleser,

heute habe ich begonnen das Buch zu lesen. Es flossen Tränen und ich weiß nach den ersten 50 Seiten schon, was wir falsch gemacht haben. Mich ärgert, dass wir diesbezüglich extra in der Tierklinik nach gefragt hatten und man uns Grünes Licht gab. 

Den medizinischen Teil zur Entstehung von bösartigen Tumoren muss ich noch einmal lesen, weil er doch recht kompliziert war. Was ich aber verstanden habe ist, dass Sockes Bauchspeicheldrüsenentzündung (Hemmung des Heilungsprozesses und Schwächung des Immunsystems) vielleicht eine Ursache für die jetztige Situation sein kann. 

Socke hat heute bei den ersten beiden Mahlzeiten stark gemäkelt, erst am Nachmittag futterte sie richtig. 

Ansonsten haben wir das gekaufte AnnyX Geschirr noch einmal getauscht, da das erste Model doch zu groß war. Nun passt es besser, ist nicht so schwer und massiv, Socke hoppelt beim Laufen nicht mehr und es ist hoffentlich eine Unterstützun g bei Sockes Husten. Wir meinen im Übrigen, dass der Husten heute etwas weniger oft und heftig auftrat.

Freitag, 8. Juni 2018

Wut ist für uns keine Lösung….

-  oder Tag 4 nach der endgültigen Diagnose -
Socke im Mai 2018


Liebe Blogleser,

Socke ging es heute recht gut. Ich war im Dienst und der Socke-nHalter konnte nur Gutes bezüglich Futter, Medikation pp. berichten. Natürlich hustet Socke immer noch, was ihrem Bronchialkollaps geschuldet ist. Hier steht noch zur Diskussion, da ja eine OP nicht möglich ist – an der Stelle kann kein Stent gesetzt werden – ein Medikament zu verabreichen. Unser Tierarzt steht der Gabe von Solosin skeptisch gegenüber, was beim nächsten Termin noch einmal zu besprechen ist. Bis jetzt lag der Schwerpunkt der Gespräche stets auf der Therapie des Tumors, was uns ausreichend forderte.

Der Schleimlöser, der wegen der Lungenentzündung verordnet worden ist,  wurde Socke heute zum letzten Mal verabreicht.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Fundstücke rund um „Zweibeinerfüße“….

- oder Tag  3 nach der endgültigen Diagnose -
Socke im Mai 2018



Liebe Blogleser,

als gestern Abend als ich heim kam, war Socke schon mit dem Socke-nHalter unterwegs und ich übernahm die letzte Runde mit ihr. Hier trafen wir eine ganz liebe Bekannte, die eigentlich immer sehr hilfsbereit ist, die uns aber seit Sockes Untersuchung eine echte Stütze geworden ist. Wir sind eine "für uns recht große Runde" gelaufen und Socke hat diese ganz tapfer durchgehalten. Das war eine ungeplante, aber umso schönere Runde.

Heute Morgen hat Socke – recht ungewöhnlich - ihr Futter ohne Murren gegessen und es dann nach 30 Minuten wieder erbrochen. Es war etwas Galle dabei, das heißt dann aber auch schon verdautes Futter kam Socke wieder hoch. 

Das eigentliche Problem war, dass auch die Medikamente wieder rauskamen. Gerade beim Antibiotikum ist das nicht unproblematisch. Ein Anruf in der Tierarztpraxis bestätigte meine Befürchtung. Wenn Socke das Antibiotikum nicht regelmäßig bekommt, muss es gespritzt werden.  Also versuchte ich das Antibiotikum eine Stunde später Socke noch einmal zu geben, halbierte die Futtermengen und gab sie Socke alle zweieinhalb Stunden. Kleinere Portionen des gekochten und pürierten Futters sind noch magenschonender. Aber wir hatten Glück, denn die zweite Gabe des Antibiotikums blieb in Socke.

Mittwoch, 6. Juni 2018

Ein Mädchentraum.....

-  oder Tag 2 nach der endgültigen Diagnose -
Socke im Mai 2018



Liebe Blogleser,

ich habe beschlossen, dass ich jetzt erst Mal  -bis auf weiteres- vor den eigentlichen Beiträgen einen ganz  kurzen Sachstandsbericht vorschieben werde, in dem ich mitteile, wie es Socke geht, wie wir mit der neuen Situation umgehen, welche Gedanken uns umtreiben, was uns bewegt und was wir in Sachen Genesung pp. unternommen haben. Dieser Teil des Beitrages wird in kursiver Schrift erfolgen, damit diejenigen Leser unter Euch, die sich mit diesen Dingen nicht belasten wollen oder, die es schlicht und ergreifend nicht interessiert, diesen Teil leicht erkennbar überspringen können.

