Freitag, 24. März 2017

Zeitumstellung bedeutet für uns….

 - oder Gedanken und die Fütterungszeiten –
Socke am 12.02.2017


Liebe Blogleser,

an diesem Wochenende werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Uhren um eine Stunde vorgestellt.

Wer sich für die Hintergründe der Zeitumstellung interessiert und weitere Informationen sucht, der findet einiges hier. Ich möchte nur kurz die Gründe andeuten.

Eingeführt wurde die Zeitumstellung erstmals am 30. April 1916 anlässlich des ersten Weltkrieges, um den Energieverbrauch durch Auskostung des Tageslichtes zu minimieren. 1919 schaffte Deutschland die ungeliebte Kriegsmaßnahme wieder ab. Im Zweiten Weltkrieg führte Deutschland 1940 die Sommerzeit erneut in Erwartung einer Energieeinsparung für einige Jahre ein. Die Ölkrise 1973 führte zu einer Rezension und es musste gespart werden. Die BRD zögerte, da man Deutschland nicht noch zusätzlich zeitlich teilen wollte. Erst als  1979 die damalige DDR die Einführung einer Sommerzeit für das folgende Jahr verkündete, galt diese 1980 in beiden deutschen Staaten. Als letztes Land in der Mitte Europas schloss sich die Schweiz 1981 der Sommerzeit an. Quelle

Also seit 1980  bewegen uns die Argumente für und gegen die Zeitumstellung. Ich persönlich brauche die Zeitumstellung sicher nicht.


Ja, ich kann in der Sommerzeit ein paar Wochen früher ohne Taschenlampe die letzte Runde mit Socke um den Block gehen. Dafür brauche ich diese aber auch wieder am Morgen. Im Übrigen bin in den ersten Wochen nach der Zeitumstellung recht müde, so dass ich meist früher ins Bett gehe und die längeren Abende nicht wirklich nutze.

Aber ich komme stets einige Wochen nach der Umstellung wieder gut zurecht. Andere Menschen leiden sicher mehr.


Die Umstellung auf die Winterzeit fällt mir eigentlich schwerer, weil ich dann die Arbeitstage so lang finde und immer schon eine Stunde vor der Mahlzeit so großen Hunger habe und das ist wirklich richtig grausam für mich.

Aber was bedeutet die Zeitumstellung für unsere Hunde? Ich habe ehrlich gesagt in den letzten Jahren bei Socke keine offensichtlichen Veränderungen feststellen können. Ich vermute, dass Socke  - bei der Umstellung auf die Sommerzeit - morgens auch noch müde ist, aber lieb wie sie ist, mit mir ihre erste Runde läuft. Auch ihre Geschäfte verrichtet sie in gewohnter Manier. 


Im Übrigen musste Socke seit September des letzten Jahres morgens erst eine halbe, ab Oktober dann eine ganze Stunde früher aufstehen. Zudem Zeitpunkt  erkrankte der Socke-nHalter erneut und ich musste Sockenach der eretsen gassirunde, aber vor der Arbeit in die Betreuung bringen. Dort hat sie sich dann zwar auch immer sofort wieder zum Schlafen hingelegt, aber die vorgezogenen Gassirunden hat sie mit Bravour gemeistert.

Schaut man sich im Internet zu der Frage um, ob unsere Hunde auch unter der Zeitumstellung leiden, dann wird dies meist bejaht und es werden Tipps gegeben, wie man den Hunden helfen kann. Insbesondere sollte man die Fütterungszeiten langsam anpassen. Man soll sich viel bewegen, damit der Hund schön müde ist. Es werden Massagen zur Entspannung empfohlen oder die Beschäftigung mit Kauartikeln. Zudem sollte man als Mensch entspannt bleiben, um dem Hund beim Entspannen zu helfen.



Und auch wir haben uns gefragt, ob wir etwas beachten müssen. Da Socke durch unsere verschiedenen und wechselnden  Arbeitszeiten sowie  die Wochenenden bzw. Urlaubszeiten bei den Gassizeiten – anders als die Fütterungszeiten -  flexibel ist, meinen wir, dass wir präventiv nichts umstellen sollten. Natürlich sollten wir die Augen aufhalten und reagieren, wenn es Socke nicht gut geht.

Bei uns dreht es sich eigentlich nur um die Frage der Fütterungszeiten. 

Socke bekommt jeden Tag, wirklich immer, Alltags, an den Wochenden, an Feiertagen und im Urlaub etwa um 08:00 Uhr, gegen 12:15 Uhr, etwa um 16:30 Uhr, dann wieder gegen 20:45 Uhr sowie zuletzt 01:30 Uhr ihr Futter. Es kommt sicher nicht auf 5 – 10  Minuten an, aber wir sind schon sehr gewissenhaft, was diese Zeiten betrifft. Den Grund dafür werden wir auch noch im Verlauf des Beitrages verdeutlichen können.



