Mittwoch, 21. Dezember 2016

Blogadventskalender 2016

-  oder das 21. „V“ ürchen -


Liebe Blogleser,

heute öffnen wir schon das 21. Türchen und widmen uns dem Buchstaben V.  Und da wir uns immer mehr dem Weihnachtsfest nähern, merken wir, wie anstrengend es wird, jeden Tag ein Türchen zu öffnen. Zu Beginn konnte ich durchaus einige Tage im Voraus schreiben, heute bin ich froh, wenn ich es schaffe den Beitrag wie versprochen bis 15:00 Uhr zu veröffentlichen. Aber Ihr kennt uns, wir sind zäh und werden natürlich kurz vor Schluss nicht aufgeben, wenn auch die letzten Buchstaben des Alphabetes uns sie Sache nicht wirklich leichter machen....


V steht bei uns für Vorbesitzerin, Vorlieben, Verlustängste und Verantwortungsgefühl.


V wie Vorbesitzerin

Sockes Vorbesitzerin ist eine Tibet Terrier Züchterin, die sich Socke zum Zwecke der Zucht angeschafft hat. Socke war ihr Tibet Terrier, der bei ihr einzog. Socke war der Liebling ihres Ehemannes, der noch beim Treffen im letzten Jahr sehr traurig war.

Bevor wir Socke abholten, gab es viele Telefonate, in denen wir uns etwas kennenlernen konnten. Bei unserem ersten Treffen war sie sehr sympathisch. Sie war ruhig und hat Socke nicht angepriesen oder in besonders hohen Tönen gelobt. Sie hat Zeit mit uns verbracht, ganz ruhig und entspannt und hat Socke beobachtet. Dabei hat Socke sich sofort zum Socke-nHalter gelegt und sich von ihm den Bauch streicheln lassen. Ich war sowieso hin und weg vom Sockemädchen und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Es war vereinbart, dass wir eine Nacht in Brandenburg übernachten und sie sich den Verkauf überlegen wolle. Bedauerlicherweise wurde Socke nämlih im Rahmen der ersten Vermittlung am Folgetag wieder zurückgebracht. Dies sollte nicht noch einmal passieren und so erbat sie sich eine Nacht zum Überlegen. Das war ganz in unserem Sinne.

Am nächsten Tag stand sie bereits weinend am Gartenzaun als wir ankamen und stimmte zu, dass wir Socke zu uns nehmen dürfen. Wir waren ihr sehr dankbar, dass sie uns Socke anvertraut hat. Es wurde das Geschäftliche geregelt, wir wurden in die Fellpflege eingewiesen und uns wurde eine große Tüte mit viel Hundezubehör gepackt. Dabei hat Socke all die Sachen nicht einmal benutzt, so dass wir sie nach einem halben Jahr entsorgten.

Die Vorbesitzerin ließ es sich nicht nehmen, Socke selbst ins Auto zu tragen und sich von ihr zu verabschieden. Die erste Zeit haben wir viel miteinander telefoniert, denn es ergaben sich Fragen über Fragen. Die dümmste Frage war sicher, als Socke begann ihr Spiel zu spielen. Dazu legt sie sich hin, streckt alle Viere von sich, wirft den Kopf hoch und lacht. Dabei wiegt sie sich auch hin und her…  Wir fragten, ob Socke vielleicht eine Geschlechtserkrankung hat, weil sie sich dort schubbert. Nach einem mittelprächtigen Lachanfall, erklärte uns die Vorbesitzerin, dass das Sockes Spiel sei.

Im letzten Jahr haben wir die Vorbesitzerin zu einem Welpentreffen besucht. Ein aufregendes Erlebnis, von dem wir hier berichtet haben.

Wir haben Glück gehabt einen so tollen Hund zu bekommen, sind für den Vertrauensvorschuss auch heute mehr als dankbar und würden uns vei Bedarf immer wieder an Sockes Vorbesitzerin wenden. 




V wie Vorlieben

Vorlieben oder, was das Söckchen so liebt.

Socke liebt ...

....Futter und Leckerli über alles, daher ist es für sie wichtig, dass die bei der Zubereitung dabei ist.

....Apportierspiele mit weichem Spielzeug und gerne zum Tausch mit einem leckerli.

....Bauchkraulen, am liebsten stundenlang und  Schnüffel- und Suchspiele stehen bei Socke auch hoch im Kurs. 

....es immer dabei zu sein, im Mittelpunkt zu stehen. Sie weiß genau, wann man über sie redet und sie versteht zu gut. 

....ihre Rituale und ihren organisierten Tagesablauf. 

....es, wenn das Rudel beisammen ist und ihre liebsten Ausflüge sind die, die zu dritt unternommen werden.

....es die Tierarztpraxis wieder zu verlassen und vom Kämmtisch gehoben zu werden. 

....das eisige kalte und sonnige Wetter und das Ohrenkraulen, das sie zum Grunzen und schnorcheln bringt. 

....es verbal gelobt zu werden und liebt es neue Tricks zu lernen.

Das alles und noch viel mehr liebt Socke.






V wie Verlustängste

Viele bekannte, lieb gewordenen  Fellnasen (R.I.P. Monti, Angus, Aisha, Balino, Chiru, Chris und Zingara, Maxi, Carino, Rico.....)  sind in den letzten Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen und jeder dieser Weggänge hat uns sehr, sehr traurig gemacht. Traurig, weil wir mit den lieben Haltern fühlen, aber auch, weil wir wissen, dass auch wir Socke irgendwann einmal auch gehen lassen müssen. Socke wir 10 Jahre alt und ist chronisch krank. So recht wahrhaben möchte ist.
Meine Verlustängste sind also sehr groß und ich hoffe nicht nur, dass mir noch ganz viel Zeit mit Socke haben darf, sondern auch, dass ich das Schicksal annehmen und ertragen kann.




V wie Verantwortungsgefühl

Socke schafft es immer wieder mein Verantwortungsgefühl zu wecken. Natürlich weiß man, dass man für den Hund, den man in sein Leben,  holt verantwortlich ist.
Aber die Art der Verantwortung ist bei Socke doch sehr groß. Ich bin immer bemüht, dass es Socke gut geht, dass ich Ihren Bedürfnissen gerecht werde, dass sie gut versorgt ist, betreut ist, ärztliche Unterstützung bekommt, Freude hat und einmal am Tag albern mit uns rumtollt. Und so werde ich wach, wenn Socke nachts herumirrt, ich werde aufmerksam, wenn etwas anders läuft als sonst, sei es, dass Socke bei der Futterzubereitung nicht hinter mir sitzt oder sie keine Lust auf ein Suchspiel hat. Ich habe sie immer im irgendwie im Auge und achte auf sie. Eigentlich ganz normal. 


So, das war es für heute. Noch liegen drei Türchen zum Öffnen vor uns. Wir freuen uns darauf. 

Viele liebe Grüße