Donnerstag, 18. Januar 2018

Wie geht es denn nun dem Söckchen?

-  oder ein ehrlicher Bericht in zwei Teilen -



Liebe Blogleser,

ich hoffe, dass der erste Teil unseres Beitrages  - vor allem wegen der Wiederholungen - nicht zu langweilig war. Insoweit freue ich mich, dass Ihr wieder da seid und wissen wollt, wie es hier weitergeht.




Der Tierarzt informierte sich über Sockes Krankheitsverlauf und informierte uns über die Mikroorganismen. Dabei  beobachtet Socke und untersuchte sie kurz. Alles war ganz ruhig und  geschah irgendwie nebenbei. Was er dann sagte,  überraschte mich. Er meinte, dass Sockes Atmung nicht zu ihrem Herzschlag passen würde und Socke für die Situation einfach zu ruhig sei. Er fragte an, ob er zwei Blutwerte nehmen könnte, zum einen die Herzblutwerte zum anderen die Schilddrüsenwerte. Obwohl wir wegen des Hustens und damit wegen Sockes Magenproblemen gekommen waren und eigentlich keinen neuen Tierarzt suchten, stimmten wir natürlich zu. Und mit beiden Vermutungen hatte der Tierarzt Recht. Zum einen war ein Herzwert um 187% zu hoch,  zum anderen ein Schildrüsenwert mit 0,4 viel zu niedrig. Ich gebe zu, dass mir der Tierarzt nicht sofort sympathisch war, aber ich war davon sehr beeindruckt. Unglaublich, wie er das gesehen hat. Insoweit war es doch ganz gut, dass ein anderer Tierarzt Socke einmal unvoreingenommen betrachtet hat.




Zudem erklärte er uns, dass er davon ausgehe, dass Socke auch ohne Nachtration gut leben könnte und ihre Pankreatitis  - die immer nur akut ist - ausgeheilt sei.  Von einer chronischen Erkrankung gehe er nicht aus. Für den Magen legte es sich nicht fest.



Und er gab uns die gewünschten Mikroorganismen mit, die Socke nun zwei Mal am Tag zu ihrem Futter bekommt und die ihr Fell wieder seidig machte und das Schuppen ihrer Haut unterband. Ob das nun den Mikroorganismen oder dem Schilddrüsenhormon zuzuschreiben ist, das weiß ich nicht. Wir möchten diese dennoch gerne weiter verabreichen.



Socke bekommt nun täglich  Herzmedikamente, eine Entwässerungstablette und  eben die Schilddrüsenhormone. Dabei gehen wir ganz sanft vor und bleiben bei den Mengen erst einmal unter den Vorgaben. Den Magenprotonenhemmer haben wir mittlerweile abgesetzt und das Cortison schleichen wir ganz langsam aus. Alle sechs Wochen reduzieren wir die Menge Cortison um weitere 0,25 mg alle zwei Tage.




Zurzeit sind wir bei 0,75mg einen über den anderen Tag. Socke geht es vom Magen her gut. Sie schmatzt nicht, leckt sich nicht die Pfoten oder schmerzhechelt, was auf Sodbrennen und Magenprobleme hindeuten würde. Wir hoffen, dass wir so Ende April damit fertig sind. Zudem werden wir ab Mitte März beginnen die Nachtration zu reduzieren.



Insoweit scheint Socke jahrelang unnötig auf ihren Magen behandelt worden zu sein. Ich schäme mich dafür, dass ich das nicht erkannt habe und nicht mit mehr Nachdruck beim Tierarzt wegen des Ausschleichens des Cortisons gefragt habe. Dem Tierarzt mache ich keinen Vorwurf. Nein, er hat damals die Pankreatitis so früh erkannt und hat Socke schon oft gut geholfen.




Ich bin die Verantwortliche und ich hätte mich nicht auf den Erkenntnissen ausruhen dürfen. Und wegen des Hustens hätte ich ihm auf die Füße treten müssen. Insbesondere, weil auch die Tierheilpraktikerin sofort auf das Herz zu sprechen kam.



