Mittwoch, 24. Juni 2015

"Do as I do" - ein Anlass zum Nachdenken


-    oder ein Seminarbericht in zwei Teilen -
Socke in Schöppingen am 20.06.2015



Liebe Blogleser,

heute möchten wir mit dem Bericht vom Seminar „Do as I do“ beginnen.  Dabei wartete ich vergebens auf eine Idee, wie man das Seminar beschreiben kann. Nein, es wollte mir nichts Heiteres einfallen. Dies mag daran liegen, dass es für mich gar nicht so heiter war. Es sind Gefühle bei dem Seminar aufgekommen, die mich nachdenklich stimmen und die mich zu einer grundsätzlichen Entscheidung zwingen. Puuh, so gar nicht meins, denn ich treffe ungern Entscheidungen. Also insgesamt wird es wohl eher ein Besinnungsaufsatz mit dem Hauch von einer Strafarbeit in zwei Teilen als ein guter Seminarbericht.

Dabei gilt es vorab klarstellen, dass das Seminar mit seinem Aufbau, den vermittelten Inhalten,  der Trainerin und den Teilnehmern klasse war. Ich bereue nicht dabei gewesen zu sein.
Die Taschen für das Seminar sind gepackt.



Doch bin ich nicht mit guten Gefühlen heimgefahren. Zum einen liegt das sicher daran, dass  hier etwas die Luft raus ist. Aber das ist ein ganz anderes Thema.  Nun gut, da ist so ein Seminar eigentlich ja eine feine Abwechslung. 
Jepp, und ich komme auch mit.

Genau, kommen wir wieder zum Seminar. Am ersten Tag wurden wir (8 Teilnehmerinnen mit je einem Hund)  in die Thematik des Lernverhaltens von Hunden, wie das artgerechte Lernen (ist genetisch vorgegeben und ermöglicht die Dinge zu erlernen, die zum Überleben wichtig sind),  das  individuelle Lernen (die klassischen Konditionierung durch Erfolg und Misserfolg)  und  zuletzt das  soziale Lernen (Lernen durch Beobachten und Nachahmen) eingewiesen. Und „Do as I do“ ist die Reinform des sozialen Lernens. Ein wirklich spannendes Thema. Ihr seht es mir aber bitte nach, dass ich nicht den Vortrag darstellen möchte.
So ganz geheuer ist mir das nicht.

Bei „Do as I do“ geht es im Wesentlichen darum, dass  der Hund 3-6 Wortzeichen beherrscht.  Es müssen echte Wortzeichen sein, die er ohne Hilfe durch Körpereinsatz, an jedem Ort und in jedem Kontext  beherrscht. Die  Wortzeichen sollten mithin generalisiert sein und eine Gedächtnisspur, also ein Bild von dem gewünschten Verhalten im Kopf beim Hund erzeugen. Jede Art der Verknüpfung mit Orten und Personen führen dazu, dass man „Do as I do“ nicht  praktizieren kann.
Gleich geht es los .....

Von der Theorie des Seminarraumes ging es in die Halle, um zu zeigen, inwieweit wir die Wortzeichen beherrschen. Und hier fing unser Problem an.  Hätte ich den Vortrag schon früher gehört, hätte ich gewusst, dass Socke die Wortzeichen nicht beherrscht. Sie verbindet meine räumliche Nähe am Objekt – bzw.  die der besseren Hälfte -   mit dem Kommando und führt es aus. Stehe ich nun nicht am Objekt, wie es bei „Do as I do“ unerlässlich ist, kann Socke das Kommando nicht ausüben. Es hat sich bei Ihr nicht generalisiert.  Dabei habe ich  einen Parcours in Haus und Garten aufgestellt und wir haben  auf unseren Gassigängen geübt. Aber wir haben nicht richtig geübt und wie ich am Folgetag noch erfuhr, gibt es dafür einen triftigen Grund.
....und ich muss zeigen, was ich kann.

Also mussten wir noch Wortzeichen üben und kamen nicht zur eigentlichen „Do as I do“. Das war schon blöde, aber eben auch noch nicht alles.

Die anderen Teilnehmer schlugen sich recht wacker, einige konnten es sehr gut. Und ich frage mich, ob ich nicht in der Lage bin mit Socke solche Dinge zu lernen und warum das so ist.
Aber auf Frauchen warten kann ich gut.

