Dienstag, 15. April 2014

Bildbelegte Tatsachen waren gestern …


-    heute gibt es persönliche Erinnerungen  -

Socke im Dezember 2010



Liebe Blogleser,


Erinnerungen verblassen und meist bleiben nur die schönen Dinge haften. Und so wird vielleicht manches Unschöne in der Erinnerung schöner, als es wirklich war. So ist es ja auch gut.
Bei mir funktioniert dies nicht immer. Denke ich an die Zeit zurück, als Socke einzog, dann trifft  wohl eher dieser Spruch  zu.

Erinnerungen,
die das Herz berühren,
gehen niemals verloren.
 (unbekannt)

Und so erinnere ich mich noch gut an die erste Zeit und selbst beim Schreiben kommen die Gefühle wieder hoch. Ich weiß noch ganz genau, wie aufregend es im Herbst 2010 war. Ich denke an all die Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen, die aber auch  mit  Unsicherheit und Ungewissheit einhergingen.

So hatte ich von meinem Mann einen Steinmetzkurs geschenkt bekommen, bin dort weinend hingegangen, weil ich lieber bei Socke sein wollte. Sie war gerade ein paar bei uns. In der Pause kam mein Mann mit Socke und ich habe nichts, aber auch gar nichts zustande gebracht. Es tut mit leid für meinen Mann, der mir doch eine Freude machen wollte.


Die Bilder, die ich zeige, sind mit die ersten Bilder, die wir von Socke im Dezember 2010 gemacht haben. Sie sind leider von schlechter Qualität. 






Socke wurde als Welpe für die Zucht erworben. Sie hatte ein gutes Zuhause,  hundeerfahrene und liebevolle Halter, einen schönen Garten, gutes Futter und war ein Teil eines Hunderudels. Wir waren die zweiten Interessenten für Socke, die wenige Wochen zuvor bereits vermittelt worden war, aber unmittelbar zurückgebracht wurde.

Also musste Socke wieder mit völlig fremden Menschen ihr Rudel verlassen. Lernte sie uns am Sonntagnachmittag kennen und am Montagmittag nahmen wir sie mit in ein neues Leben, mit neuen Menschen, neuen Gerüchen, neuen Regeln und Gewohnheiten. Ich stelle mir vor, man hätte mich als Kind in der Art und Weise mitgenommen. 



Und was hat Socke wohl dabei empfunden? Sie hat nie gejault oder gewinselt. Ich saß mit ihr auf der Rückbank, ganz nah neben ihr und streichelte sie. Socke hechelte gelegentlich. Hatte sie Angst oder war sie so selbstbewusst, zu wissen, dass sie das meistert? War sie froh aus dem tierischen Rudel zu kommen, in dem man es ihr nach der Kastration schwer machte oder vermisste sie ihre Halter, die sie sehr liebten? Spürte sie unsere Unsicherheit oder was dachte sie über uns?  Wusste sie, dass wir ihr Gutes wollten oder glaubte sie, wie bei der Vorvermittlung, alsbald zurück zu ihrem bekannten Rudel zu kommen?

Socke war lieb, sie ließ sich anfassen, bürsten und  lief nicht weg. Sie suchte unsere Nähe, aber reagierte verhalten. Das ist mehr als nachvollziehbar und wir ließen sie auch erst einmal ankommen, bedrängten sie nicht.  Wir wollten Ihr Gutes tun und wussten nicht,  ob das, was wir taten gut für sie war. Was hat sie nur dabei empfunden?



Es war schön Socke bei uns zu haben, ohne Frage, aber es bestanden Zweifel, alles richtig zu machen. Was aber ist schon richtig? Generell und für diesen Hund, den man so mochte und mit dem man sein Leben teilen wollte. Konnte Socke unsere Absichten spüren oder spürte sie nur Unsicherheit?


