Mittwoch, 10. Mai 2017

Neben all dem Spaß ein ernstes Thema....

-   oder was muss man über die Socke-nBetreuung wissen -
Socke im April 2017



Liebe Blogleser,

auf dem Blog des Indianermädchens & des Wildfangs wurde eine sehr humorvolle "Gebrauchsanweisung" für die Aussiemädels gepostet. Eine ähnliche,  nicht ganz ernstgemeinte Gebrauchsanweisung für Socke gab es bei uns im Januar 2014.

Ins Rollen gebracht hatte das Thema die liebe Nicole, als sie zu Beginn des Jahres Moe mit seinem Herrchen alleine lassen musste und einen Tagesplan für Herrchen erstellte, wie er Moe zu versorgen hat. Ich fand das sehr lustig, bin aber in der glücklichen Lage, dass ich dem Socke-nHalter so einen Plan nicht erstellen muss. Die Spiel- und Leckerligabezeiten werden hier nicht so streng gesehen und richten sich eher nach Sockes Schlafzeiten und Befindlichkeiten.  Die Gassizeiten orientieren sich hingegen an den Fütterungszeiten und finden etwa alle vier Stunden statt.





Dennoch gibt es auch hier Dinge, bei denen der Socke-nHalter im Rahmen der Betreuung nachfragen muss, weil ich die meisten Dinge mit und für Socke erledige. Das betrifft vor allem die Zubereitung des Futters und die Medikamentengabe.  Geht Socke in die Betreuung, dann beschrifte ich die Futterportionen  mit den Uhrzeiten der Gabe und welche Medizin wann zu geben ist. Ansonsten lasse ich den Betreuern freie Hand, wie sie den Tag mit Socke gestalten.

Aber was wäre, wenn der Socke-nHalter und ich nicht mehr sind, sei es, dass wir durch einen Verkehrsunfall ums Leben kommen. Für diesen Fall haben wir mit lieben Freunden  (Sockes Familienbande) vor einiger Zeit vereinbart, dass sie Socke erst einmal zu sich nehmen, um sie  in gute Hände  - vielleicht auch mit Hilfe der Vorbesitzerin -  weiter zu vermitteln oder sie, wenn es mit ihren eigenen Hunden klappt, auch behalten würden.  Ich bin mir sicher, dass wir uns auf dieses Versprechen verlassen können. Und natürlich bin ich darüber sehr, sehr dankbar und glücklich. Denn ich möchte unter gar keinen Umständen, dass Socke jemals auch nur einen Tag in einem Tierheim sitzen muss. 



Da uns die Lieben auch bald wieder besuchen werden *Juhu* , kann und werde ich sie von dem hier vorhandenen Ordner unterrichten, in dem alle wichtigen Dokumente von Socke sind. Damit meine ich jetzt nicht die Ahnentafel und den dem Impfpass. Ich meine vor allem, die Versicherungsunterlagen, die Bezugsquelle der Nährstofflösung, die Medikation, die Anschrift des Tierarztes, der Physiotherapie und der Tierheilpraktikerin.  Wir werden zudem etwas Geld zur Verfügung stellen, damit die Abholung und Versorgung von Socke erst einmal möglich ist.

Die Mappe soll jetzt zeitnah vervollständigt werden mit den Rezepten zur Herstellung von Sockes Futter, der genauen Erkrankungen  und der Anschrift unser lieben Helfe für die Menschen, die unser Haus ausräumen. 



Aber natürlich hoffen wir, dass ein solcher Fall niemals eintritt  und Socke bis zum Ende ihrer Tage bei uns beiden verbleiben kann.


Aber zurück zum Anfang des Beitrages. Hier gibt es recht wenige Anweisungen für die kurzfristige Betreuung des Söckchens und so lustige Anweisungen schon gar nicht.




Futter

Sicher ist es wichtig, dass Socke zur Vermeidung von Magenproblemen um 08:00, 12:15, 16:45, 21:00 und 01:30 Uhr ihr Futter nebst Medizin bekommt. Ja, bei einer 24 - Stundenbetreuung muss man auch einmal in der Nacht aufstehen. 