Gut, Socke war mit acht Jahren der älteste Hund, der auch gesundheitlich beeinträchtigt ist. Zudem begann Sockes Leben als Zuchttier  und so hat sie  in den ersten dreieinhalb Jahren ihres Lebens ein anders Leben geführt als die teilnehmenden Hunde, die von Welpenalter an regelmäßig in Hundeschulen, auf Seminaren und Workshops sind. Die meisten Hunde werden zu Servicehunden, Therapiehunden und dergleichen ausgebildet oder ihr Hundehalter ist selber Hundetrainer.

Puuuh, die anderen machen das gut.

Dabei hatte  ich mich angemeldet, weil ich gerne viel  über unsere Hunde lernen möchte, in diesem Fall über das Lernen von Hunden. Ich verbringe gerne Zeit mit Socke und finde es spannend Neues mit ihr auszuprobieren.  Wir machen dies auch nur zum Spaß, um vielleicht eine neue  Beschäftigungsmöglichkeit zu finden und unsere Beziehung zu vertiefen.

Ich bin wirklich mit Socke wirklich nicht ehrgeizig. Ganz im Gegenteil, ich freue  mich über die kleine Dinge und bin immer sehr stolz auf Socke. Dazu muss ich noch etwas ausführen, denn ich war an dem Wochenende wirklich sehr, sehr stolz auf sie. Socke, die  sozialverträglich mit allen Hunden ist und der ich vertrauen kann. So blieb sie in der Halle mit allen Hunden allein liegen, wenn ich etwas holte oder austreten musste. Sie schaute mir hinter, blieb aber an ihrem Platz, die Leine neben sich liegend. Socke trainierte  - auch mit der Trainerin - klasse und meisterte unsere  Übungen mit Freude.

Es lief nicht so gut....

Die  Ziele eines Seminars nie zu erreichen ist eine Sache, eine andere ist, dass ich von Seminar zu Seminar (ich habe mit Socke erst 5 Seminare gemacht) unsicherer im Umgang mit Socke werde.  Zum Glück bekam ich Hilfe von der Trainerin , aber meine frühere Unbedarftheit und meine Zuversicht habe ich doch verloren.

Und damit möchte ich den ersten Teil meines Berichtes beendet. Morgen geht es weiter. Da ich diesen Bericht zu später Stunde geschrieben habe, hoffe ich, dass er einigermaßen verständlich ist und ich Euch nicht verschreckt habe.


 Danke schön fürs Lesen und viele liebe Grüße

Kommentare:

  1. Leider kann ich momentan nicht gut tippen, aber ich möchte Dir zumindest sagen, dass Du Dich nicht verunsichern lassen solltest, denn wichtig ist doch, dass Du eine tolle Bindung zu Socke hast. Die Seminare sind bestimmt sehr interessant, aber sicher nicht immer "lebenswichtig"? Es kann auch gar nicht immer alles zu jedem passen, auch, wenn die Seminare generell gelungen sind.
    Wobei ich eigtl. nicht gut mitreden kann, ich war noch nie mit meinen Hunden auf einem Seminar, mache vieles instinktiv, lese durchaus einiges, aber mehr als Anregung. Vielleicht entgeht meinen beiden dadurch einiges, aber sie wirken sehr zufrieden, ich bin es auch, vielleicht geb ich dir einfach ein bisschen von meiner Entspanntheit ab. ;-) Denk dran, das Wichtigste ist Sockes Vertrauen, ihre Zuneigung, ihre Verbundenheit. Und die ist da, das sieht man ja immer wieder. Ich will damit nicht sagen, dass es falsch ist, Seminare o. ä. mit seinen Hunden zu besuchen, viele Wege führen zu einem guten Rudel, ich will niemandem meine "Schluffigkeit" aufzwingen. :-) Aber wenn man schon eine tolle Bindung hat, sollte man sich von Zielen etc. nicht verunsichern lassen. Entweder es klappt mit der Bereicherung oder es passt nicht zu Euch, das ist dann aber nicht wild.
    LG

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    1. Das ist aber lieb Katrin, dass Du mit Deiner kranken Hand so einen ausführlichen Kommentar schreibst. Ich konnte die Verunsicherung zum Glück zu Hause wieder ablegen und war nur bei dem Seminar gehemmt. Natürlich muss jeder wissen, was er mit seinen Hunden unternimmt und natürlich ist das alles nicht lebensnotwendig. Warum ich das Seminar gebucht hatte, hatte ich versucht zu beschreiben.