Nach einigen Wochen fraß Socke nicht mehr, wollte nicht trinken und nicht Gassigehen. Wollte sie uns testen oder war sie ohne ihr Rudel einfach nur sehr traurig?
Wir haben uns Rat geholt, so dass eine Hundetrainerin und Hundepsychologin ins Haus kam und schaute, ob alles artgerecht bei uns ist. Sie bestätigte Sockes ruhiges Wesen, was nicht auf Sehnsucht oder Trauer hinwiese. Man zeigte uns, wie wir Socke zum Futtern und Spielen animieren können. Man brachte uns einen Dummie mit, wies uns auf den Kong hin.

(Anm. Auf dem Dummie, gefüllt mit einer Scheibe Fleischwurst ist Socke dann aber auch erst einmal eingeschlafen)





Wie lernten, wie wir Socke zum Gassi gehen bringen und, dass mit einem Löffel Magerjoghurt im Wasser der Durst sooo groß werden kann. Socke achtete auf uns, war bei uns und liebte es sich den Bauch kraulen zu lassen. Doch dennoch frage ich mich, was sie gedacht und gefühlt hat.


Langsam lernte Socke, dass sie bei uns im Haus spielen darf und gewöhnte sich an ihren Ball. Für uns ein Indiz, dass sie sich wohlfühlt. Spielen Hunde nicht nur, wenn sie sich wohlfühlen?
Heute wissen wir, dass  für Socke das Spiel auch ein Mittel ist, zu prüfen, wie unsere Stimmung ist und diese gegebenenfalls mit dem Spiel zu heben.  Mit den täglichen Ritualen – Dottispielen nach dem Gassi gehen -  prüft sie, ob alles noch so ist wie bisher.

Als Socke im verschneiten Winter 2010 munter Schnee futterte und an Durchfall erkrankte, zweifelten wir, alles richtig zu machen. Oder als Socke sich auf den Boden warf, ihre Vorder- und Hinterläufe ausstreckte und den Kopf nach oben warf.  Wir dachten sie reibt sich das Geschlechtsteil, aufgrund einer Entzündung, doch war das ihre Art uns zum Spiel aufzufordern.

Wir haben von der Vorbesitzerin viele Dinge von Socke mitbekommen. Einiges  seht ihr auf dem Foto, doch es gab noch einen Ball, Socken.  Nichts davon hat Socke jemals benutzt.


Daher bin ich froh, dass wir zusammengewachsen sind und die Zeit der Unsicherheit vorbei ist. Heute wissen wir, wie Socke tickt, dass sie oft einfach keine Lust hat Gassi zu gehen, dass sie uns gut im Griff hat und in der Lage ist,  ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Sie weiß, dass Herrchen der lustige Spiel- und Tobekumpel ist. Sie weiß, wie sie mich um den Finger wickeln kann, aber auch, was ich von ihr erwarte.


Und bin ich manchmal traurig, weil  die Zeit mit Socke so schnell vergeht, dann bin ich froh, dass wir  zusammen gewachsen sind und wir den von Socke entgegengebrachten Vertrauensvorschuss nicht verspielt haben. 


Und doch würde ich so gerne wissen, wie sich Socke wohl in der Zeit gefühlt hat.

Meine Erinnerungen sind also nicht rosarot. Es war eine besondere Zeit, die ich auch gerne so in Erinnerung behalten möchte. Denn sie war der Start in eine besondere, schöne, anstrengende, lustige, trauige und wunderbare Zeit. Ein Start in mein Leben mit Socke. 
 


Was habt Ihr für Gefühle an die Anfangszeit mit Eurer Fellnase? Wart Ihr unsicher oder lief es von Anfang an so richtig gut?


Viele liebe Grüße


Kommentare:

  1. Zu wissen, was wir Hunde so denken und fühlen wird wohl immer ein Rätsel bleiben ....
    Schlabbergrüße Bonjo

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    1. Lieber Bonjo,

      Du hast vielleicht nicht ganz Unrecht. Zuviel zu wissen ist auch nicht immer gut. Das sieht man ja oft bei den Menschen. Und außerdem ist dies ja nun auch vorbei.