Gassi gehen 

Socke sollte zur Auslastung etwa drei Stunden am Tag Gassigehen, bevorzugt vor den Mahlzeiten. Dabei sollte die erste Gassirunde am Morgen möglichst ohne Hundekontakt stattfinden, damit Socke ihre Geschäfte ganz in Ruhe und alleine verrichten kann. Dabei wird für das große Geschäft Rasen als Untergrund bevorzugt. Auf den übrigen Gassirunden sollten Suchspiele oder kleine Übungseinheiten eingebaut werde, um zu vermeiden, dass Socke ihre Langeweile mit herabgelassener Rute zum Ausdruck bringt.




Hygiene 

Einmal am Tag, bevorzugt nach dem Aufstehen,  muss Sockes Fell gründlich durchgebürstet, die Augen gereinigt und die Ohren kontrolliert werden. Natürlich muss auch der Zopf neu gemacht werden. Die genaue Anleitung für einen Zopf, findet man hier




Übelkeit

Sollte es Socke schlecht gehen, dann bietet sich die Verwendung einer Wärmeflasche / Kirschkernkissen für den Bauch an. Sollte Socke erbrechen, ist die Farbe des Auswurfs entscheidend für das weitere Tun.

Ist der Auswurf weiß, dann besteht kein Handlungsbedarf. Ist der Auswurf gelb, hat die Verdauung bereits begonnen und man sollte die Rufnummer des Tierarztes vorsichtshalber schon einmal heraussuchen. Ist der Auswurf braun und übelriechend, handelt es sich um das Sekret des Zwölffingerdarms und der Tierarzt sollte sofort aufgesucht werden.




Ansonsten ist Socke äußert pflegeleicht.

Nach der ersten Gassirunde bis zur Mittagsmahlzeit ruht Socke sehr gerne und ausgiebig. Sie meldet sich meist pünktlich zum Mittagessen mit Gassirunde von alleine.


Sie freut sich über stundenlanges Bauchkraulen und zeigt sehr deutlich, wann sie Lust hat zu spielen. Sie wird albern, kaspert herum und springt an einem hoch. Dieses Stimmungshoch sollte man zur eigenen Belustigung auf jeden Fall einmal ausnutzen. Dabei sollte Socke die Chance bekommen, einige Leckerli abzustauben. Die Tagesration von 30g Leckerchen ist schließlich in den Ernährungsplan eingepasst und sollte nicht vergessen werden. Weiteren Charmoffensiven von Socke, die ausschließlich dazu dienen, etwas mehr von den Leckerchen abzustauben, sollten ignoriert werden. Meist bekommt Socke davon fürchterliches Sodbrennen.

Ansonsten ist es Socke wichtig in Gesellschaft von Menschen zu sein, egal wo und wie lange. Obwohl sie auch einmal kurz alleine bleiben kann, ist es Socke ein großes Vergnügen die Menschen bei ihren Aufgaben und Erledigungen zu begleiten. Zum Glück kann man Socke überall mit hinnehmen, sei es zu dienstlichen Terminen, Seminaren pp., zu Besorgungen in der Stadt, Restaurantbesuchen und Treffen mit Freunden. Bis auf ein lautes Schnarchen unter dem Tisch oder ein zaghaftes Anstubsen, wenn Socke nach Hause möchte,  wird man von Socke nicht merken.  


Und für den Fall,  das man so  gar nicht weiß, was man mit Socke machen soll, was Socke mag und was ihr Freude macht, kann man  ja unseren Blog mit den täglichen Beiträgen lesen. Da finden sich genug Anregungen…..


Habt Ihr eigentlich auch Vorsorge getroffen und gibt es bei Euch auch solche Betreuungspläne?



Viele liebe Grüße



PS. Wirklich passende Bilder zu dem Beitrag gibt es naturgemäß nicht. Die hier gezeigten Bilder stammen alle von einer Gassirunde im April 2017

Kommentare:

  1. Nö, einen Vorsorgeplan haben meine Menschen für mich nicht gemacht, aber natürlich doch ein bisschen für den schlimmsten Notafall vorgesorgt. Ich käme in einen Haushalt wo bereits ein Labi wohnt - hoffen wir dass das nie, nie passiert.
    Deine Ayka

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    1. Nun, wenn man gesund und munter ist, dann braucht man auch keinen Plan. Aber es ist doch gut zu wissen, was man im Falle eines Falles tun kann. Uns beruhigt das sehr.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  2. Liebe Sabine,

    da hast du wirklich ein sehr ernstes Thema angesprochen, aber es ist gut, dass man für den Notfall gerüstet ist, auch wenn er hoffentlich nicht eintritt. Bei Sockes Betreuung ist natürlich einiges zu beachten, da kannst du froh sein, dass eure Familienbande sie nehmen würde. Denn es dauert sicher einige Zeit, bis Socke ein Zuhause finden würde, das diesen Ansprüchen gerecht werden könnte. Aber wir hoffen ja einfach mal, dass ihr die Mappe einfach nur zum Einstauben hinstellt und sie nie wirklich gebraucht wird.

