Montag, 19. Dezember 2016

Blogadventskalender 2016

- oder das 19. „T“ –ürchen -  


Liebe Blogleser,

heute öffnen wir das 19. Türchen unseres Adventskalenders und freuen uns über Dinge, die mit T beginnen und mit Socke zu tun haben, zu berichten.





Dabei ist es so schwer, etwas zu finden, was wir Euch mit T beginnend berichten könnten. Ich habe schon so viel erzählt und berichtet und glaube, dass Ihr  schon alles wisst. 

 Klar, Socke ist ein Tibet Terrier, aber eben kein Terrier.


T wie Tibet Terrier ohne Terrier

Es handelt sich tatsächlich um eine Falschangabe bei der Eintragung der tibetischen Rasse. Der Tibet Terrier ist kein Terrier. Richtigerweise müsste die Rasse Tibet Apso heißen, was so viel bedeutet wie langhaariger Hund aus Tibet. Man hat versucht das immer mal wieder zu korrigieren, was aber bis heute nicht geglückt ist. Zum Glück heißen unsere Hunde aber nicht mehr Chinese Terrier. Denn im Zuge der politischen Streitigkeiten zwischen Tibet und China gab es eine Zeit, in der China für die beanspruchte, den Tibet Terrier Chinese Terrier zu nennen. Es gab im Jahre 2015 eine große Petition, die die Rückbenennung verlangte und erreichte, so dass in den internationalen Rassebüchern wieder der  Tibet Terrier zu finden ist.



T wie Töchterchen Tanisha

Und natürlich wisst Ihr, dass Socke Welpen hatte, insgesamt 8 Stück und eines ist eben Töchterchen Tanisha, mit der wir seit einigen Jahren regen Kontakt haben. Hoch lebe das Internet und der Mut von Tanishas Frauchen. Als Socke Tanisha bekam hieß sie noch Ashanti. Und weil sich die beiden so ähnlich sind – was man auf den ersten Blick nicht vermuten würde – bestanden ihre Namen aus den gleichen Buchstaben. Ashanti und Tanisha. Wir haben diesen Zauber mit der Namensänderung zwar zerstört, aber der Gedanke daran ist wunderbar.

T wie Tierarzt, -heilpraktikerin,
–physiotherapeutin und TU München

Ihr wisst nur zu gut, dass Socke chronisch krank ist und all die genannten Stellen uns immer helfen, dass es Socke gut geht. Wir sind froh, dass wir auf diese Menschen setzen können, sie sich unserer Sorgen und Nöte annehmen, immer ein offenes Ohr haben und die Kompetenz, die Socke hilft. Ich bin, wenn es um Sockes Wohlbefinden geht immer etwas nervös. Das liegt sicher daran, dass ich vor Ärzten Angst habe. Ein Trauma, das mit meiner Kindheit und einem einjährigen Krankenhausaufenthalt nach einem Unfall,  zu tun hat.

Diese Nervosität lässt mich manches nicht gleich verstehen oder realisieren. Und so bin ich jemand, der auch schon mal nachfragt und etwas genauer wissen oder verstehen möchte. Jemand, der aber auch mal etwas falsch versteht. Ich erinnere mich so gut, als der Tierarzt der Klinik nach der Endoskopie anrief. Es war schon 20:30 Uhr und er berichtet. Nachdem er fertig war, bat ich ihn das noch einmal zu wiederholen, weil ich es beim ersten Mal vor lauter Sorge und Nervosität nicht verstanden hätte. So peinlich bin ich. Oder auch die falsche Dosierung der pflanzlichen Mittel für Socke, weil ich die E-Mail falsch verstanden habe.

Aber ich habe immer Antworten bekommen. Freundliche, informative Antworten. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar.

Und Socke ist immer und überall eine sooo tolle Patientin, was jetzt nicht wir sagen, sondern, was man uns immer wieder sagt.




T wie Theater (-pannen)

Und wir hatten auch schon erzählt, dass Socke mit dem Socke-nHalter eine Saison an den städtischen Bühnen einen Auftritt in der Oper des Figaros hatte.  Bei den Proben gab es aber ein Problem, dass des Regiesseur Aron Stiehl so zusammenfasste: Socke ist eine Rampensau.

Die Szene in der Socke auftrat verlief folgendermaßen. Der Socke-nHalter trug Socke in den Frisiersalon des Figaro, in dem auch Menschen saßen. Socke wurde auf den Stuhl gesetzt, es wurde die Frisur besprochen und ein Friseur fing an zu schnibbeln. Während der Sänger die Arie sang, wurde der Stuhl umgedreht, Socke von diesem gehoben, durch eine Durchreiche gereicht und Pepper durch die Durchreiche weitergegeben und auf den Stuhl gesetzt. Es bekam eine lila Schleife verpasst und wurde am Ende der Arie präsentiert. Pepper ist ein Border Terrier. Der Socke-nHalter musste dann ganz entsetzt gucken, sich die Hände vor dem Mund halten und die Augen aufreißen.

Zu Beginn der Proben saß ich noch im Zuschauerraum, um zu sehen, ob Socke Freude an den Tun  hat. Denn die Nähe zum Orchestergraben und die Lautstärke der Musik, die Geräusche und die fremden Menschen kennt sie ja nicht. Doch Socke meisterte das alles so toll, dass sie immer wieder von hinten auf die Bühne lief. Das ging ja gar nicht, weil dann jeder gesehen hätte, dass die Hunde ausgetauscht worden sind. Socke wurde als Rampensau betitelt und fortan blieb ich hinter der Bühne, nahm Socke in Empfang und verhinderte, dass Socke wieder auf die Bühne lief.

Zudem gibt es einen festen Ablauf bei den Verbeugungen am Ende einer Aufführung. Socke wollte sich nicht daran halten und rannte immer wieder zum Orchestergraben, um den Applaus aus der Nähe zum Publikum entgegen zu nehmen. Sie liebte das sehr. 


Bild von J. Quast - Kostümprobe


Kaum zu glauben, dass ich jetzt doch so viel geschrieben habe, obwohl mir doch eigentlich nichts wusste.

Morgen werden wir hier wieder ein Türchen öffnen und freuen uns schon sehr darauf.

Viele liebe Grüße