Natürlich wollte ich von nun an alles richtig machen und fragte beim zurzeit behandelnden Tierarzt nach. Aber dieser hat eine ganz andere Sichtweise auf die Dinge…

So sagte er, dass Sockes Herzinsuffizienz da sei. Diese könne man niemals ganz heilen, sondern es gilt mit einer guten medikamentösen Einstellung die Beschwerden einzudämmen. Ziel könnte es sein, dass man ein homöopathisches Herzmittel verwendet. Wegen des sehr schlechten Wertes muss erst einmal mit klassischer medikamentöser Therapie gearbeitet werden. Und natürlich könnte man das Herz röntgen oder schallen lassen, aber dies zeige nur, wie groß die Insuffizienz sei. Ändern könne man damit nichts. Wichtiger sei es Socke gut zu beobachten und so gut wie möglich zu versuchen die Beschwerden mit den richtigen Medikamenten in Griff zu bekommen. 



Die jetzige medikamentöse Einstellung hat den Husten um ein Vielfaches verbessert. Es war also definitiv das Herz und nicht der Magen oder eine gereizte Luftröhre, der Socke so lange unnötig quälte.











Dies lässt uns natürlich aufatmen und hoffen,  dass wir Socke mit der richtigen Therapie beschwerdefrei bekommen und irgendwann von der anstrengenden Nachfütterung wegkommen. Dabei haben wir  uns entschieden alles nacheinander zu ändern. Nur so lässt sich erkennen, welche Veränderung ggfls.  zu Problemen führt.



Bei einem Kontrolltermin fragte der Tierarzt, ob Socke sich schon durch das Schilddrüsenhormon verändert habe. Wir konnten nach der ersten Dosierung keine Veränderung in ihrem Wesen oder an ihrer Aktivität feststellen. Insoweit erfolgte eine Höherdosierung. Sollte diese nicht greifen, so muss man  - nach Aussage des Tierarztes - überlegen, ob man das Mittel weitergibt. Bei mir ratterte es im Kopf. Muss man dann nicht eine erneute Untersuchung manchen, die Antikörper  checken lassen usw.? Der Tierarzt ist aber ganz entspannt und meint, er verordne keine Medikamente, die keinerlei Verbesserung des Zustandes herbeiführen. Und es gilt immer zu überlegen, wie schlecht es dem Tier geht.  Socke ist fast 11 Jahre alt, sie ist durch die Therapien der letzten Jahre stark gebeutelt und sollte nur die Medikamentation bekommen, die sie braucht und die ihr hilft. Und wir wissen noch nicht einmal wie lange Socke schon die Unterfunktion der Schilddrüse leidet.





Diese Sichtweise ist für mich neu und ist nicht meine, da ich immer die beste und optimale Therapie für Socke möchte.  Ich muss mich also erst daran gewöhnen bzw. mich fragen, ob ich mch daran gewöhnen möchte. Ich würde am liebsten einen Spezialisten für Schilddrüsen- und Herzerkrankungen konsultieren. Daher belastet mich eine gewisse Unruhe. Ich gebe aber zu, dass ich im Moment stark eingebunden und sehr müde bin, um mich dem Problem zu stellen. Trotz des Vorsatzes alles besser zu machen, vertraue ich mal wieder dem Tierarzt. Der zurzeit angestrebte Plan ist, nach dem Ausschleichen ds Cortisons und Verzicht auf die Nachtfütterung genauere Untersuchungen vornehmen zu lassen.





Und wie geht es Socke? Socke geht es wirklich ganz gut. Ihr Husten ist viel weniger geworden. Leider hustet sie noch aus gelegentlich Ruhe heraus. Also, wenn sie ruht, auf dem Kämmtisch liegt oder aber, wenn sie sich so richtig freut. Aber es ist doch besser geworden und insgesamt ist Socke doch agiler geworden. Dies mag sicher der Medikation geschuldet, aber vielleicht auch Sockes Rückenproblemen. Diese sind seit der regelmäßigen Physiotherapie seit Oktober nämlich behoben.