      Viele liebe Grüße und ein schönes Osterfest wünscht
      Sabine mit Socke

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  2. Liebe Sabine,
    die Mamma kann Dich so sehr verstehen! Sie hatte auch viele Gedanken damals im Kopf, als sie mich von meinem damaligen Zuhause abholte. Es war eine sehr spannende Zeit, die vor uns lag, aber auch eine Magische!
    Was ich damals dachte, weiß sie wohl nicht, aber sie weiß, dass ich sie ganz genau beobachtete und voller Hoffnung und Zuversicht war, weil ich am Abend sofort neben ihr Bett eingeschlafen bin, als das Licht ausgegangen ist.
    Liebe Grüße
    Dein Arno

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    1. Mein lieber Arno,

      das freut mich aber sehr, dass Du so freudig und unvoreingenommen an Dein neues Leben gegangen bist. Und Du hattest auch so ein Glück mit Deiner Familie und Deiner Mamma. Ich sehe immer noch das Bild von Euch zweien im Park. Ihr seid tief miteinander verbunden.

      So sollte es auch sein, aber wir Menschen müssen immer so viel denken…

      Vielen lieben Dank, ein schönes Osterfest und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  3. Liebes Söckchen,
    ich finde du hast es gut mit deien Menschen, soooo lieb - haben sie es dir ermöglicht ein echtes Zuhause mit feinfühligen Menschen zufinden.
    Selber habe ich keine solchen Erfahrungen, da ich als Welpe zu meinen Menschen gekommen bin und mich sofort bei ihnen wohl gefühlt habe.
    Herzliche Grüsse an Sabine
    Ayka

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    1. Liebe Ayka,
      das freut uns sehr, dass Du als Welpe fröhlich und gespannt, auf das was kommt in Deine Familie gezogen bist. Ein herrlicher Start in Dein schönes Leben. Und dass Du Dir auch gar keine Sorgen machen musstest sieht man auf Eurem Blog. Die schönen gemeinsamen Wanderungen, Deine tolle Heimat und der wunderschöne Garten.

      Vielen Dank, schöne Osterfeiertage und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  4. Oh Sabine,

    das sind tolle Erinnerungen an die erste Zeit mit Socke und was du dir nicht alles für Sorgen gemacht hast. Deine Frage ist schwierig zu beantworten. Ich denke, bei uns lief es sehr gut, da ich als Welpe ja schon zum Frauchen kam. Ich kann mich erinnern, dass ich im Fressnapf über das Kassenband "gezogen" wurde, weil das Mini-Halsband noch zu groß war und wir uns schon fast in der Katzenabteilung umsehen mussten und dass Frauchen mir erst mal ordentlich auf die Pfote gelatscht ist, beim ersten Gassigang, wo ich Susi kennen lernte. Der Spiegel mit dem gefährlichen anderen Hund drin, vor dem ich mich erschreckt habe und die Umzugsbox, in der ich anfangs nachts schlafen musste, sind mir auch noch in Erinnerung. Aber schon nach einer Woche, beim ersten Besuch in der Hundeschule, bestätigten mir die Lehrer, dass ich schon eine gaaanz tolle Bindung zum Frauchen aufgebaut habe. Die haben mich einfach ein Stück von ihr weggeholt, damit sie mich rufen konnte, aber ich wollte nicht weg von ihr.

    Wuff-Wuff dein Chris

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    1. Lieber Chris,

      will man alles richtig machen, dann kommen solche Gedanken. Aber Euer Start war ja zauberhaft…Nur die Sache mit dem Kassenband find ich etwas unschön. Und bezahlt warst Du ja auch schon.
      Es ist schön zu lesen, dass Du Dich so schnell mit Deinem Frauchen verbunden gefühlt hast. Ein echtes Geschenk, das sicher nicht selbstverständlich.