Da ich so gleichzeitig die Tage nach der Diagnose zähle, hoffe ich mit jedem Tag zuversichtlicher und fröhlicher zu werden. Jeder Tag ist ein neuer Tag mit unserer Lieblingssocke und ich habe mir fest vorgenommen, alle denkbaren Erwartungen in dieser Hinsicht zu toppen. Natürlich geht es um Sockes Wohlergehen, aber ich hoffe, dass ich dies nicht extra erwähnen muss. Es geht um das Aufzeigen und die Wertschätzung unseres Glücks und unserer Freude, der man sich sonst vielleicht gar nicht bewusst wird.

Gestern Nachmittag ging es Socke kurze Zeit nicht gut, sie hechelte, lief in den Keller, was sie sonst nie tut und  sie legte sich auf die Couch, was wir von ihr auch nicht kennen. Nach einem Gassigang ging es wieder besser. Ob Socke Blähungen hatte?

Als ich abends heimkam, freute sich Socke wie immer, wir spielten ganz, ganz kurz im Garten und gingen als gesamtes Rudel eine Runde spazieren. Im letzten halben Jahr habe ich den Socke-nHalter oft darum gebeten, dass er mit Socke Gassi geht, wenn ich heimkommen und ich in der Zeit die Folgen des Tages beseitigen und  alles für den Folgetag in Ruhe vorbereiten kann. Das mache ich nicht mehr. Ich möchte  - soweit möglich - nach dem Heimkommen die Abendrunde mit Socke laufen oder aber die letzte Runde vor dem Schlafengehen übernehmen.  Die gemeinsame Zeit hat schon einen anderen Stellenwert bekommen.

Heute wurde zudem ein zeitnaher Termin bei einer Tierärztin und Tierheilpraktikerin/ganzheitliche Medizin gemacht und die aktuellen Ergebnisse und Befunde an die LMU München zur Überprüfung von Sockes Ernährungsplans und ihrer Nährstofflösung übersandt.
Dabei handelt es sich nicht um blinden Aktionismus, den ich am Montag nach dem Telefonat in Ansätzen zeigte. Beides wurde mit unserem Tierarzt abgesprochen und für sinnvoll erachtet.


So nun aber zum geplanten zweiten Beitrag der  Fundstücke rund um „Zweibeinerfüße“.

Dienstag, 5. Juni 2018

Vielleicht oder vielleicht nicht….

-  oder wie geht es denn jetzt weiter? -
Socke im Mai 2018


Liebe Blogleser,

zunächst möchte ich mich für all die Anteilnahme bedanken, die uns per E-Mail, per Telefon, per Beiträge in unserem Forum  und per Kommentaren hier auf dem Blog erreichte. Es ist unglaublich wie viele liebe Menschen uns gute Wünsche, Hoffnung und Mut machende Zeilen hinterließen. Habt ganz lieben Dank dafür.

Und natürlich frage ich mich, ob und wie es auf dem Blog weiter geht. Noch ist alles viel zu frisch, um einen klaren Gedanken zu fassen, noch laufen die Tränen zu heftig, wenn man an die arme Socke denkt und  noch fällt es schwer bei der Diagnose an eine lange, unbeschwerte Zukunft zu denken.

Ich hoffe aber sehr, dass wir mit jedem weiteren gemeinsamen Tag mit Socke fröhlicher werden können, dass wir Lust bekommen, von der weltbesten Socke zu berichten und vielleicht schaffen wir es sogar anderen Hundehaltern in ähnlicher Situation Mut zu machen. Vielleicht erreichen uns wertvolle Tipps und vielleicht hilft das Schreiben des Blogs zu erkennen, dass das Leben mit einer solchen Diagnose dennoch schön und zufrieden machend sein kann. Vielleicht werden die hier festgehaltenen Beiträge für uns eine ganz besondere Bedeutung bekommen. Vielleicht, vielleicht aber auch nicht.