Und wie geht es uns damit? Wir sind erst einmal glücklich, dass wir  um Sockes Erkrankungen wissen und daran arbeiten, dass es Socke weiterhin gut geht. Wir sind natürlich ganz schön müde, weil die Versorgung von Socke und diese ewigen Gedanken doch recht anstrengend sind. Insbesondere die Nachtfütterung und die Gabe der Schilddrüsenhormone drei Stunden vor der ersten Mahlzeit sind kräftezehrend.  Und immer diese Gedanken.   Was können wir noch für Socke tun? Was ist der richtige Weg? 



Und wie geht es weiter? Zunächst einmal führen wir wieder Protokoll und notieren jeden Abend, was Socke gefuttert hat, wie das Wetter war, welche Medikamente Socke bekam, wie es ihr ging sowie sonstige Besonderheiten wie zum Beispiel, ob Socke in der Betreuung war oder wir einen besonderen Ausflug gemacht haben.







Wir werden die Kontrolltermine nutzen, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Diesmal möchte ich es besser machen, nichts versäumen und gleichzeitig Sockes Wohlergehen im Auge behalten. Ich kann Euch also nicht sagen, wie es hier weitergeht und welche Untersuchungen wir noch machen. Es mag sein, dass der oben angedachte Plan umgesetzt wird oder aber, dass Socke und ihr Befinden noch zu ganz anderen Dingen veranlassen wird.

Mit vielen nachdenklichen Grüßen


Kommentare:

  1. Was für eine lange Geschichte. Ich wünsche euch ganz, ganz viel Gutes, dass ihr alle die richtigen Entscheidungen trefft für Söckchens wohlergehen.
    Wir sind froh bei einer Tierärztin zu sein, bei der eine Zweitkonsultation, oder Teamfallbesprechung bei schwierigen Ausgangslagen zum Standard gehören.
    mit ganz lieben WE-Grüssen von Ayka

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    1. Ich glaube nicht, dass es am Tierarzt gelegen hat. Der Tierarzt sieht den Hund im Moment und ist auf die Angaben des Tierhalters angewiesen. Zudem weiß unser Tierarzt, was er kann und was nicht und hat uns schon oft weiter (Tierklinik, Physiotherapie, Ernährungsberatung….) verwiesen. So recht kann ich ihm keinen Vorwurf machen….

      Ich freue mich für Euch, dass ihr tierärztlich auch in guten Händen seid.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  2. Ich kann mir vorstellen, dass gerade das Nachts füttern sehr anstrengend ist. Und ich kenne dieses müde sein vom Entscheidungen treffen. Bei acht Tieren ist hier immer irgendwas. Kaum hat man ein Problem im Griff, kommt das nächste beim anderen Tier. Zumal wir hier auch einige chronische Krankheiten haben. Ich kann das also gut verstehen und hab auch schon zu meiner Frau gesagt, dass ich keine Lust mehr habe mich um irgendwelche Krankheiten zu kümmern. Natürlich meinte ich das so nicht und unsere Tiere werden so gut es uns möglich ist versorgt. Aber ich wollte keine weiteren schlechten Nachrichten mehr.
    Manchmal muss man denke ich auch abwägen. Unsere Tierärztin hat hier auch gleich zu einer Magenspiegelung für Memory geraten. Wir haben es bisher nicht gemacht und versuchen auf anderem Weg die Diagnose zu finden. Es würde für sie ein Klinikaufenthalt (was für sie großer Stress wäre, weil sie von ihrer Herde weg muss, was für Pferde schlimm ist) und Narkose bedeuten. Bei einem Pferd ist eine Narkose deutlich gefährlicher wie beim Hund. Also warte ich gerade auf die Ergebnisse der Darm-Flora-Untersuchung und behandle die Symptome. Ist es der richtige Weg? Keine Ahnung. Das wird sich leider erst mit der Zeit zeigen. Und so ist es denke ich auch bei Socke. Weitere Spezialisten bedeuten auch weiteren Stress für sie, Blutabnehmen, unangenehme Untersuchungen und alles andere.
    Ich wünsche euch, dass ihr jetzt einen guten Weg gefunden habt und es Socke bald besser geht. Ich glaube aber auch, dass Vorwürfe an sich selbst gar nicht so hilfreich sind. Man trifft Entscheidungen in der Situation und hinterher ist es immer leicht zu sagen, hätte ich es doch anders gemacht, aber das Wissen was man zu diesem Zeitpunkt hat, war einfach nicht da. Und natürlich denkt man erstmal ans Naheliegendste und das war bei Sockes Krankheitsgeschichte eben der Magen.
    Liebe Grüße
    Auenländerin