      Vielen lieben Dank, viele liebe Grüße und ein schönes Osterfest
      wünscht Sabine mit Socke

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    2. Liebe Sabine und Socke,

      die Sache mit dem Kassenband war gar nicht schlimm. Alle Verkäuferinnen und Kunden haben mich bewundert und da oben konnten sie mir die Halsbänder besser anprobieren. Außerdem gabs doch noch viele Leckereien und Frauchen musste nur das Halsband bezahlen. Schwieriger war da meine Anzahlung, wo Frauchen und Oma-Frauchen gar nicht mit gerechnet hatten und das ganze Geld, was sie noch in den Portmonees hatten, zusammenwerfen mussten, damit mich auch ja niemand anderes bekommt.

      Wuff-Wuff dein Chris

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    3. Und Chris, Du bist jeden Cent wert....

      Viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  5. Ich habe alle meine Hunde als Welpen bekommen, was natürlich auch jedes Mal aufregend war, aber ich war nie unsicher. Ich kann mir vorstellen, dass das bei einem erwachsenen Hund, der in die Familie kommt, ganz anders wäre. Da geht man anfangs bestimmt viel vorsichtiger aufeinander zu. Inzwischen kann ich mir gut vorstellen, einen erwachsenen Hund zu mir zu nehmen, was ich mir bei meinem ersten Hund nicht zugetraut hätte, zumal wir damals noch kleine Kinder im Haus hatten. Die Welpenzeit ist schön, aber auch sehr anstrenged und nachdem ich das nun drei Mal in Folge mit gemacht habe, wird unser nächster Hausgenosse vielleicht auch in etwas reiferem Alter bei un einziehen. Wer weiß?
    Liebe Grüße aus Terrierhausen

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    1. Liebe Silke,

      ich freue mich sehr über Deinen Kommentar. Ich finde es sehr spannend zu lesen, dass Du es wohl schwieriger findest einen älteren Hund zu Dir zu nehmen als einen Welpen. Bei uns war es genau umgekehrt. Zunächst suchte ich nach einem Welpen. Nach einem unschönen Erlebnis mit einer Züchterin überzeugte mich mein Mann erst einmal nach einem älteren Hund zu suchen. Solange wir einen Hund finden, der zu uns passt, wollte er diesem eine Chance geben. Und wir haben keinen Hund bekommen, dessen Schicksal gänzlich ungewiss war. Wir wissen nicht viel über Sockes vorheriges Leben, was auf der einen Seite schade ist, auf der anderen Seite aber die Chance für ein unbefangenes Miteinander gibt. Und auch Socke hat neu angefangen.
      Ich weiß, dass hier kein Welpe einziehen wird und ich kann mit der Einstellung meines Mannes leben. Socke zu bekommen hatte auch enorme Vorteile. Sie war stubenrein, konnte alleine bleiben, fuhr Auto. Sie war erzogen. Ich denke, ich hätte sie zu sehr verwöhnt.
      Aber ich finde, jeder sollte es so machen, wie er mag. Ich bin gespannt, ob Du wirklich einmal einen älteren Hund bekommst. Aber erst einmal sind Polly & Karlsson ja noch da.

      Vielen Dank für Deinen informativen Kommentar, viele liebe Grüße
      Und eine schöne Osterzeit wünscht Dir und Deinen Lieben

      Sabine mit Socke

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  6. Natürlich war die Ankunft unserer Hunde immer mit viel Aufregung verbunden, und genau wie du denke ich immer mit ganz besonderen Gefühlen an diese Zeit zurück. Bei einer Sache konnten wir uns bei unseren Hunden ganz sicher sein, ihnen war es, bevor sie zu uns kamen, mit Sicherheit mal richtig schlecht gegangen. So haben sie uns von Anfang an mit viel Liebe und Dankbarkeit belohnt. Fragen entstehen bei uns dann eher, was die Vergangenheit unserer Hunde angeht. Sie haben alle keine Geschichte, d.h. wir wissen nicht, was ihnen vorher passiert ist und was sie schon alles erlebt haben. Gerade bei unserem Luke wüsste ich so gerne, was für ein Leben er mal hatte. Man kann halt nur vermuten.