      Ich denke auch, dass es in unserem Mensch-Mensch-Hund-Team gut läuft. Eigentlich eine gute Basis für neue Dinge. Dass es jetzt nicht geklappt hat, ist nicht das Entscheidende. Ich hoffe, dass der zweite Teil meines Seminarberichtes mehr Klarheit bringt. Dem möchte ich nicht vorgreifen. Nur so viel Socke ist zu sehr auf mich geprägt - und ich auf sie –, so dass wir nicht lernen können. Nun, das musste ich erst einmal sacken lassen. Meine Konsequenzen habe ich gezogen und davon berichte ich heute. Im Übrigen ist alles gut. Möge es bei Dir auch wieder aufwärts gehen.

      Herzlichen Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  2. Liebe Sabine,

    etwas traurig habe ich deinen Bericht gelesen, hatte ich doch gedacht, ihr habt viel Spaß bei den Seminaren. Dass sie dich im Umgang mit Socke verunsichern, sollte sicher nicht das Ziel sein. Und es ist natürlich auch kein Vergleich, ob Socke in der Familie lebt oder zum Servicehund ausgebildet wird. Wie das Felli schon schreibt - es kommt doch in erster Linie darauf an, dass du und Socke euch versteht und miteinander klar kommt und das macht ihr doch prima!

    Wuff-Wuff dein Chris

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    1. Nun, ich denke auch, dass unser Mensch-Mensch-Hund-Team gut funktioniert und wir zufrieden sind, lieber Chris. Der zweite Teil des Berichtes wird noch ein weiteres Problem zeigen. So habe ich meine Grenzen erfahren und musste überlegen, wie ich damit umgehe und welche Schlüsse ich daraus ziehe. Natürlich ist das schon geschehen. Also kein Grund zur Traurigkeit. Und dennoch hat uns das Seminar Freude gemacht, weil wir viel gelernt haben und Zeit zusammen hatte. Und dies kann uns niemand nehmen.

      Herzlichen Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  3. Liebe Sabine, ich habe sehr sehr lange darüber nachgedacht, was ich Dir unter diesen Beitrag schreiben könnte und so ganz genau weiß ich es immer noch nicht. Kurzgefasst würde ich sagen, man liest viel, hört viel und sieht viel und plötzlich hat man das Gefühl, gar nichts mehr zu wissen, alles irgendwie falsch zu machen und wie Du schon geschrieben hast, nicht in der Lage zu sein, das alles mit seinem Hund zu "erarbeiten". Ich glaube, das ist ganz normal und ergeht jedem anderen ganz genau so. Nur doch solche "Krisen" kann man ja hinterfragen, was man wirklich will und ich glaube nicht, dass Du aus Socke eine Hochleistungssocke machen willst...

    Ja, vielleicht sind die anderen "besser", weil sie mehr Erfahrungswerte haben, weil sie vielleicht Hunde haben, die etwas mehr an "will to please" mitbringen, weil sie sogar selber Hundetrainer sind und vor allen Dingen, weil ihnen dieser Teilaspekt des Zusammenlebens mit einem Hund so wichtig erscheint, dass sie die nötige Energie UND den Ehrgeiz dafür aufbringen, gut darin zu sein. Aber das stellt noch lange nicht alles in Frage und Du solltest vor allen Dingen nicht Dich in Frage stellen. Wie die anderen schon schreiben, Ihr harmoniert doch bestens miteinander und das ist die Hauptsache.

    Ich bin schon gespannt auf Teil II, denn da wirst Du sicher noch einige Deiner Überlegungen niederschreiben. Vielleicht verstehe ich dann besser, was Dich so aufgewühlt hat.

    Fühl Dich virtuell gedrückt und ich würde jederzeit wieder ein Seminar mit Dir zusammen besuchen, schon allein deshalb, weil jemand meinen Hund halten muss, wenn ich mal aufs Örtchen will. Das kann sie nämlich nicht so gut wie Socke, aber das nur am Rande... ;)

    GLG Andrea

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    1. Schön, dass Du mir ein paar Zeilen da gelassen hast, liebe Andrea. Du hast Socke und mich ja zusammen erlebt. Wir sind so wie wir sind und eigentlich auch zufrieden. Es ist wohl mehr, dass Problem beim Training selber, was mich etwas eingeschüchtert hat, denn das wurde mir auch schon bei einem anderen Seminar gesagt. Ich werde darüber berichten. Da ich die Beiträge noch am Wochenende geschrieben habe, sind die Aussagen ganz frisch und sehr authentisch. Heute sieht es schon etwas anders aus. Ich habe reflektiert und weiß, was ich möchte. Und wie Du schon sagst, möchte ich keine Hochleistungssocke. Ha, ha, ha, herrlich….