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    1. Du sprichst mir aus der Seele, obwohl es bei uns nur Socke gibt. Wobei ja der Socke-nHalter zweieinhalb Jahre auch große Sorgen machte. Aber manchmal kommt man an den Punkt, wo man nicht mehr kann, wo man müde wird. Und natürlich rafft man sich auch wieder auf…

      Und natürlich muss man auch das Tier im Blick haben, die Risiken der Untersuchung gilt es abzuwägen und es sollte die Krankheit nie im Fokus stehen. Socke soll auch Spaß haben und ihr Leben leben. Das geht aber nicht, wenn man sie nur zu Untersuchungen schleppt oder in Watte packt.

      Ich danke Dir für Deine lieben und Mut machenden Worte. Ich würde nie etwas tun, was Socke schadet, aber Fehler werde ich wohl immer wieder begehen.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  3. Ihr habt eine sehr lange Kranengeschichte mit dem Söckchen hinter euch ... und ihr habt immer versucht für sie das Beste zu machen und auch zu finden. Im Rückblick sieht man natürlich vieles anders und auch deutlicher - aber in der Situation in der man irgendwann war, da war es eben anders.
    Ich bin mir auch nicht sicher, ob es wirklich hilfreich ist sich immer wieder zu hinterfragen und jede Regung noch genauer zu beobachten - man macht sich selbst verrückt, wird unsicher und die Gedanken drehen sich noch mehr im Kreis. Daher ist es gut, dass ihr jetzt erstmal einen geplanten Weg vor euch habt und ich wünsche euch, dass ihr alle damit auch wieder etwas mehr Ruhe findet.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

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    1. Du bist so lieb und Deine Worte tun mir auch heute wieder so gut. Du hast Recht, nachher ist am immer schlauer. Wenn es dabei nicht um Socke gehen würde, könnte ich das glaube ich nur besser annehmen…

      Und ich glaube auch, dass es Socke gar nicht gut täte, wenn man sie nur beobachten und zu Untersuchungen schleppen würde. Ein Hund sollte auch Freude haben und es gibt diese Freude auch hier.

      Doch kann ich auch nicht aus meiner Haut und habe immer wieder diese Gedanken und diese Sorgen…

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  4. Ich muss meinen Kommentar in zwei Kommentare aufteilen, weil nur maximal 4096 Zeichen erlaubt sind.

    Erst einmal: Es tut mir leid, dass so viele andere Erkrankungen dazugekommen sind, ich wünsche euch und Socke natürlich alles Gute und hoffe, dass ihr die Herz- und mögliche Schilddrüsenerkrankung mit den Medikamenten gut in den Griff bekommt. Beides lässt sich ja eigentlich gut mit Medikamenten behandeln.