    Liebe Grüße
    Sylvia mit Emi, Luke und Pflegi Manu

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    1. Liebe Sylvia,

      ich höre das immer wieder, dass Hunde aus dem Tierschutz oder dem Tierheim besonders dankbar sind.
      Die Frage, die ich mir stelle, ist, ob die Hunde unser Leben, das für sie doch wie ein Kulturschock empfunden werden muss, immer als besser bewertet wird. Gibt es nicht auch Hunde, die einfach mit der Fürsorge überfordert sind?
      Man sagt immer, Hunde leben im hier und jetzt. Sie leben das Leben, das man ihnen bietet. Und selbst, wenn man auf der Straße leben würde, wären sie zufrieden, wenn sie nur mit ihrem Menschen zusammen sein können. Danach vergleichen sie nicht, sondern nehmen ihr Leben an. Doch prägt die bereits erlebte Zeit. Kann jeder Hund das Hier und jetzt annehmen? Du siehst Fragen über Fragen, die wir wohl auch niemals beantworten können. Was vielleicht auch nicht das schlechteste ist.

      Vielen lieben Dank für Deine Erfahrungen, viele liebe Grüße
      und eine schöne Osterzeit

      Sabine mit Socke

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  7. Sich einen erwachsenen Hund ins Haus zu holen, ist sicher etwas anderes als einen Welpen und nicht unbedingt für beide Parteien leicht. Ich wusste ja auch nicht, wie das mit Linda werden würde und gerade deshalb habe ich sie 14 Tage lang im Tierheim besucht, damit wir uns wenigstens ein bisschen kennen lernen konnten, bevor ich sie mit nach Hause genommen habe. Alles andere hätte ich mich nicht getraut, ich wollte partout einen schlechten Start für uns beide vermeiden.

    Linda hat es mir leicht gemacht, obwohl es ihr sicherlich hier und da nicht allzu wohl war mit ihrer ganzen Vorgeschichte. Aber es ist schon ein vorsichtiges umeinander herumschleichen und beobachten bis man einigermaßen weiß, wie der andere so tickt und was man von ihm erwarten darf.

    Und obwohl wir das heute wohl beide wissen, möchte ich manchmal schon gerne wissen, was Linda in dieser oder jener Situation wohl gerade denken mag. Weniger aus Unsicherheit, mehr aus Neugierde...

    Mein Fazit kennt ihr ja schon. Ich würde es auf jeden Fall wieder mit einem erwachsenen Hund "versuchen".

    LG Andrea

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    1. Liebe Andrea,

      man weiß ja nie, was man bekommt, doch ein Hund mit schlechten Erfahrungen kann ja auch dem Menschen dauerhaft misstrauen. War es Dein Wunsch, Linda erst einmal zu besuchen oder wird das vom Tierheim immer so gemacht, bzw. je nach Hund?

      Und ich würde so gerne wissen, wann Du das erste Mal den Wunsch hattest Linda nicht im Tierheim zurückzulassen, sondern sie mit nach Hause zu nehmen.

      Ja, man ist erst einmal sehr vorsichtig und abwartend. Eines war bei uns wunderschön und das habe ich gar nicht sio geschrieben. Als es darum ging, welche Rasse bei uns einziehen soll, lass ich im Internet, dass ein Tibet Terrier immer bei seinem Frauchen lag, wenn sie am Schreibtisch arbeitete. Und ich wünschte mir auch genau das. Und was, glaubst Du, von Anfang an, setzte sich Socke zu meinen Füßen, wenn ich am PC saß. Als würde sie spüren, dass ich das so gerne habe. Und bei meinem Mann macht sie das nicht. Selbst wenn er sich an meinen Arbeitsplatz setzt.
      Es gibt davon ein Foto, wo Socke dies zum ersten Mal macht. Ich strahle wie ein Honigkuchenpferd und daher ist das Bild unter keinen Umständen vorzeigbar. Noch schlimmer als die anderen Fotos.