    Liebe Grüße

    Britta

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    1. Ich sehe das genauso und finde es wichtig, dass man sich die Frage stellt. Ich gehe mal davon aus, dass dieser Fall nicht eintreten wird, aber es ist gut zu wissen, dass wir Hilfe bekommen. bei kurzfristigen Ausfällen haben wir die Betreuung, die sich Socke annehmen würde….

      Leider ist Socke wegen ihrer Erkrankungen, der aufwändigen Fellpflege und des Alters sicher ein nicht leicht zu vermittelnder Hund. Insoweit sind wir auch sehr froh, dass sich diese lieben Menschen Socke annehmen. Sie haben Sockes Tochter, die Socke in ganz vielen Dingen ähnlich ist, was die Sache natürlich auch leichter macht. Zudem kennen sie sich in der Fellpflege aus und sind nicht mehr berufstätig. Es ist für uns ideal….

      Wir gehen auch davon aus, dass der Fall nicht eintreten wird. Aber besser so als anders….

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  3. Na da kann ja nicht mehr schief gehen, außer das es eben schief geht und Euch passiert etwas. Das wollen wir nicht hoffen, sonst kann aber die ganze Verfolgermeute hier das Söckchen ohne weiteres versorgen.
    LG aus dem fürsorglichen Otti
    Michael

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    1. Das ist sehr lieb und freut uns natürlich. Ich denke immer, wenn man solche Dinge geregelt hat, dann passiert meistens auch nichts. Oft ist Vorsorge ja unbegründet. Aber eben lieber so anders.

      Ganz lieben Dank und viele Grüße
      Sabine ZN

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  4. Ein wirklich ernstes und wichtiges Thema - und Du hast es sehr schön verpackt.
    Bei uns gibt es auch so eine Mappe und es gabe ja auch in der alten Heimat (gibt es natülcih noch immer) jemanden, der sich im schlimmsten Fall um unsere Vierbeiner kümmern würde.
    In der neuen Heimat haben wir noch keine so richtige Notfall-Lösung gefunden ... aber Du hast mich daran erinnert es wieder auf die Liste zusetzen.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara - die allerdings keine "Gebrauchsanweisung" haben ;)

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    1. Nun, dann war es ja doch richtig, darüber zu schreiben, wenn es Dich erinnert. Ich musste nur daran denken, als ich die Beiträge las und bin sehr froh, dass wir eine Lösung gefunden haben. Ob diese immer bleibt oder, wie bei Euch sich dort die Dinge auch ändern, das weiß man ja nie. Mir ist es wichtig, dass ich mich um solche Dinge kümmere.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  5. Huch, da hast du aber wirklich ein ernstes Thema angesprochen. Ich hoffe sehr, dass ihr diese Mappe nie brauchen werdet.
    Liebe Grüsse
    Nadine & Ciarán

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    1. Sicher kein schönes Thema, aber für uns ganz wichtig….. Wir hoffen natürlich auch.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  6. Nein, wir haben noch nicht vorgesorgt. Charly würde aber im Ernstfall in der Familie bleiben. Dein Betreuungsplan ist sehr detailiert, da kommt bestimmt jeder damit zurecht.
    Was wir ja nicht hoffen, ...

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

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    1. Da wir niemanden in der Familie haben, der sich kümmern könnte, war es notwendig sich darum zu kümmern....

      Wir hoffen mit Euch....

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  7. Liebe Sabine,
    das ist ein wichtiges Thema, denn keiner möchte doch das sein Vierbeiner im absoluten Notfall im Tierheim landet. Gerade bei chronisch kranken Tieren muss die "Gebrauchsanweisung" sehr ausführlich sein. Wobei man doch immer hofft das dieser Notfall nie eintritt. Aber es ist beruhigend wenn alles "geregelt" ist. Unsere Tiere würden alle in der Familie bleiben. Emma ist pflegeleicht, aber für Lotte gibt es auch einen Versorgungsplan.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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    1. Auch wir sind voller Hoffnung, dass dieser Fall nicht eintreten wird. Aber mir ist es lieber, dass ich mich kümmere und ich brauche die Hilfe nicht, als umgekehrt. Mich begleitet die Angst auch nicht immer, aber ich gebe zu, dass mich dieser Umstand der Regelung erleichtert.

