- oder der 974. geschenkte Tag -
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Socke im Juli 2020
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Liebe Blogleser,
ich hoffe, dass ihr es noch nicht über seid und auch heute unseren Krankenbericht lesen mögt. Die Zeiten waren genauso und wir sind froh, sie hier konservieren zu können. Zudem ging es ja irgendwann wieder besser und wir werden zukünftig von vielen schönen anderen Dingen berichten können.
Ich schrieb damals, am 05. Juli 2020 zu Sockes Befinden.
Bevor ich den schon lange vorbereiteten Beitrag veröffentliche, möchte ich kurz zu Sockes Befinden schreiben.
Heute morgen ging es Socke nicht gut. Socke hustete und hechelte so viel,
wollte nicht laufen und auch die Fütterung war schwierig. Nur die
frisch gekochte Putenleber hat Socke gefuttert. Socke
ist aber so lieb, dass sie sich immer die Medizin einflößen lässt.
Wir
haben gesprochen - und geweint - , wie es weiter geht, denn so, wie wir
jetzt leben, finde ich das für Socke nicht schön. Gleichzeitig sind wir
erst 10 Tage in der Behandlung und schwere Erkrankungen gehen eben
nicht so schnell weg. Wir warten also das Blutergebnis zum Ende der Woche ab
und entscheiden dann neu. Zum Glück ging es Socke zum Mittag etwas
besser, sie schubberte sich, nahm einige Leckerli und ließ sich den
Bauch kraulen. Zudem liegt sie viel bei mir und zieht sich nicht nur
zurück. Wie jeden Tag, gibt es diese Mut machende Highlights. Gleichzeitig war die
Abendrunde, die wir gemeinsam liefen langsam und wenig erfolgreich,
aber wir waren zusammen, schweigend und mit Blick auf Socke lächelnd.
Als wir dann wieder heimkamen, bürstet ich Socke kurz durch und sie forderte ein
Leckerli. Ich legte drei kleine Leckerli gut sichtbar ins Wohnzimmer
und Socke suchte. Wir gaben ihr auf diese Weise noch einige Leckerli
und Socke hatte Freude, wurde etwas mobiler. Beim Schreiben der Zeilen
laufen mir die Tränen vor Freude. Mögen wir uns bitte nicht täuschen.
Mir
ist es wichtig, dass es Socke gut geht, wobei es natürlich auch Zeiten
von Erkrankungen und Unwohlssein geben darf. Aber es muss eine gute
Prognose geben und ein wachsendes Wohlbefinden. Socke soll gerne
futtern, mit Freude Gassigehen und ihre Lieblingsspiele spielen. Sie
soll sich freuen, lebensfroh und lustig sein. Und so ist es eben nicht, noch nicht. Es
bleibt also abzuwarten, aber es ist gut einen Plan und ein Ziel zu
haben. Das bringt etwas Ruhe in den Alltag und die Gedanken.
Auf der ersten Morgenrunde um 05:30 Uhr wollte Socke in die Richtung gehen, die wir sonst immer morgens gehen. Sie zeigt - zum Glück - wieder ihren Willen, dem ich hier aber nicht nachgeben konnte. Ich wollte so gerne laufen, um die Gedanken frei zu bekommen und Kraft zu tanken. Aber ich wollte die nächste Runde mit Socke genau diese Runde laufen.
Tja, und auf dieser Runde wollte Socke jetzt gar nicht mehr zu ihrer Lieblingswiese.
Es war ein mühsamer und langsamer Gang, auf dem wir auch noch zwei Hundehalter kannten, die fragten nach Socke und wir ins Reden kamen... Ach, es war so traurig und wir gingen gedrückt auseinander.
Einige
Leckerli nahm Socke aber schon....
So schlecht es Socke auch geht, etwas kühl geföhnt und leicht gebürstet zu werden, mag sie....
Es wurde viel geruht und gestreichelt.....
Von der Gassirunde des Socke-nHalters bekam ich das Bild mit einer etwas erhobenen Rute. Der Grund war aber kein Wohlbefinden oder Fröhlichkeit, sondern das Wolsfhundpi, das Socke aufregte... Auch fing Socke an zu bellen, wenn jemand am Haus war, wie der Postbote zum Beispiel. Für uns ein gutes Zeichen...
Es wurde püriert, was der Pürierstab hergab und Socke machte das ganz toll mit....
Mut machte uns auch das Schubbern und Nest machen. Ich hatte davon sogar Videos gemacht, die ich nun aber nicht mehr finden kann. Ihr müsst es mir so glauben.
Weniger schön war das Socke wieder unruhiger atmete ....
Die Abendrunde liefen wir zusammen, weil es uns wichtig ist, die Zeit gemeinsam zu verleben und gemeinsam zu sehen, wie es geht und wie eben auch nicht. Viel ging hier aber nicht.....
Die Runde war kurz und machte uns wenig Hoffnung auf Genesung, denn Socke nahm hier nichts, setzte sich aber immer wieder hin, um sich auszuruhen. Nur mit Leckerli und manchmal auch gar nicht, ließ sie sich zum Weitergehen bewegen. Wir hatten ja einen Plan auf die nächsten Blutergebnisse zu warten, der uns in dem Moment Halt gab... Wir gingen heim und hofften weiter.
Ich bin sicher, die Zeit wr sehr schwirig und geprägt von gemischten Gefühlen. Ich erinnere mich gut an die Tage Anfang letzten Jahres als wir auch nicht wussten wie es weitergehen wird und nicht sicherwren, ob wir Cara vom nächsten Termin auch wirklich wieder mit zurückbringen würden.
AntwortenLöschenWie gut, dass du es rückblickend schreibst - da ist die Beklemmung nicht so groß.
Liebe Grüße,
Isabella mit Cara und Shadow
Du findest immer die richtigen Worte und bringst es auf den Punkt, wobei es traurig ist, dass Du solche Erfahrungen gemacht hast...
LöschenEs liegt jetzt schon über ein halbes Jahr zurück und das ist gut. Inszwischen gab es andere Baustellen, aber aktuell hätte ich es auch nicht berichten können.
Hab ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
Sabine mit Socke
Es fällt mir teilweise schwer die Berichte zu lesen, erinnern sie mich doch so stark an das vergangene Jahr, wo wir 2 mal zu unserer Tierärztin gefahren sind und gedacht haben wir würden ohne Leona heim fahren. Beide Male hatten wir dann doch noch eine Idee mit unserer Tierärztin zusammen und wir mussten sie nicht für immer dort lassen, aber es waren so schwere Zeiten.
AntwortenLöschenIch kann es euch so gut nachfühlen und ich bin froh, dass Leona und Socke beide es gut überstanden haben. Auch wenn beide wohl nie wieder richtig gesund werden. Aber solange sie fröhlich sind und es ihnen gut geht, ist alles gut.
Liebe Grüße
Auenländerin
Das tut mir natürlich sehr leid, dass Dich die Beiträge an Eure schwere Zeit erinnern. Ich bin froh, dass ich sie erst jetzt veröffentlichen kann, denn aktuell wäre es nicht möglich gewesen. Ich weiß genau, was Du meinst. Aber sie haben es beide geschafft und ich bin zuversichtlich, dass sie beide auch noch eine schöne Zeit vor sich haben. Ich hoffe, dass unsere Berichte den Menschen verdeutlicht, dass es eine große Verantwortung ist, einen Hund bei sich aufzunehmen und, dass es eben nicht immer nur schön ist…
LöschenHoffen wir das Beste.
Hab ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
Sabine mit Socke