Sonntag, 13. Januar 2013

Sockes Sicht - Der Barbier von Sevilla - Von Anfang an....


Meine Sicht der Dinge - Der Barbier von Sevilla

1. Teil



Samstag 27.8.2012

Ich habe etwas erlebt, was viele meiner Artgenossen  nicht erleben werden. Und wer hätte gedacht, dass ich, ich Socke es zusammen mit meinem Rudel erleben darf. Nun ich will es nicht allzu span- nend machen.

Heute war ein offenes Casting in Münster. Gesucht wurden Hunde jeder Rasse für eine Statistenrolle in Rossinis Oper "Der Barbier von Sevilla". Nun ja, mein FrauChen, ich nenne sie auch gerne Trulla und mein HerrcheChen, liebevoll auch  Heinz genannt, haben keinen Ambitionen mich berühmt zu machen. Es war auch gar nicht bekannt, wozu die Hunde gebraucht werden. Meinem FrauChen war klar, dass ich nicht alles gerne mache. Und was ich nicht machen will, das mache ich auch nicht. Ich bin nämlich ein Tibet Terrier, der nur für ihn sinnvolle Dinge tut, aber nichts tut, um seinem Rudel zu gefallen.  Also rennen, toben oder ein Auftritt mit vielen anderen Hunden, wäre nicht mein Ding gewesen. FrauChen wollte eigentlich gerne mal sehen, wie so ein Casting abläuft.
Na, ja sie war jetzt auch lange krank und es war ärztlicherseits angedacht, dass FrauChen auch mal was anderes sieht. Zudem war ja auch HerrChen dabei. Der lässt sich ja auch nichts entgehen. Mein FrauChen war sehr aufgeregt und informierte sich über den Inhalt der Oper, über den Regisseur und das Theater Münster. Sie wollte sich ja nicht blamieren. Wenn sie gewusst hätte, dass es nur auf uns Fellnasen ankommt und sie dies sich hätte sparen können und mir lieber den Bauch kraulen können. Aber meine Trulla ist eben so, bloß nicht unvorbereitet sein. Ihr fehlt manchmal wirklich die tibe- tische Ruhe, von der reichlich habe.
Eingeladen hat der Regisseur Aron Stiehl. Er ist sehr nett und hat selbst einen Hund. Einen Cocker-spaniel mit Namen Pancho, der ihn auch zur Arbeit begleitet. Pancho ist aber nicht ganz fit und daher nicht in der Lage eine Statistenrolle zu übernehmen. Zudem hat er  ja auch schon einen Job. Er passt im Vorraum des Bühneneingangs auf die Jacke von seinem HerrChen auf. Und ich sage Euch, das ist ein bedeutsamer, verantwortungsvoller  und nicht zu unterschätzender Job. Aber ich schweife ab....
Gesucht wurden nun Hunde jeden Alters und jeder Rasse. Für die ganz bekannte Arie des Barbiers" Figaro" sollte auch ein Hund in den Salon geführt werden. Und da der berühmte Barbier nicht jeden  Hund als Kunden akzeptiert, musste mit dem Casting eine Auswahl getroffen werden.
Nun standen wir da also, mit etwa 20 anderen Artgenossen. Einige waren schon sehr komisch, denn sie kläfften mich an. Warum geht das HerrChen mit solchen unsozialen Hunden zu einer solchen Veranstaltung?  Erkennt der 2-Beiner nicht, dass seinen Hunden das nicht gefällt. Es kamen sehr hübsche und freundliche Fellnasen, aber auch einige Streber, die meinten, sie müssten zeigen, dass sie schon mal eine Hundeschule von innen gesehen haben.
Und ich, ich legte mich hin und wartete mit meinem FrauChen, die sich auch schon dachte wir sind hier falsch......Ihr glaubt es nicht. Dann lest es doch in der WN vom 27.08.2012 selbst nach.

Das frisierte Double : Hund fürs Theater gesucht - Münster - Westfälische Nachrichten

Nun aber wieder zum Casting.  

Es erschient der Regiesseur und begrüßte uns alle. Ich glaube, er war überrascht, dass so viele Hundehalter mit ihren Fellnasen gekommen sind. Nun wurde  berichtet, was mit uns geplant ist. Ich gebe mal wieder, was gesagt wurde, aber verstanden habe ich das nicht. Muss ich ja auch nicht, mein Rudel war ja da.
Während der Arie " Figaro" soll ein  Hund in den Salon des Figaro geführt werden, vermeintlich frisiert werden, aber durch einen anderen Hund ersetzt werden. Wenige Minuten, also eine  Leerung eines normal gefüllten Napfes,  werde der Auftritt dauern, der am Anfang des ersten Aktes ist. Es werden dabei mehrere Personen auf der Bühne sein, nämlich der betreffende Hundehalter, der Barbier und weitere Statisten als Kunden des Salons. Und natürlich wird vor der Bühne das Orchester spielen. Was das alles bedeutet, dass weiß ich nicht. Aber solange mein Rudel noch zustimmend nickt, wird alles in Ordnung sein.
Nun zeige ich Euch noch zwei Fotos, denn schreiben mag ich nichts mehr. Meine Pfote tut schon weh. Aber keine Sorge, ich werde weiter berichten....
Na, dann schaun wir mal, was das hier gibt

Der Regiesseur Aron Stiehl  kommt und es geht los.
  Fortsetzung folgt....

Wuffige und fellnasige Grüße 

Eure Socke


1 Kommentar:

  1. Liebes Söckchen, ich freue mich riesig, dass du dein FrauChen jetzt beim Schreiben unterstützt! Deinen Bericht von dem Casting habe ich mit großem Interesse gelesen - ich kannte ja schon FrauChens Bericht, aber deine Sicht der Dinge fand ich super interessant!
    Bin schon gespannt auf die Fortsetzung,
    liebe Grüße
    deine Sali mit Chiru

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