    Und jetzt habe ich lange überlegt, ob ich das überhaupt erzählen soll, denn ich will nicht rüberkommen wie "ich weiss es aber besser als euer Tierarzt". Weiss ich auch nicht und er scheint ja, so wie er Sockes Erkrankungen so schnell rausgefunden hat, auch ganz kompetent zu sein. Trotzdem will ich dir von Genki und seiner Schilddrüse erzählen und was unser Tierarzt uns damals erzählt hat:
    Wir lassen bei Genki und Momo regelmäßig alle Blutwerte kontrollieren, einfach so, damit ich weiss, ob alles in Ordnung ist. Das erste Mal habe ich das bei Genki gemacht, da war er noch keine zwei Jahre alt. Alles war im Großen und Ganzen in Ordnung, ausser der t4 Schilddrüsenwert. Der war eine Katastrophe. 0,2 und das bei einem Junghund, bei dem der t4 Wert eigentlich im oberen Normalbereich liegen sollte. Also noch viel schlimmer als bei Socke. Ich war natürlich ziemlich geknickt. Das erste was ich gemacht habe, war auf die Ernährung zu schauen. Damals hatte ich schon seit einer Weile gebarft, aber es nicht ganz so streng gesehen und auch viel Fertigbarf gefüttert. Das war der Zeitpunkt, an dem ich angefangen habe Futterrationen auf Nährwerte durchzurechnen und mit dem Bedarf meines Hundes abzugleichen, wofür ich ja manchmal für verrückt erklärt werde. Die erste Rechnung ergab. Genki ist mit Jod absolut unterversorgt. Ich weiss dass Socke ja nur Pferd und Kartoffel bekommt, aber auch eine Nährstoffmischung dieser Münchner Tierklinik, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Ich denke, dass diese die Jodversorgung, die mit Pferdefleisch und Kartoffel nicht abgedeckt ist, sicher bedacht haben, aber vielleicht willst du da dennoch zumindest einen Blick drauf werfen. Nach einer Weile und einer Ernährungsumstellung, habe ich seine Blutwerte erneut kontrollieren lassen. Wir haben zu dem Zeitpunkt den Tierarzt gewechselt, da unsere alte Tierärztin ja immer so Antibiotika-Freudig war und wir dort nicht glücklich waren. Unser neuer Tierarzt bestimmt den t4 Wert selbst im eigenen Labor, wir hatten das Ergebnis also sofort: Viel hatte sich aber nicht getan. Den genauen Wert habe ich nicht im Kopf, aber er war ähnlich niedrig. Jetzt verstehe ich es so, dass bei Socke auch nur der t4 Wert bestimmt wurde und nur dieser zu niedrig ist. Uns sagte daraufhin unser Tierarzt, dass dieser Wert alleine nicht aussagekräftig ist und man anhand dessen keine Schilddrüsenunterfunktion diagnostizieren könnte. Zudem meinte er, dass Genki auch absolut keine Symptome einer Unterfunktion zeigt (damals sowieso nicht, er war viel aufgedrehter und hyperaktiver als jetzt und zudem ein enorm guter Futterverwerter. Wenn schon, hätte das alles auf eine Überfunktion gepasst) und selbst wenn sich bei einer weiteren Untersuchung eine Unterfunktion bestätigen würde, würde er Genki nicht dagegen behandeln! Das erinnert mich ein wenig an die Meinung eures Tierarztes, Socke nicht weiter in die Richtung behandeln zu wollen, wenn sich keine Veränderung einstellt. [gleich geht's weiter]