      es ist ein gutes gefühl, wenn man sich auf die famile verlassen kann. Bei uns gibt es natürlich Familie, aber entweder würde ich Socke - schon wegen des seltenen Treffns - ungerne dorthin geben oder die Lieben wären mit der Versorgung überfordert.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  8. Ich bin mir ganz ganz sicher, dass der Fall nicht eintreten wird, dass Socke ohne euch auskommen muss. Das wäre eine so schreckliche Vorstellung, dass ich mir bei Genki und Momo nie Gedanken gemacht habe, denn ich wüsste wirklich nicht, was mit ihnen passieren würde. Wir haben ja leider nicht einmal jemanden, den wir die beiden auch nur für die Zeit eines Urlaubs anvertrauen würden.
    Bei uns liegt das aber nicht so sehr an Erkrankungen oder aufwendiger Fellpflege, sondern vor allem an ihrem Verhalten. Ich sehe immer wieder, wie selbst Familienmitglieder, die die beiden kennen, die beiden im Umgang bei Hundebegegnungen einfach nicht handhaben können - Zum Teil weil sie mir schlichtweg nicht glauben, wie ernst zu nehmen diese Situationen sind. Momo ist letztens bei einem Spaziergang, bei dem mich meine Mutter begleitet hat und für Momo "zuständig" war, zu einem Hund gelaufen und hat eine Stänkerei angefangen. (Bzw. er hat angefangen und sie dann eben mitgemacht, aber das ist ja nebensächlich. Sie hätte erst garnicht zu dem Hund gelassen werden dürfen, denn er war - aus gutem Grund - angeleint) Es war nicht mal etwas ernstes, Genki ist ja unser großes Problemkind, nicht Momo, aber meine Mutter war völlig entsetzt von ihrem Verhalten und sagte mir, sie habe immer geglaubt "ich übertreibe halt" ! - Dabei hat sie Genki noch nie so wirklich in Aktion gesehen und weiss nicht Mal, was wirklich schlimm ist. Aber mir wird eben nicht geglaubt...
    Der Gedanke, dass jemand anderes mit den beiden draußen laufen muss, bereitet mir wirklich große Sorgen.
    Ansonsten gäbe es bei Momo nur ihre Hyposensibilisierung zu beachten, aber das ist ja kein großes Thema und wenn man es sich nicht selbst zutraut, kann man auch zum Tierarzt gehen.

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    1. Ich gehe mal davon aus, dass auch bei Euch dieser Fall niemals eintreten wird.

      Es wäre ja schon sehr traurig. Wir haben uns aber mal getraut und haben derartige Themen mit Sockes Betreuerin angesprochen. Die wird Socke immer nehmen, wenn es Krankenhausaufenthalte, Rehamaßnahmen, dienstliche Verpflichtungen und dergleichen geht. Vielleicht würde sie Socke auch ganz aufnehmen. Aber sie ist auch schon älter und ich weiß nicht, ob sie mit Sockes Pflege überfordert wäre. Bei ihr hätte es Socke sehr gut.

      Aber für den Fall, dass sie nicht einspringen kann, haben wir eine tolle Option, die uns sehr beruhigt. Es geht auch gar nicht darum, dass Socke in der Familie auufgenommen wird, sondern, dass man sich kümmert, dass Socke zu den richtigen Menschen kommt. Sie kennen die Rasse, sie kennen Socke und würden bestimmt die richtigen menschen auswählen. Und sie würden auch ein Auge darauf haben. Ich bin sicher.

      Es ist natürlich sehr schade, dass Deine Mutter Deine Worte nicht ernst nimmt. Ich glaube aber, dass das nicht ungewöhnlich ist ;o). Es ist vielleicht daher ganz gut, dass sie Momo so erlebt hat.

      Ich bin mir sicher, dass es unter Euren Freunden jemanden gibt, der sich der beiden annimmt und zumindest für beide ein gutes Zuhause suchen würde. Hundeerfahrene Menschen, die kleine Notfälle aufnehmen gibt es doch meistens. Ich denke zum Beispiel an Kiwis und Cathys Rudel, die bullierfahren sind und die Euch vielleicht gerne helfen, was aber nie nötig sein wird.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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