      Ich weiß, warum Socke und ich uns sehr schwer tun beim Lernen und wir haben jetzt eine Übung bekommen, die uns helfen kann. Ich weiß auch, dass „Do as I do“ schon ein schwieriges Training ist, für das Socke das - mit oder wegen mir – nicht so leicht umsetzen kann. Ich werde insoweit heute noch berichten.

      Wir würden Linda auch auf jedem Seminar mit Dir halten, für WC- Gänge und überhaupt…;o)

      Herzlichen Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  4. Liebe Sabine,
    auch ich bin verunsichert was ich hier schreiben soll - vielleicht lese ich zu viel zwischen den Zeilen - ach - ich hatte dir so sehr etwas mehr Leichtigkeit gewünscht.
    Herzlichst - Monika

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    1. Ach Monika, es mag wirklich einiges zwischen den Zeilen zu lesen geben, denn hier ist im Moment vieles ungewiss und unsicher. So sehr ich mich auf das Seminar gefreut habe, so gerne hätte ich es verschoben. Dabei geht es Socke ganz gut. Vielleicht lag ein wenig Schwermut in den Zeilen. Zudem habe ich den Text noch am Wochenende geschrieben. Einmal runtergetippt, als Basis für Änderungen. Diese gelangen mir nicht. Bitte sei gewiss, es ist alles gut. Ich habe Hilfe bekommen und heute werde ich auch berichten, wie es weiter geht mit uns.
      Unser Blog bietet schwere Kost, da tun uns schon mal die Leser leid. Aber es wird alles gut.

      Herzlichen Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  5. Hallo Sabine, ich finde es gibt gar keinen Grund traurig zu sein. 1. War es euch vorher nicht wichtig , dass zu beherrschen, sonst hättest du das geübt und dann könntet ihr das 2. Nur weil es dort das Thema war, heißt das nicht, dass das ein Hund können muss ( was er können soll entscheidest du ) 3. Nur weil die anderen das schon besser konnten, heißt das nicht das die allgemein besser sind. Er seit trotzdem ein tolles Team - davon bin ich überzeugt. Ich glaube es ist vorprogrammiert, wenn man auf verschiedene Seminare fährt, festzustellen was der Hund und Halter alles NICHT kann und daher man schnell demotiviert ist. Daher kann ich nur den Tipp geben , bei einem Thema zu bleiben. Also Kopf hoch ! Liebe Grüße christin mit Maxima und Kessie

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  6. Ps : zum Verständnis ( sorry schreibe mit Handy ) ... An einem Thema zu bleiben, bevor man ein neues Seminar macht. ( Sonst fehlt ja das Erfolgserlebnis ) oder es war einfach nicht das richtige Thema für euch. So jetzt aber ;-)

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    1. Danke Christin, ich kenne die Probleme mit dem Handy zu schreiben. Bei mir kommt dann ganz oft richtiger Blödsinn raus. Danke für Deine Zeilen. Einen Aspekt würde ich gerne aufgreifen. Ich habe Ende März ein Seminar zur Körpersprache gemacht und seitdem versuche ich vermehrt darauf zu achten, meinen Körper einzusetzen. Insoweit sind Wortzeichen wirklich schwer zu lernen gewesen. Mein Problem ist, dass ich überhaupt nicht verstanden habe, wie Socke lernt. Mir war nicht bewusst, dass meine Anwesenheit es ist, die sie das Kommando ausführen lässt. Dies wiederum hat damit zu tun, dass Socke wenig unabhängig und erkundungsfreudig ist und ich ihr zu schnell helfe. Ich werde heute Abend noch darüber berichten, r dann versteht man den Text vielleicht besser. Und ich sage auch gleich, wir werden uns jetzt nicht vollkommen ändern.

      Eigentlich besuchen Socke und ich nur zwei Seminare im Jahr, so dass wir eigentlich wohldosiert an die Themen gehen. Aber ich sehe dies wohl auch als ein Problem an.