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    1. Als nächstes wurde Genki also wieder Blut abgenommen und weitere Schilddrüsenwerte bei Laboklin beantragt und das Ergebnis passte zu nichts, weder zu einer Unterfunktion noch zu einer Überfunktion. Die Zusammenhänge der einzelnen Schilddrüsenhormone sind recht komplex, aber auch auf dem Laborergenis von Laboklin war eine Art Legende, auf der erklärt war, welche Wertekombinationen auf welche Diagnose hindeuten und es passte keine zu Genki. Bei einer Unterfunktion ist es wohl zum Beispiel so, dass t4 zu niedrig ist und der Körper versucht das zu kompensieren. Dadurch wäre dann zum Beispiel tsh - Thyreotropin - erhöht, denn es ist dafür verantwortlich die Produktion der Hormone wie t4 anzuregen, wenn sie Schilddrüse nicht genug davon produziert. Bei Genki war der tsh Wert aber genau so im Keller wie der t4 Wert. Unser Tierarzt erklärte uns das so, dass sein Körper bewusst NICHT versucht den zu niedrigen t4 Wert auszugleichen und der niedrige t4 Wert aus irgendeinem Grund da ist um irgendetwas anderes zu kompensieren, also, dass es vom Körper so beabsichtigt ist. Was aber genau der Grund dafür ist, konnte er uns leider nicht sagen. Er hat uns erklärt, dass andere Erkrankungen zu so etwas führen könnten, nämlich zum Beispiel Arthrose oder eine Herzerkrankung (Hier muss ich besonders an Socke denken. Andererseits ist es auch so, dass eine dauerhaft unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion zu einer Herzinsuffizienz führen kann, es scheint also eine Wechselwirkung in beide Richtungen zu geben. Ich habe gerade versucht mit in das Thema weiter einzulesen und dabei den folgenden Satz gefunden: "Bei mangelndem klinischem Ansprechen auf die Therapie muss nach anderen Ursachen für die oft unspezifischen Symptome wie Müdigkeit, Gewichtszunahme etc. wie z. B. eine depressive Reaktion, latente Herzinsuffizienz usw. gesucht werden."). Genkis Herz war aber absolut in Ordnung. Wir wissen also bis heute nicht, was Genkis zu niedrige Werte verursacht hat. Unser Tierarzt riet uns die Werte weiter zu beobachten, aber nichts zu tun, so lange Genki keine Beschwerden zeigt. Übrigens ist der t4 Wert bei der letzten Kontrolle deutlich besser gewesen, ganz knapp im unteren Normalbereich. Zwar immernoch nicht ideal, aber zum Vergleich zu 0,2 ist das doch eine enorme Besserung. Was ich aber damit sagen will, ist dass es möglich wäre, dass Socke gar keine Schilddrüsenunterfunktion hat, sondern der niedrige t4 Wert einen anderen Grund hat - vielleicht sogar einen vom Körper gewollten, bzw. gebrauchten Grund. Vielleicht wäre es sinvoll, bei Socke alle Schilddrüsenwerte untersuchen zu lassen und zweifellos feststellen zu lassen, ob sie denn überhaupt wirklich eine Schilddrüsenunterfunktion hat, denn so ganz sicher bin ich mir hier nicht.

      Und ein ganz anderes Thema: Ich bitte dich noch mal, mir nichts von der Tiermesse am Wochenende mitzubringen. Es gibt absolut keinen Grund dafür und ich würde mich nur schlecht fühlen. Ich habe doch nur meine nicht gebrauchten Karten an dich "entsorgt".

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    2. Ich danke Dir recht herzlich für Deine Zeilen. Zunächst einmal wurden mehrere, als drei Schilddrüsenwerte genommen und nur der T 4 – Wert war so schlecht. Daher passt das ganz gut, was Du von Genki schreibst. Es wurden bis auf die Antikörper alle Werte genommen.

      Im Übrigen freue ich mich, dass Du von Genki berichtest und ich weiß, dass ich nicht alleine da stehe. Das macht mir Mut….

      Die LMU München weiß von der neuen Medikation, mithin auch von Sockes Erkrankungen, so dass ich darauf vertraue, dass sie den Jodgehalt richtig ermittelt.

      Nadine hatte auch schon einmal darauf hingewiesen, dass sie nicht glaubt, dass Socke an einer Schilddrüsenunterfunktion leidet, sondern, dass das von etwas anderem kommt. Ich behalte das sehr gut im Hinterkopf.

      Doch bis jetzt haben wir keine erneute Blutuntersuchung mehr gemacht. Socke lässt diese nicht mehr zu. Ihr Blut läuft schlecht, sie schreit wie am Spieß, wenn sie nur die Spritze sieht, so dass wir das Blut nur abnehmen lassen, wenn aus irgendeinem Grund ein Sedierung nötig ist. Insoweit wissen wir gar nicht, ob das Schilddrüsenmittel Wirkung zeigt oder die Herzmedikamente sogar dazu führen, dass der Schilddrüsenwert sich verbessert.

      Es bleibt also abzuwarten und bei nächster Gelegenheit die Blutwerte zu untersuchen. Wichtig ist erst einmal, dass Socke diesen Husten nicht mehr hat, denn der war so stark, dass sie sich zusammenstauchte und davon Rückenschmerzen bekam. Ich werde mir Deine Worte aber sehr zu Herzen nehmen und diesbezüglich auch unseren Tierarzt fragen.