Da jetzt die Uhren vorgestellt werden,  bekommt Socke  ihre Portionen also nur eine Stunde früher als sonst.

Socke bekommt diese vielen Mahlzeiten in kurzen Abständen, damit sie kein starkes Sodbrennen bzw. keine Magenschmerzen hat. Beides wird verhindert,  wenn der Magen immer mit einer bestimmt großen Mengen leicht verdaulichem und püriertem Futter in regelmäßigen Abständen gefüllt wird. Die überschüssige Magensäure kann die angegriffenen Magenschleimhaut  - anders als bei einem leeren Magen - also nicht reizen und angreifen. Zu lange satt machen oder zu schwer verdaulich darf das Futter nicht sein, denn Sockes Magen ist nicht so robust.

Mit der jetzigen Zeitumstellung verändert sich nichts, nur dass Socke eine Stunde früher, aber in gleicher Anzahl mit den gleichen Zeitabständen das Futter bekommt.

Anders sieht aber  Ende Oktober aus, wenn die Uhren eine Stunde zurückgestellt werden. Hier müssen wir beachten, dass sich Socke sehr schnell an ihre Fütterungszeiten gewöhnt und ihr Futter einfordert. Es gilt zu vermuten, dass sie zu den Fütterungszeiten Hunger hat und schon vermehrt Magensäure produziert wird (sog. Pawlower Reflex).

Diese würde den leeren Magen angreifen, zu Sodbrennen,  Magenschmerzen und Erbrechen führen. Um dies zu verhindern,  müssen wir tatsächlich ab Oktober die Fütterungszeiten langsam anpassen. Wir wählen in der Regel 20 Minuten Zeitfenster, die wir je eine Woche ausdehnen. Nach drei Wochen kann dann die Winterzeit mit den identischen, aber zeitlich angepassten Fütterungszeiten beginnen.



Die Medikamentengabe bleibt hingegen gleich. Mit der Morgenmahlzeit bekommt Socke ihr Cortison, mit der letzten Mahlzeit ihren Magenprotonenhemmer. 


Und nun sind wir natürlich sehr gespannt, wie ihr und Eure Fellnasen mit der Zeitumstellung zurechtkommen.


Viele liebe Grüße






PS. Das es zu dem Beitrag keine passenden / aussagekräftigen  Bilder gibt, zeigen wir Euch einige Bilder von einer Morgenrunde am 12.02.2017.

Kommentare:

  1. Uns geht es eigentlich auch nur um Lottes Fütterungszeiten. Die Zeitumstellung auf die Sommerzeit fällt uns leichter. Aber zur Winterzeit stellen wir die Fütterungszeiten im 10 Minuten Takt um. Allerdings finde ich die Zeitumstellung ziemlich überflüssig.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, sogar im 10 Minutentakt? Bei uns klappt es ganz gut mit 20 Minuten und so werden wir es wohl auch weiter zu handhaben. Im Übrigen haben wir die fütterungszeiten doch etwas bei der jetzigen Zeitumstellung angepasst. Es gibt das Futter in dieser Woche erst einmal um 08:30, 12:50, 17:00 und 21:15 Uhr. Das hatt aber damit zu tun, dass auch wir Zweibeiner die Essenszeiten langsam verkürzen wollen.....

      Nun, wir können ja nichts dagegen tun. Es handelt sich um eine europaweite einheitliche Geschichte und da kommt es noch nicht einmal auf uns Menschen in deutschland alleine an.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

      Löschen
  2. Wuff, ich brauch immer einige Zeit bis ich mich an die neue Uhr gewöhnt habe, im Frühjahr geht das ganz gut, da freu ich mich - wenn alles etwas früher passiert -doch im Herbst ist es zum verzweifeln, denn Warten gehört jetzt echt nicht zu meinen Stäreken.
    Ein erfolgreiches Zeitmanagement wünscht
    Ayka

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ich reiche Dir die Pfote, liebe Ayka. Ich bin auch schrecklich ungeduldig und die Umstellung zur Winterzeit ist für mich auch soooo hart.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

      Löschen
  3. Ohje, da müsst ihr wirklich viel beachtet. Ich könnte auch getrost auf die Zeitumstellung verzichten, aber uns fragt ja keiner. Ich habe früher immer gemerkt, dass Hunde eine innere Uhr hatten. Sie haben nach der Zeitumstellung immer zur Gassizeit nach alter Zeit gedrängelt, so dass wir die Gassizeiten anpassen mussten. Futtertechnisch nahmen unsere Hunde es, wie es kam, allerdings hatte auch keiner solche Magenprobleme.