      Herzlichen Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  7. Hallo Sabine,

    wir finden, du solltest dich rein gar nicht verunsichern lassen. Wenn ich mir vorstelle, wir wären mit Frauchen auf dem Seminar gewesen ... also ich glaube, wir wären nicht so brav liegen geblieben und hätten nicht so gelassen mitgemacht wie Socke. Ich bin ja auch die ersten Lebensjahre als Zuchthündin missbraucht worden. Habe in einer Box gelebt und nichts kennengelernt, außer dass ich jetzt spitzenmäßig mit jeglichen Hunden zurecht komme. Den Rest musste ich mir mit meinen Frauchen und meinem Amor und meiner Molly erlernen. Ich finde, ein Familienhund sollte die Grundkommandos kennen. Ob es sie mit dir oder mit dem Kommando selbst verknüpft, ist doch für einen Familienhund in erster Linie uninteressant. Wichtig ist, dass ihr zusammen das beherrscht. Klar, ein Servicehund muss da schon mehr können, aber wer sagt denn, dass Socke sich mit diesen "Arbeitstieren" (ich weiß, die finden ihre Erfüllung darin ... ich würde es nicht!) in "Leistung" messen muss. Socke ist doch gut so wie sie ist. Ihr habt eine tolle Bindung zueinander und du solltest dich durch so ein Seminar nicht verunsichern lassen. Vielleicht wart ihr einfach nicht die richtige Zielgruppe.

    Liebe Grüße vom Finchen

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    1. Liebes Finchen,

      es tut mir so leid, dass man Dich so schlecht behandelt hat. Socke ist auch ein Zuchttier, das ist wohl wahr. Aber Socke hatte ein richtig tolles Zuhause. Sie hat nur zwei Würfe gehabt und weil dies nicht gut klappte, nahm man sie aus der Zucht. Sie durfte sogar dort bleiben, aber die anderen Hunde haben sie nach ihrer Kastration nicht mehr akzeptiert. Nein, Socke hatte es gut, wir haben heute noch Kontakt zu der Vorbesitzerin und werden sie bald auch mal besuchen. Aber sie hatte natürlich auch ein ganz anderes Leben, als andere Hunde.

      Du hast Recht, Socke ist gut, wie sie ist und ist ein Familienhund. Da lässt es sich schwer mit anderen messen, was wir auch gar nicht wollen.

      Ich werde heute Abend noch etwas mehr berichten, vielleicht wird dann auch einiges klarer. Ich freue mich für Dich, dass Du ein so gutes Zuhause gefunden hast und mit Molly schöne Jahre verleben darfst.

      Herzlichen Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  8. Och, wie schade, dass euch das Seminar so verunsichert hat. Was ich zwischen den Zeilen lese, klingt mir nach viel zu hohen Ansprüchen an sich selbst. Ihr macht das als Team doch so super! Lasst euch nicht verunsichern. Genießt es gemeinsam zu lernen und Spaß zu haben. (Leichter gesagt als getan, ich weiß.)
    Aufmunternde Grüße
    Lottas Frau Zweibein

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    1. Nun eigentlich sind meine Ansprüche nicht so hoch, was Socke betrifft und man sagt mir in einem anderen Seminar, dass sich keiner so über Socke und ihren kleine Erfolge freuen würden, wie ich. Ich glaube, und dazu komme ich heute Abend noch, dass Socke und ich uns beim Lernen behindern. Socke ist so auf mich fixiert, dass sie nichts von sich aus tut. Dabei ist gerade beim Imitieren eine große Erkundungsbereitschaft erforderlich. Ich helfe Socke auch nicht wirklich, da ich zu fürsorglich bin. Dies schon mal vorab….Das ist natürlich nicht, was man hören will. Und genau das hat mich wirklich getroffen. Eine Übung nicht zu können, das kennen wir, aber zu wissen, man hemmt seinen Hund, das tut weh. Heute weiß ich es und werde darauf achten, wobei ich Socke auch nicht so im alltäglichen Umgang mit uns empfinde…..Aber die eigene Wahrnehmung ist ja meist eine andere.

      Herzlichen Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  9. Liebe Sabine,