      Heute ist es mir nicht so wichtig, zu wissen, was Socke denkt, aber damals hätte es mir Vieles leichter gemacht.

      Vielen lieben Dank für Deinen tollen Kommentar, viele liebe Grüße und ein schönes langes Osterwochenende

      Sabine mit Socke

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  8. Liebe Sabine,

    ich kann Dich ugt verstehen - besonders die erste Zeit mit Hund ist eine Periode, in der man sich oft fragt, ob alles richtig ist, was man tut, ob alles für dne Hund ok ist und wo man auch unsicher ist. Vieles lernt man gemeinsam mit seinem Hund - seine Zeichen zu deuten, sich selbst besser einschätzen, auch in den verschiedensten Situationen gelassener zu reagieren.

    Auch für mich sind die ersten Erinnerungen an jeden meiner Hunde etwas ganz besonders - aber die erste Zeit mit Dingo wird immer eine Ausnahme machen ... denn mit ihm erlebten wir vieles wirklich zum ersten Mal :) Bei uns war manches einfacher, weil damals noch nicht so viele Hunde unterwegs waren und es auch keine Internetforen gab, die einen noch mehr verunsichern können. Manches war aus den selben Gründen auch schwieriger ;)
    Ich finde es gut, dass Du bewusst nicht durch die rosarote Brille zurück schauen willst - obwohl ich es manchmal sehr genieße ;)
    Immer, wenn ich mich frage, was meine Hunde in einer bestimmten Situation denken, dann muss ich an Lady denken - die mir immer sehr deutlich gezeigt hat, dass sie einfach nur im "Jetzt" lebt und sich keine Gedanken über gestern und morgen macht. Natürlich gibt es Reaktionen und Verhaltensweisen, die auf Erfahrungen beruhen - aber ich bin mir sicher, dass Laika nicht darüber nachdenkt, warum sie es nicht mag, dass jemand Fremdes ihre Pfoten berührt ... es ist für sie einfach eine Tatsache!

    Jetzt habe ich den Faden etwas verloren - aber ich denke, Du versehst, dass ich DIch verstehe,
    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Laika

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    1. Liebe Isabella,

      Dein Kommentar zeigt mir wieder, wie unterschiedlich unsere Hunde sind. Man muss sich also auf den Hund einstellen und sehen, wie genau er tickt. Natürlich verstehe ich Dich. Und man lernt mit dem Hund. Das ist so, genauso so. Man beobachtet und schaut. Und dabei ist jeder Hund anders. Der eine macht es einem leichter, der eine schwerer. Socke hat es uns leicht gemacht, nun ja, zumindest leicht gemacht sie zu lieben, nicht so leicht sie zu verstehen. Und natürlich ist der erste Hund noch etwas anderes, weil ja alles neu ist. Richtig ist auch, dass man heute von allen Seiten aus strubbelig gemacht wird. Von überall kommen Ratschläge und Hilfsangebote. Und man greift zu, ohne auf seinen Bauch zu hören, sich Zeit zu nehmen. Denn alles muss natürlich auch sofort funktionieren. Nun, ich versuche schon authentisch, nicht aber negativ oder übertrieben zu sein. Meine bessere Hälfte sieht es alles sehr schön und positiv, was ich ihm gönne, aber ich versuche etwas kritischer mit meinen Erinnerungen zu sein. Manche Hunde sind wirklich deutlicher in ihrer Sprache, als andere.

      Vielen lieben Dank für Deine Erfahrungen. Das war sehr schön zu lesen. Viele liebe Grüße und ein schönes Osterfest

      Sabine mit Socke

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  9. Also, liebe Sabine, zuerst einmal: schön geschrieben. Sehr anschlaulich.