      Hab vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  5. Ich finde die Sichtweise eures Tierarztes eigentlich sehr sympathisch. Ich bin eigentlich der Meinung, dass man das Tier an sich anschauen soll und nicht nur irgendwelche Werte. Und wie andere schon erwähnt haben - eine Schilddrüsenunterfunktion wird nicht durch einen einzigen Wert diagnostiziert! Da kontrolliere ich lieber nach einem Vierteljahr nochmals nach, als mit einer Therapie zu beginnen.
    Und was den Husten angeht: Man muss ja nicht gleich bei der ersten Konsultation auf die richtige Diagnose kommen. Aber wenn es nicht besser wird, dann sucht man doch weiter, bis man die Lösung gefunden hat (das setzt aber auch voraus, dass sich die Besitzer wieder melden...).
    Ich bin sicher, ihr haltet uns auf dem Laufenden!
    Liebe Grüsse
    Nadine mit Ciarán

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    1. Wie gesagt wurden drei Werte der Schilddrüse genommen, aber nur einer war so niedrig. Daher passt sehr gut, was Monika schrieb. Du hattest mir auch schon mal einen Hinweis in diese Richtung gegeben. Diesen behalte ich bei der nächsten Blutuntersuchung auch im Hinterkopf.

      Ich meine auch nicht, dass es immer sofort die richtige Behandlung geben muss und ich als Halter bin auch gefragt. Ich habe vertraut und es war nicht ganz richtig und manchmal ist man dann auch müde, immer wieder zu sagen, dass die Beschwerden da sind. Schließlich gab es ja auch eine vermeintliche Ursache, nämlich den kranken Magen dafür.

      Dieser Beitrag dient nicht dazu irgendeinem Tierarzt Vorwürfe zu machen. Ich kann nur sagen, dass ich mehr als verunsichert bin, wobei ich doch eigentlich für Socke nur das Beste will.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  6. Liebe Sabine,
    bitte lege als erstes das Gefühl der Scham ab. Du bist keine Tierärztin und du kannst nicht alles richtig machen und nicht alles wissen!!!! Die Situation ist anstrengend genug und du müde, da gehört so ein Gefühl nicht hin.

    Wir haben für uns entdeckt, dass wir uns in einer Gemeinschaftspraxis wohler fühlen, denn dort haben wir unterschiedliche Sichtweisen und Einstellungen und die Fälle werden besprochen.
    Den Tierarzt zu löchern ist immer eine gute Idee, so hab ich unsere Praxis dazu bekommen, dass sie alles ins kleinste beschreiben und ich viele Entscheidungen mit treffen darf.
    Wenn es zum Beispiel um Cortison geht....

    Und bei Schilddrüse: Das habe ich selber und ich bekomme seit 3 oder 4 Jahren Tabletten und muss alle viertel Jahre zu Kontrolle und fast jedes mal müssen wir die Medikamente ändern.

    Liebe Sabine, mach dich selber nicht fertig, vergiss das Atmen nicht und schau dir deine Socke an. Sie macht dir diese Vorwürfe nicht.

    Du bist toll und das vergiss niemals!

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    1. Du bist ein Schatz und ich danke Dir für Deine lieben Zeilen. Unser Tierarzt ist auch in seiner Praxis nicht alleine und pflegt einen intensiven Kontakt mit einer Tierklinik. Ich denke einfach, dass es an uns lag, dass wir nicht hartnäckig genug waren.

      Die Zwebeiner hier im Hause haben auch Schilddrüsenprobleme. Ich selber bin sehr schluderig mit der Einnahme der Tabletten und mir geht dabei nicht nicht wirklich schlecht.

      Sei gewiss, dass ich hier nicht durchdrehe. Dazu habe ich gar keine Zeit und keine Lust. Zudem braucht Socke eine souveräne und starke Person an ihrer Seite. Sie würde ncht verstehen, was los ist. Insoweit versuche ich hier ganz normal zu leben. Versprochen... Wenn man eine solchen Beitrag schreibt, dann packt man all die Gefühle und Gedanken hinein.

      Wir geben hier nicht auf und halten den Kopf oben...