    auch mir fällt es nicht leicht, Dir hier etwas zu hinterlassen - denn zu gerne würde auch ich Dir eine gewisse Leichtigkeit im Umgang mit Socke und auch mit Deinen Gefühlen dazu übermitteln.
    Es ist sehr schade, dass Du Dich nicht richtig auf das Seminar vorbereitet hast - was aber sicher auch daran lag, dass die Information nicht wirklich vollständig war, denn das Du geübt hast haben ja sogar wir Leser gesehen :) Vielleicht wäre es wirklich besser gewesen, wenn Du den Vortrag früher gehört hättest ... und wenn neben Dir und Socke auch ein anderer einfach nur interessierter aber nicht nach Perfektionismus strebender Hundehalter mit einem ganz normalen Hund dabei gewesen wäre.
    Manche Bücher die ich lese, Berichte die ich höre oder auch Trainer die ich treffe verunsichern mich auch ... aber nur für einen kurzen Moment. Ich habe den großen Vorteil, dass Hunde schon sehr lange ein Teil meines Lebens sind und ich früher auf meinen Bauch hören musste - und es daher auch heute noch tue. Mir ist egal ob Cara mal etwas mehr bellt, wenn wir fremden Hunden begegnen und ich kann auch damit leben, dass Damon nicht jeden mag (solange er die anderen Hunde nur ignoriert). Aber ich habe auch lange gebraucht um es so zu sehen - und natürlich wünschte ich manchmal, ich hätte einen dieser toll erzogenen Hunde ... aber es ist mir nicht wichtig genug, denn sonst würde ich mir Zeit dafür nehmen. Mir ist Wohlfühlzeit mit meinen Hunden wichtiger - daher nehme ich ihre Macken gerne in Kauf.

    Bei Deinen Seminaren ging es Dir doch nie darum, dass Socke alles dort perfekt macht - Du wolltest etwas mehr erfahren und vielleicht etwas daraus mitnehmen, was Dir und Socke Freude macht ... und so solltest Du es auch sehen - als eine Möglichkeit, nicht als ein Muss.

    Liebe Grüße und eine dicke Umarmung,
    Isabella mit Damon und Cara - die Beide einfach perfekt unperfekt sind!

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    1. Liebe Isabella,

      ja, ja gelernt haben wir eifrig, nur leider falsch. Ich habe kein Problem, dass die anderen Teilnehmer das wirklich gut gemacht haben. Mich machte halt nur die Erklärung der Trainerin, von der ich heute Abend noch berichten werde sehr nachdenklich. Ich dachte immer es ist toll, wenn Socke und ich Blickkontakt haben, dass es nicht schadet, wenn Socke nur auf meine Kommandos und meine Motivation agiert. Aber für diese Art des Lernens ist es eben nicht förderlich. Natürlich kommen dann Gedanken hoch, ob ich Socke zu sehr eingrenze und ihr keine Freiräume lasse. Ich weiß es wirklich nicht, denn eigentlich habe ich das Gefühl, dass Socke froh ist, Vieles abgenommen zu bekommen. Das, was Ihr wichtig ist, darum kümmert sie sich, ob wir wollen oder nicht. Ansonsten hat sie es gerne bequem. Dachte ich, aber vielleicht habe ich Socke auch so gemacht.

      Wie wir damit umgehen und, dass es alles gar nicht so schlimm ist, wie es scheint, werden wir gleich zeigen.

      Herzlichen Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  10. Schade, ein Seminar sollte doch eigentlich Spaß machen und wie du selbst geschrieben hast, vielleicht einige neue Beschäftigungsideen aufzeigen. Aber Schwamm drüber. Du und Socke seid ein super Team und das alleine zählt.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

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    1. Das ist natürlich richtig, liebe Sonja. Aber dennoch gab es mir zu denken, warum Socke nicht lernen kann. Ihr wisst es ja noch nicht, aber ich werde gleich darüber berichten. Wir lassen uns natürlich nicht davon herunterzeihen, aber nachdenklich hat es uns schon werden lassen.

      Herzlichen Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  11. Schade, dass dich das Seminar derart verunsichert hat! Da war wohl auch etwas Pech dabei, dass sonst nur Hundetrainerinnen und/oder Arbeitshunde dabei waren (bitte nicht falsch verstehen! Ihr macht eure Sache toll und so, dass es für euch stimmt. Ich habe eben auch schon festgestellt, dass ich als Hundetrainer und -sportler anders an die Sache rangehe.)
    Liebe Grüsse
    Nadine & Zingara

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    1. Ich bin Dir niemals böse. Ich freue mich immer sehr über Deine Kommentare . Die Verunsicherung hat sich zum Glück schon wieder verflüchtigt. Nach einem Gespräch mit einer lieben Bloggerin bin ich auch wieder ganz gelassen. Denn ich finde, dass wir mit Socke eine gute Beziehung haben.

      Herzlichen Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  12. Oooh, Seminare sollen doch nicht verunsichern. Man braucht auch nicht das ganze Brot essen, was einem gereicht wird.
    Eine Scheibe reicht schon!
    LG aus Otti Michael

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    1. Das gefällt uns. Eine gute Einstellung. Wir nehmen uns dann noch gerne ein Scheibchen.....

      Besten Dank und viele Grüße
      Sabine mit Socke

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