Ich habe also keine Ahnung, wohin unsere Reise geht und hoffe nur, dass wir Euch als liebenswerte Reisebegleitung mitnehmen dürfen.

Montag, 4. Juni 2018

Die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden…

- oder ein sehr bescheidenen Tag -



Liebe Blogleser,

bereits heute Mittag bekam ich einen Anruf aus der Tierklinik Greven, in der mir mitgeteilt wurde, dass man dort Sockes Tumor an der Nebenniere als bösartig und inoperable beurteilt.

Das Einwachsen ins Gefäß ist ein (starkes) Indiz für die Bösartigkeit des Tumors, wobei man nicht sagen kann, um welche Art von Tumor es sich handelt. Folglich lässt sich zu dessen Wachstum, dessen Streuung, seine Folgen und zur Lebenserwartung nichts Konkretes sagen. Die genaue Untersuchung des Tumors birgt wiederum Gefahren, wie zum Beispiel die Verteilung der bösartigen Zellen in die Blutbahn,  mit sich.  Und da er inoperabel ist, würde das Ergebnis nur etwas für eine OP / Chemotherapie / Bestrahlung bringen.

Sonntag, 3. Juni 2018

Fast gleiches Herz, aber andere Umstände....

- oder wieder eine Herzensangelegenheit -



Liebe Blogleser, 

wie gestern angekündigt,  gibt es heute ein Herz aus Löwenzahnblüten. Dabei ist es nicht das erste Herz, das wir aus diesen gelben Blüten gelegt haben. Bereits hier hatten wir ein entsprechendes Herz gelegt.






Damals war ich so glücklich, denn nach über zwei Jahren konnte das gesamte Rudel eine erste lange Gassirunde ganz langsam laufen. Es war unglaublich,  so schön und ungemein befreiend. Wie oft waren wir zuvor verzweifelt, mut- und kraftlos. An dem Tag war alles vergessen, so dass dieses Herz wirklich besonders, ein Zeichen für eine bessere, vor allem gesunde Zukunft, war.

Aber eine abgewandelte Wiederholung schadet ja auch nicht, insbesondere, weil das Herz  diesmal nicht vollständig mit Blüten gelegt war, sondern nur die Umrisse. Zum anderen sind die Zeiten  - bedaurlicherweise - anders. Während damals die große Last um die Erkrankung des Socke-nHalters hinter uns lag, liegt diese jetzt mit Sockes Erkrankung wieder vor uns. 

Wir können es nicht ändern, können nur akzeptieren und versuchen auch diese besondere Situation zu meistern.

Nun aber endlich die Bilder ....

Samstag, 2. Juni 2018

In Vorbereitung auf Morgen .....

- oder Bilder von Socke auf Löwenzahnteppichen -
Socke im April 2018



Liebe Blogleser,

die Ruhe an den Wochenenden in der sowieso schon sehr ruhigen Hunde-Bloggerwelt nutze ich heute aus, um meine Herzensangelegenheit  - das Legen von Herzen - weiter zu führen bzw. vorzubereiten.  Dazu bedarf es nicht vieler Worte und  die Bilder sind meist recht nett anzusehen.

Diese Beiträge schaffen zudem ein wenig Luft zum Schreiben längerer Beiträge und die Vorbereitung und Planung der Beiträge für die kommende Woche. So ist es in der Regel.  An diesem Wochenende konnte ich mich nicht wirklich darauf konzentrieren. Wir haben aber für Socke wegen des Bronchialkollapses ein AnnyX Geschirr besorgt, haben Hundewurst zum Verstecken der Tabletten gekauft und die Gemüsebreivorräte aufgestockt.

Und so zeige ich Euch heute die Bilder, die die Idee zum Legen des Herzens von Morgen boten….
Bei uns gibt es viele Wiesen, auf denen etliche Löwenzahnblumen wachsen. Von weitem sehen diese wie gelbe Teppiche aus. Und was gibt es Schöneres als Socke in diese Wiesen zu legen und abzulichten….

Hier eine kleine Ausbeute unserer Bilder…

Freitag, 1. Juni 2018

Im übertragenen Sinne: Suchspiel im Steinhaufen….

- oder so ticken wir heute -
Socke im April 2018


Liebe Blogleser,

Ihr wollt sicher wissen, was die heutige Untersuchung bezüglich der Funktionsfähigkeit der Nebennieren ergeben hat.