    Liebe Grüße

    Britta

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Zum Glück ist Socke beim Gassigehen sehr flexibel und genügsam. Da merken wir die zeitumstellung nicht... Alles andere lernt man mit der Zeit. Kein Problem.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

      Löschen
  4. Bei uns habe ich noch nie irgendeine Auswirkung bezüglich der Zeitumstellung auf Genki und Momo feststellen können, allerdings gibt es bei uns auch ohnehin keine "festen" Zeiten. Wenn das Herrchen arbeitet, geht er ziemlich pünktlich morgens mit ihnen raus, wenn er nicht arbeitet, gehe ich morgens raus, aber dann meistens eben einfach wann immer Genki und Momo aufstehen. Oft stehen sie ziemlich bald nachdem ich aufgestanden bin auch auf, aber es gibt auch Mal Tage, da schlafen sie bis 10 durch. Auch unsere Zeit unserer langen Mittagsrunde ist immer etwas unterschiedlich. Auch da gehen wir, wenn das Herrchen arbeitet, raus, wenn er von der Arbeit kommt. Das ist meistens gegen halb vier/vier, aber wenn er frei hat und ich einen längeren Ausflug mache und gerade im Winter länger etwas von der Sonne haben möchte, gehen wir auch Mal schon um 2. Oder im Hochsommer, wenn es sehr heiß ist, gehe ich Mittags nur eine kurze Runde um den Block und machen dafür nur so spät wie möglich Abends eine lange Runde. Auch die Essenszeiten sind bei uns etwas unterschiedlich. Abends gibt es eigentlich ziemlich pünktlich pünktlich Futter aber morgens, gerade am Wochenende, kann es schon Mal passieren, dass sich Genki und Momo nach unserer Morgenrunde einfach wieder zum Langschläferherrchen ins Bett zurück legen und dann lasse ich sie schlafen und es gibt das Frühstück erst, wenn sie aufstehen. Das kann dann auch schon Mal erst um 11 oder 12 sein. Somit sind bei uns eigentlich kaum feste Zeiten vorhanden und die Zeitumstellung fällt Genki und Momo sicherlich garnicht auf. Bei euch ist das mit den Fütterungszeiten von Socke natürlich noch Mal ein Sonderfall. Ich bin aber froh, dass ihr die Umstellung doch innerhalb recht kurzer Zeit in den Griff bekommt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich finde es eigentlich auch sehr vorteilhaft, wenn man mit den Gassi - und Fütterungseiten flexibel ist. Und hilft es aber sehr die Sache sehr streng zu sehen, da Socke Medizin benötigt, mal mehr mal weniger. Die Präperate dürfen teilweise nicht gemeinsam verabreicht werden. Insoweit ist bei uns der feste Fütterungsplan ein große Hilfe. Aber wenn ich nicht müsste, würde ich es genauso handhaben wie Du.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke


      Löschen
  5. Zingara hatte mit der Zeitumstellung wohl weniger Mühe als ich selber. Da sie ihr Futter immer nach den Spaziergängen erhalten hat, war es wohl bereits derart ritualisiert, dass sogar eine Zeitumstellung keine Rolle spielte.
    Liebe Grüsse
    Nadine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist natürlich praktisch, wenn man das Futter mit dem gassigehen koppelt. Bei uns ändern sich die zeiten der gassirunden je nach Beginn der ersten Runde. Da wir etwa alle 3,5 Stunden Gassi gehen, kommt es zu äNderungen, die dann auch wieder mit den Fütterungszeiten in Einklang zu bringen sind. Eigentlich dreht sich der Tagesablauf sehr nach Sockes Futter. Solange es ihr gut geht....

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

      Löschen
  6. Ich finde die Zeitumstellung überflüssig. Eine Auswirkung oder ähnliches haben wir noch nicht feststellen können, außer, das wir Schichtarbeiter 1x im Jahr ne Stunde früher ins Bett müssen :D

    Liebste Grüße
    Dani mit Inuki und Skadi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Auch als Nichtschichtarbeiter werde ich, weil ich eben früher raus muss, früher zu Bett gehen müssen. Mein Wecker geht entweder um 04:15 oder um 05:20 Uhr und da ist eine Stunde früher schon sehr früh... Aber as hilft das Jammern?

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

      Löschen
  7. Bei uns im Haus bin auch ich die Einzige, die mit der Zeitumstellung so ihre Probleme hat - ich habe die letzen Wochen genossen, bei unserer Morgenrunde den Sonnenaufgang zu erlaben und jetzt muss ich wieder drei Wochen warten, bis ich mich darauf wieder freuen kann :) Da die Hunde bei allem sehr flexibel sind (bzw. sich nach mir richten) kommen die damit gut zurecht ... nur ich bin müde ;)

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich bin natürlich auch müde und frage mich, was das soll. Aber wir werden es nicht ändern können, also versuchen wir das Beste daraus zu machen und der zweite Tag ist schon geschafft. ;o)
      Sockes Futterumstellung hat auch ganz gut geklappt. Wir haben es heute auch etwas verzögert angehen lassen, aber nur, weil wir selber es nicht früher mit dem Essen geschafft haben. So ergab es sich und wir werden es diese Woche so handhaben….

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

      Löschen

Euer Kommentar ist genau das, was diesem Beitrag noch fehlte.
Wir danken für Euren Freudenspender, Spaßmacher und Infogeber.