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke






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  7. Tausend Gedanken schwirren durch meinen Kopf undnlassen sich nicht in Worte fassen.
    Ich wünsche euch so sehr, dass es euch gut geht. Und viel Grübeln und schuldig fühlen bringt nix, es bremst nur. Weil du immer versuchst aus der Situation, aus dem Augenblick eine gute Entscheidung zu treffen.
    Etwas anderes kannst du nicht machen, sonst wären wir Hellseher...
    Fühle dich ganz lieb gedrückt
    Sylvia

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    1. Das ist sehr lieb von Dir. Deine Zeilen tun mir gut und wahrscheinlich hast Du Recht. Ich muss es nur noch lernen so anzunehmen.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  8. Das ist ja eine ganz schöne Wendung. Zwei Tierärzte mit unterschiedlichen Diagnosen. Mich würde das verunsichern. Aber du solltest dir wirklich keine Vorwürfe machen. Ihr tut und macht ja nun wirklich alles mögliche für Socke. Leider sind nun neue Erkrankungen aufgetreten. Ich drücke euch ganz fest die Daumen das die neue Medikation und Therapien helfen. Ihr seid bestimmt auf dem richtigen Weg.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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    1. Nun, der eine Tierarzt ging mit uns von Magenproblemen aus und der neue Tierarzt hatte eine ander Sicjt auf Socke.... Wir sind froh darüber, dass wir nun wissen, was Socke fehlt, aber Du hast Recht zwischen den Diagnosen liegen Welten....

      Ganz lieben Dank - auch für die guten Wünsche - und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  9. Liebe Sabine,

    als unser Kater Balu schwer erkrankte war ich völlig hilflos. Ich verließ mich ganz auf die Tierklinik und behandelte brav nach Anweisung. Oftmals war ich in Tränen aufgelöst und einfach nur noch müde. Balu bekam zwischenzeitlich täglich Infusionen (die ich ihm selbst legte, weil ich nicht 7x pro Woche in die Klinik fahren konnte) und mein ganzes Leben war nach dieser Behandlung ausgerichtet. Erst nach fast zwei Jahren, als plötzlich bei einem Klinikbesuch zwei neue "Diagnosen" auftauchten wurde ich hellhörig. Ich verweigerte zunächst weitere Untersuchungen, was mir einige üble Vorhaltungen und auch Beschimpfungen einbrachte und holte eine zweite Meinung ein.
    Leider zeigte das Blutbild, dass die Behandlung zwischenzeitlich mehr Schaden als Nutzen eingebracht hatte.
    Diese Erkentnis hat mich fertig gemacht. Ich hatte es doch gut gemeint und versucht alles richtig zu machen. Ich habe mir Vorwürfe gemacht und immer wieder versucht rauszufinden, wo ich etwas hätte anders machen können.

    Aber letzendlich wusste ich es eben nicht besser. Wenn ich wieder einmal ein krankes Tier haben sollte, dann wüsste ich, dass es Sinn macht sich frühzeitig eine zweite Meinung einzuholen. Aber damals habe ich den Experten eben einfach vertraut.

    Bitte mach dich selbst nicht mit Vorwürfen verrückt. Wenn man deine Beiträge liest, dann weiß man, dass du alles für Socke tust. Man spürt die Liebe zu deinem Hund in jeder Zeile. Es ist wie es ist und nun heißt es Socke so gut woe möglich zu unterstützen.

    Ganz liebe Grüße,
    Karen und Tiffi

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    1. Es tut mir so leid, was Du und Balu durchmachen musstet. Es liest sich so traurig und ich glaube, dass ich in etwa erahnen kann, was Du durchgemacht hast.

      Wenn die ganzen Untersuchungen Socke nicht so stressen würden, würde es mir sicher leichter fallen zum Tierarzt zu gehen. Aber Socke lässt sich nicht mehr spritzen und Blut abnehmen. Sie schreit die ganze Prsxis zusammen. Unser Tierarzt No. 1 sagte immer, dass wir Socke auch mal in die Praxis bringen sollte, wenn es etwas zu besprechen gab oder nur zum Wiegen, damit es nicht immer wehtut und Socke nicht immer mehr Angst bekommt....

      Für Deine lieben und verständnisvollenZeilen Danke ich Dir recht herzlich. Sie machen mir Mut und motivieren ungemein.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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