Zunächst einmal bin ich sehr froh, dass Socke die Untersuchung gut überstanden hat. Diese Untersuchung ist schon beim Menschen nicht ganz ohne Nebenwirkungen, so dass ich glücklich war, dass der Socke-nHalter zu Hause arbeiten konnte und Socke dauerhaft  im Blick hatte. Aber Socke hat es ohne deutliche Nebenwirkungen überstanden.

Socke hat im Übrigen in der letzten Zeit jede Blutabnahme durch Zappeln und Schnappen boykottiert. Sie fing schon beim Anblick der Spritze  - wie ein Affe - laut an zu schreien, was sicher auch damit zu tun hat, dass die Venen in den Vorderläufen schon völlig vernarbt sind und kein Blut mehr hergeben.

Nun bedient man sich  Hinterläufe und tritt von hinten an Socke heran, so dass Socke die Spritze gar nicht sieht. Das klappt erstaunlich gut. Socke ist super brav und es gibt auch insoweit einen Grund aufzuatmen.

Donnerstag, 31. Mai 2018

Schlafenszeit bei Socke…..

- oder einige ganz private Einblicke -
Socke im April 2018


Liebe Blogleser,

heute möchte ich Euch gerne zeigen, wie es bei uns zur Schlafenszeit so zugeht. Ja, es gibt heute ganz viele private Einblicke bei uns. 

Nachdem Socke gegen 20:45 Uhr ihre Abendmahlzeit bekommt gehen wir in der Regel ins Bett. Das ist sehr früh, aber schließlich klingelt der Wecker an drei Tagen in der Woche bereits um 04:00 Uhr, an zwei Tagen um 05:15 Uhr und an den Wochenenden um 07:30 Uhr.Und ich brauche meinen Schlaf....

Da Socke in der Nacht „noch“ gefüttert wird, kommt sie mit nach oben und schläft im Schlafzimmer. Nach der Nachtfütterung bleibt die Schlafzimmertür dann auf und Socke kann sich ihre Schlafstelle im Haus frei wählen. Dabei gibt es Nächte, wo sie bei uns im Schlafzimmer liegen bleibt, mal verzieht sie sich aber auf den Sack im Wohnzimmer oder in / neben das Bettchen im Dielenbereich. 

Doch ist die nächtliche Unterbrechung des Schlafes (immerhin seit Dezember 2016) - die wir jetzt nicht aufgeben können - so anstrengend, dass wir nicht bereit sind, diese noch außerhalb des Schlafzimmers zu erledigen und richtig aufzustehen, um ins Erdgeschoss zu gehen. Insoweit kommt Socke zunächst einmal jeden Abend mit ins Schlafzimmer, was sie mal gut, mal weniger gut findet.

Wenn ich ins Bad gehe beobachtet Socke mein Treiben. Was sie sich wohl denken mag, wenn ich mich fürs Bett fertig mache?

Mittwoch, 30. Mai 2018

Hundetipps – Passen oder passen nicht….

-    oder Spielbeendigung von Socke - 
Socke im April 2018


Liebe Blogleser,

zurzeit können wir mit Socke  -wegen des sehr warmen Wetters und ihrer Lungenentzündung- kaum spielen. Das ist sehr traurig, denn Spielaufforderungen gibt es hier durchaus. Wir geben diesen drei- bis viermal nach und beenden dann aber das Spiel, um Sockes Genesung nicht zu gefährden. Gleichsam soll Socke natürlich nicht in Watte gepackt werden und auch  -neben den vielen Arztbesuchen- Normalität und Freude erfahren. 


Aber trotz dieser besonderen Situation möchte ich von Socke und ihren Spielgewohnheiten zu berichten.


Kennt ihr den Spruch, dass „der Mensch das Spiel mit dem Hund beginnen und beenden muss“.

Dienstag, 29. Mai 2018

Unbequem für alle Seiten…

- oder geteiltes "Leid" ist halbes "Leid" -
Socke im April 2018


Liebe Blogleser,

auch wenn Ihr jetzt auf einen ausführlichen Bericht über den Besuch beim Tierarzt hofft, kann ich nicht viel berichten. Es muss noch eine Untersuchung (sog. ACTH Test) gemacht werden, die am Freitag erfolgen wird.

Es ist noch nicht bekannt, ob der Tumor gut- oder bösartig ist. Wir dürfen also noch hoffen und tun das auch. Sehr sogar…….

