Mittwoch, 9. Januar 2013

Für Socke - 1. Jahrestag am 21.09.2011

 Socke - Ein Rückblick auf unser erstes gemeinsames Jahr...

Socke am 31.12.2012 in Haltern am See - Westruper Heide

Seitdem ich denken kann, wünsche ich mir einen Hund. Es hat aber lange gedauert, genau gesagt musste ich 41 Jahre warten, bis mein Traum in Erfüllung ging. 

Socke zog ein. 

Ich hatte es ja immer geahnt, jetzt weiß ich es. Für mich ist das Leben mit einem Hund das höchste Glück. Auch wenn nicht jeder unserer Freunde/der Arbeitskollegen/ unserer Familienmitglieder/der Nachbarn und sonstigen Bekannten Verständnis hat, wenn ich einen ruhigen Abend mit Socke einem Treffen in der Kneipe vorziehe. Wenn ich nicht mit den Mädels shoppen gehen möchte, weil ich Socke nicht den ganzen Tag alleine lassen will. Wenn ich eine Einladung zum Kaffee nachmittags ablehne, weil Socke schon am Vormittag  alleine war. Wenn ich auf alles verzichte, weil  Hunde  nicht erwünscht sind….

Aber wenn Socke ihren Kopf auf mein Bein legt, sie mir auf Schritt und Tritt folgt, mich anschaut und wenn ich spüre wie bedingungslos sie mir vertraut, ist das für mich ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Wenn ich sehe wie sie über eine Wiese läuft, wie sie mit mir spielt und sich auf den Rücken legt, um sich den Bauch kraulen zu lassen, dann geht es mir gut.

Ich brauche kein Yoga oder autogenes Training, mein Entspannungs-programm heißt Socke. Dabei ist sie selbst mit wenig zufrieden. Es scheint sie glücklich zu machen, wenn sie bei mir ist. Es scheint ihr wirklich egal zu sein, wer ich bin und  was ich habe. Das ist so grundlegend ehrlich, wie man es nie bei einem Menschen finden wird.

Es gibt so viele Menschen die Hunde nicht mögen und das ist auch vollkommen in Ordnung so. Niemand muss Socke mögen, aber ich wünsche mir, dass andere Menschen akzeptieren, dass ich sie so sehr liebe. Niemals würde ich Socke für irgendjemanden, der uns besuchen möchte, aber keine Hunde mag, wegsperren oder sie in einem Lokal in einen Nebenraum lassen. Lieber verzichte ich auf einen Besuch / einen Urlaub oder eine Einladung.

Im März 2010 verstarb mein Vater nach langer Krankheit. Trotz seiner Erlösung lag die Trauer und Bedrücktheit wie ein Schleier über die Familie. Socke konnte diesen Schleier lüften. Das Lachen und die Freude kamen langsam zurück. Ich war mit Socke am Grab meines Vaters und bin mir sicher, dass auch er Socke gemocht hätte und sich für uns gefreut hätte.

Persönlich habe ich das Gefühl, unsagbar viel von Socke gelernt zu haben. Wie viele Regenbögen hätte ich niemals gesehen, weil ich zu Hause auf der Couch gesessen hätte anstatt spazieren zu gehen? Wie viele Menschen hätte ich niemals kennen gelernt? Sei es virtuell in Hundeforen oder sei es real bei den vielen Spaziergängen? Wie oft hätte es keinen Grund gegeben so herzlich zu lachen.

So viel habe ich ihr zu verdanken. 

Liebe Socke, ich habe Dich über alle Maßen lieb und wünsche mir von ganzem Herzen, dass Du gesund bleibst und wir noch viele wunderbare Jahre miteinander verbringen können.

Sabine

Kommentare:

  1. Berührend, diese Liebeserklärung.

    Aus jedem Wort strahlt mich Socke an und dein Glück im Umgang mit ihr steckt in jeder Zeile.

    Noch viele schöne gemeinsame Jahre wünsche ich euch.

    Ursel und die Tibeter

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  2. Sockenhalterin SabineJanuar 10, 2013

    Liebe Ursel,

    vielen lieben Dank. Ja, Du hast recht. Socke macht mich glücklich und ich liebe sie über alles. Aber wem sage ich das. Du weißt ja, was ich meine, nicht wahr?

    Viele Liebe Grüße

    Sabine

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