    Dann: Socke's Frisur gefällt uns heute bei weitem besser als der Ponyschnitt. Aber das kennen wir ja alle. Die Bilder aus der Jugendzeit. Was sahen wir anders aus.

    Und zu guter Letzt: Bevor wir Clara abgeholt haben, waren wir tagelang aufgeregt. Also sie dann das erste Mal durch ihr neues Zuhause lief und sich sofort in ihr Mini-Körbchen warf, um ausgiebig zu schlafen, habe ich stundenlang neben ihr gesessen und ihr zugesehen. Mich gefragt, ob sie wohl traurig ist. Ihre Geschwister vermisst. Als ich sie mit 4 Monaten für eine ganze Woche mit ihrem Herrchen alleine lassen musste, habe ich vor lauter Glück geheult, also ich freitags endlich wieder zuhause ankam. Und auch heute frage ich mich jeden Tag, was sie wohl denkt. Und dann wird mir klar, dass genau die Tatsache, dass sie sich nur bedingt mit uns verständigen kann, unser Zusammenleben mit ihr so besonders macht. Wir geben aufeinander acht. Unser gesamtes Rudel. Jeder auf den anderen. Und wir sind ein kleines Rudel.

    Genau das macht Ihr mit Eurem Socken-Mädchen auch. Und deswegen habt Ihr diesen besonderen Hund bekommen.

    Dicke Ostergrüße
    von Stefy

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    1. Liebe Stefy,

      ja, ja , die alten Bilder sollte man nicht zeigen. Die Mode ändert sich eben. ;o)

      Wir rührend. Wir machen das auf ganz oft, dass wir, von unserer Galerie nach unter die schlafende Socke beobachten und einfach nur hin und weg sind.

      Hattest Du Anzeichen für eine schmerzliche Trennung von ihren Geschwistern, hat Clara gejault?

      Und ich heulte, wenn ich weg musste…Meine Tränen vor Glück, weil ich Socke wieder bei mir habe, die kann ich mir echt noch verkneifen. Aber Socke guckt mich auch immer irritiert an, wenn ich weine. Ja, sogar ein bisschen vorwurfvoll. Stell Dich doch nicht so an Frauchen…

      Dein Fazit ist natürlich richtig gut. Klar, wenn man nicht die gleiche Sprache spricht, sich aber etwas bedeutet, dann achtet man viel genauer auf das Gegenüber.

      Ein tolles Resümee. Danke schön dafür.

      Viele liebe Grüße und ein tolles Osterfest wünscht

      Sabine mit Socke

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  10. Liebe Sabine,
    wenigstens kann ich deine Frage am Schluss dieses wunderschönen Post's beantworten:
    ICH bin hier geboren, habe 10 wunderschöne Jahre mit meiner Mutti Momo verbringen dürfen, und habe ein wunderschönes Leben, mit dem ich SEHR zufrieden bin.
    Allerdings würde ich gern nicht nur im Urlaub, oder wenn ich krank bin, in Heidi's Bett schlafen dürfen, aber damit kann ich gut leben :-)
    Ihr habt ALLES nach bestem Wissen und Gewissen richtig gemacht, und das Söckchen dankt es mit seiner unendlichen Liebe zu euch!
    Liebes Wuffi Isi

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    1. Liebe Isi,

      das ist so wunderschön und ich wünschte so manch anderer Hund könnte so über sein Leben sprechen. Du hast so ein Glück mit Deinem Rudel....Und ich wünsche Euch von ganzem Herzen, dass Ihr noch viele Jahre so glücklich und gesund zusammenleben könnt. Und gesund Isi, ist besser, als bei Frauchen im Bett zu schlafen.

      Danke für Deine liebn Worte, viele liebe Grüße
      und ein schönes Osterfest

      Sabine mit Socke

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Euer Kommentar ist genau das, was diesem Beitrag noch fehlte.
Wir danken für Euren Freudenspender, Spaßmacher und Infogeber.