Wir wissen nur, dass der Tumor  - wegen Einbrechungen in die Hohlvene – nicht zu entfernen ist und so gilt es zu prüfen, ob man gleich mit ihm die ganze Nebenniere entfernen kann. Mir würde das sehr zusagen, weil ich dann die Sache aus dem Kopf habe. Ich müsste mir keine Sorgen machen, ob der vielleicht gutartige Tumor irgendwann bösartig wird oder der bösartige Tumor wächst oder streut. Ob das alles möglich und  sinnvoll ist, das weiß ich nicht, noch nicht…. 

Mir geht es heute viel schlechter als gestern, ich konnte mich kaum auf die Arbeit konzentrieren, was aber auch der schrecklichen Hitze geschuldet ist.

Wir werden uns diesbezüglich im Übrigen erst wieder erklären, wenn wir Genaueres wissen. Es ist einfach zu traurig und nervenaufreibend.

Und solange möchten wir eigentlich hier gerne weiter von Socke berichten, bzw. heute von Socke und von mir.

Montag, 28. Mai 2018

"Yeah Baby, sie isst die Banane" ....

 - oder bei all dem Trübsinn auch ein wenig Spaß -
Socke im Januar 2018


Liebe Blogleser,

wir waren ja heute beim Tierarzt, von dessen Besuch ich jetzt aber nicht berichten möchte. Ich muss das alles erst einmal sacken lassen, verarbeiten und überlegen, ob und wie ich es niederschreiben möchte. Ich glaube zwar für mich, dass ich eine Entscheidung getroffen habe, aber ich muss noch einmal darüber schlafen. Einmal, zweimal, dreimal.....

Bei all dem Traurigen und Sorgenvollen rund um Socke möchte ich heute einmal ein wenig albern sein.

Vorab muss ich  sagen, dass ich immer ein großer Fan der Ärzte aus Berlin war. Hier in Nordrhein-Westfalen war das gar nicht leicht, denn hier gibt es die Toten Hosen aus Düsseldorf, die man eigentlich als „Landsmännin“ bevorzugen sollte. So kenne ich alle Lieder der Ärzte, bin sogar noch recht textsicher, obwohl das ja schon so lange her ist und ich die Musik auch heute nicht mehr höre. Komisch, dass man so unwichtige Dinge nicht vergisst.

Sonntag, 27. Mai 2018

Startschwierigkeiten ....


- oder unser erstes Blumenherz -



Liebe Blogleser,

einige von Euch haben vielleicht schon darauf gewartet. Nach den vielen winterlichen Herzchen in der Kategorie „Herzensangelegnheiten“ gibt es hier heute das erste Herz mit Blüten.

Wir entdeckten  - bereits im April - einen riesigen Strauch mit weißen Blüten und nahmen die Gelegenheit wahr.

Samstag, 26. Mai 2018

Ein Podest für Socke und mich.....

- oder ein Spaziergang am Dortmund - Ems - Kanal -  
Socke im April 2018


Liebe Blogleser,

wir hoffen, dass Ihr den ersten sehr warmen Tag gut überstanden habt. Wir sind froh, dass wir diesen Tag hinter uns gebracht haben, denn die Wärme bekommt Socke mit ihrer Lungenentzündung nicht so gut. Und auch mit dem Futter lief es bis zum Mittag nicht so gut.  Erst am Nachmittag hatte Socke Appetit. Die Behandlung dauert ja noch einige Wochen und da bin ich mir sicher, dass es immer mal wieder gute Tage geben wird und auch Tage, an denen es Socke nicht so gut gehen wird. Wir rechnen damit und lassen uns dvon nicht beirren.

Aber natürlich möchte ich nicht nur von Sockes Befinden berichten, sondern auch weitere Bilder aus unserem Archiv zeigen. Und so nehmen wir Euch heute mit zum Dortmund - Ems - Kanal, an dem wir diesmal in Richtung Lüdinghausen liefen.  

Leider muss ich Socke an der Brücke tragen, weil dort immer sehr viele Glasscherben auf dem Weg liegen. Es scheint wohl eine große Freude zu sein, vom Treppenhaus der Brücke Glasflaschen herunter zu werfen. Für Fahrradreifen und Hundepfoten hält sich die Freude aber in Grenzen. Und auch der Rasen um die Brücke herum, sieht nicht wirklich schön aus....