Dienstag, 5. Februar 2013

Sockes Sicht - Der Barbier von Sevilla - 5.Teil - Die Proben

 Sockes Sicht - Der Barbier von Sevilla
Die Proben  - die zweite  
1. Hauptprobe: Peter trägt Socke auf die Bühne  Foto von Jochen Quast
                                        
                                                                                                                           14.Dezember 2012   
       
Heute hat Frauchen Weihnachtsfeier und ich komme endlich dazu, meine Erinnerungen auf zu schreiben. Nicht, dass ich noch etwas vergesse. Ich wollte noch einiges zu den Proben sowie den Vorbereitungen zur Premiere festhalten.*kopf nick*

Die Statisten werden in der Regel vom Theater mit Kostümen versorgt. Man muss dann in die „Gewandmeisterei“. Ja, das heißt wirklich so. Bei meinem Herrchen reichte ein Hemd, von dem ich noch berichten werde. Und ich auch nicht, denn ich habe ja schon ein schönes Kostüm. *angeb* Dort arbeitete  eine sehr freundliche und hilfsbereite Dame. Das muss ich sowieso einmal festhalten. Unser Rudel wurde im Theater Münster ganz freundlich aufgenommen. Alle waren sehr hilfsbereit und aufgeschlossen. Wir wurden stets freudig begrüßt und fühlten uns sehr willkommen. Ja, und was wollte ich noch notieren? *denk nach* Ach, ja.
Hurra,geschafft, Socke sitzt  im Salon des Figaro Foto von Jochen Quast

Unser Auftritt erfolgt zu Beginn der Oper. Das Wichtigste immer zuerst. *grins* Daher waren die Proben meistens am frühen Abend und dauerten etwa so lang wie eine größere Gassirunde. Zunächst explodierte eine Trockenhaube und die darunter sitzende Statistin wurde vom Figaro von der Bühne geführt, übrigens mit einem so schwarzem Gesicht, wie es meine Pfoten nach einem Spaziergang im Regen sind. Hier kam niemand mit Handtuch  zum Saubermachen, wie bei meinen Pfoten.  *versteh die Welt nicht* 

Jetzt  wurde Herrchen vom Figaro herbeigerufen, um mich auf den leer gewordenen Stuhl zu setzen und mich dann gegen Pepper auszutauschen.  Es hört sich ja ganz simpel an, aber so manche Probe war doch etwas holprig. Nicht nur, dass sich Herrchen viele Stolpermöglichkeiten auf der Bühne boten, vor allem, wenn man eine Fellnase wie mich auf den Arm trägt und keine frei Sicht hat. *flöt*  Selbst Pepper hatte am Anfang Schwierigkeiten auf den Stuhl zu kommen. Ihn zu heben war nicht so leicht, denn er wollte lieber springen. Männer eben. Und dabei ist er dann ein paar Mal neben den Stuhl gesprungen. *jepp*
 
Hier hat Pepper den Sprung auf den Stuhl geschafft!!! Foto von Jochen Quast
 
Wilma wird auf die Bühne getragen Foto von Jochen Quast
 
Ja, und die andere fellnasige Besetzung mit Wilma und Lola machte das auch von Anfang an perfekt. Hier wollte Lola nach dem Wechsel nicht auf dem Stuhl sitzen bleiben, sondern zu Frauchen auf den Arm. Das ging nicht, denn zum einen war das Licht auf sie Sitzfläche des Stuhles gerichtet und die Zuschauer sollten auch die andere Frisur erkennen. Also sollte Lola  sitzen. Zum anderen musste ihr Frauchen in einer Art Starre mit dem Blick des Entsetzten verbleiben. *Tztztztzt*
Lola will nur auf Frauchen Arm, doch die kann nicht.

Nun ja, ich bin ehrlich und gebe zu, dass ich auch nicht alles von Anfang an richtig gemacht habe. *schäm* Ich suchte nach dem Wechsel immer das Scheinwerferlicht, weil ich dachte, das ist mein Standort. Doch stand ich dann fast neben Pepper auf der Bühne und niemand lachte mehr. Wirklich lustig fand das der Regisseur auch nur beim 1. Mal. Später nannte er mich – wenn auch freundlich – eine „ kleine Rampensau“. 
Ja, aber ich bin ja lernfähig und habe verstanden um was es ging...* schlau bin*

Ach, das hat mir schon Spaß gemacht. Ich genieße ja die Aufmerksamkeit und was Neues lernen ist auch klasse.  Apropos Aufmerksamkeit. Ich könnte jetzt mal etwas davon bekommen. Herrchen, wie wäre es mit einem kleinen Ballspiel?

Na, dann mache ich für heute mal Schluss. Muss ja auch nicht immer so ein Roman werden. Werde ja auch nicht dafür bezahlt. Ach, da fällt mir ein. * Geistesblitz hab*
Ich habe auch etwas verdient. Nein, richtiger ist es zu sagen, dass ich eine Aufwandsentschädigung für jeden Besuch des Theaters bekommen habe. Egal, ob Probe oder Auftritt. Es gab immer einen kleinen Betrag, über dessen Höhe ich nicht sprechen. Das Geld hat Frauchen eingesteckt *sack ein*  und hat davon erst mal meine jährliche Zahnsteinentfernung und Ohrenreinigung bezahlt. *find überflüssig*  Bezügliches des Restes besteht Uneinigkeit,  ob der Betrag an eine Tierschutzorganisation gespendet wird oder mir zu Gute kommen soll. Ich bin mit beidem einverstanden. Denn ich bekommen eigentlich alles, was ich brauche, ja eigentlich sogar noch viel mehr. 

Und beim nächsten Mal, werde ich meine Erinnerungen von der Premiere aufschreiben und noch einige Bilder gezeigt.....


Wuf, wuff

Socke

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