Montag, 5. Dezember 2016

Blogadventskalender 2016

- oder das 5. “tEurchen“ -



Liebe Blogleser,

heute ist der 5. Dezember, wir öffnen unser 5. Türchen und präsentieren Euch alles was mit E beginnt und mit Socke zu tun hat. 




E wie Einzelhund

Socke lebte zunächst in einem Hunderudel von 4 Hunden. Neben der älteren Zuchthündin gab es noch einen Rottweiler und einen Boxer. Später kamen noch zwei Zuchthündinnen und ein Mops dazu. Spätestens mit der Kastration,  die nach ihrem zweitem Wurf nötig wurde, hatte es Socke nicht mehr leicht in dem Rudel. Sie stand immer hinter an, ihre Markierungen wurde übermarkiert, sie durfte nicht zuerst zu ihrem Frauchen  usw. In der Welt der Zweibeiner würde man wohl von Mobbing sprechen. Und so war klar, dass Socke das Rudel verlassen musste. Sie  sollte fortan auch als Einzelhund gehalten werden. So steht es im Vertrag.

Jetzt wo Socke erkrankt ist, kommt ein zweiter Hund gar nicht in Betracht. Nicht nur, dass ich Socke dies nicht antun möchte, wäre mir die Pflege und Versorgung von zwei Hunden  - neben dem Socke-nHalter  - wirklich zuviel.

Aber auch schon vor dieser Zeit war mir klar, dass Socke sich beim Einzug eines zweiten Hundes zurückziehen und ich sie verlieren würde. Auch wenn ich Socke toll finde und mir so sehr gewünscht hätte, dass sie mit mir zusammen einen kleinen Welpen erzieht, kommt das nicht in Betracht. Socke wird ein Einzelhund bleiben. 





E wie Entfilzen

Sockes Fell bedarf der Fellpflege. Das abgestorbene Fell fällt bei den Tibet Terriern nicht von alleine aus, sondern muss mit Entfilzungswerkzeugen herausgearbeitet werden. Dies ist bei Socke einmal in der Woche nötig. Nur so wird die Haut durch die Unterwolle ausreichend belüftet, verfilzt  und erkrankt nicht.  Gebürstet werden muss Socke täglich.  Ich erledige diese Aufgabe sehr gerne, auch wenn es viel Arbeit und  viel Zeit kostet. Doch schafft dies auch eine enge Bindung zum Hund, zumal Socke sich dies gerne gefallen lässt.




E wie Ernährungsplan

Nach der Endoskopie war klar, was genau Socke hat und wie wir die Erkrankung am Besten in den Griff bekommen können. Wir müssen ein Leben lang für Socke kochen, das Essen muss püriert werden und es muss in mindestens vier Portionen am Tag gegeben werden. Geht es Socke schlecht, müssen wir die Futterration in 6 Portionen geben und eine weiter Portion in der Nacht anbieten.

Nun, wie koche ich für einen Hund und wie bekommt Socke alle notwendigen Nährstoffe? Ich habe es erst  nach den Vorschlägen der Tierklinik gekocht und das Futter mit pflanzlichen Mitteln aufgewertet. Doch ich bin daran gescheitert, dass die Angaben auf den Verpackungen zu ungenau waren. Bei der Nachfrage bei den betreffenden Unternehmen verwies man entweder auf das Geschäftsgeheimnis   oder musste Schwankungen bei den Werten zugestehen. Insoweit waren die ersten Blutergebnisse nach meinen Kochkünsten nicht in allen Bereichen optimal.
 
Also wandten wir uns – auf Anraten unseres Tierarztes - an die TU München und haben dort für Socke einen Ernährungsplan erstellen lassen. Zur bestmöglichen Versorgung gibt es noch eine auf Socke zugeschnittene Nährstoffmischung. Einmal im Jahr wird eine Blutprobe genommen und die Werte kontrolliert. Seit der letzten Blutprobe im letzten Jahr sind Sockes Werte alle wieder im Normalbereich. Insoweit hoffen wir, dass wir alles richtig machen und Socke noch ein langes und geschmackvolles Leben bei uns hat.

Egal was im Napf ist, er ist immer viel zu schnell leer.


E wie Erziehung

Ich weiß nicht, wie ich es  sagen soll, aber ich habe in all den Jahren nicht das Gefühl Socke erziehen zu müssen. Natürlich waren wir in der Hundeschule, aber mehr für uns als für Socke. Socke hat sehr schnell verstanden, was wir von ihr wünschen und wir mussten sie nicht wirklich erziehen. Natürlich haben wir ihr die Grundkommandos beigebracht und die kleinen Probleme, die wir mit Joggern, Radfahrern und der Türklingel in den Griff bekommen. Aber eine richtige Erziehung, ein konsequentes Trainieren ist nicht nötig. Irgendwie haben wir es geschafft mit Socke einen Alltag zu schaffen, der uns alle zufrieden macht und der wirklich sehr harmonisch abläuft. Natürlich wird bei uns nicht gebrüllt (wird es laut, schaltet Socke auf Durchzug) oder Gewalt angewendet. Ganz ehrlich sage ich zu Socke oft sogar bitte und höre auf mein Gefühl. Gibt es ein Problem, dann versuche ich erst einmal die Umstände, in denen es auftritt  zu überdenken und die Situationen zu verändern. Und das klappt irgendwie immer.

Ich habe also keine Ahnung von Hundeerziehung, kann keine Tipps geben oder einen Erziehungsstil empfehlen.


Das war unser 5. Türchen und es hat uns wieder viel Freude gemacht über Socke ganz im Sinne des „E“  zu berichten. Insoweit freuen wir uns schon auf morgen.


Viele liebe Grüße