Montag, 17. Juli 2017

Wenn sie könnte, dann würde sie sprechen….

- oder die ausgeprägte Kommunikation von Socke  -


Liebe Blogleser, 

die verbale Kommunikation bei unseren Fellnasen besteht aus Bellen, Jaulen, Winseln, Knurren.  



Sprechen können Hunde nicht, wobei ich hier „Sprache als Verbindung der von den Menschen festgesetzten Worte, um eine Reihe von Vorstellungen von Dingen, an die wir denken, meine.  Die Fähigkeit in dieser Form zu sprechen ist für die Menschen tatsächlich einzigartig.  




Tiere, mithin auch Hund  sind imstande, einzelne Laute oder Lautgruppen mit Bedeutung zu belegen, wie bei der Futtersuche, der Warnung vor Feinden oder bei den Beziehungen untereinander. Tiere verwenden also keine Sprachelemente, haben aber das differenzierten Vermögen, den Sinn von Lauten zu verstehen. 



Wissenschaftler vieler Disziplinen haben die Frage untersucht, warum das so ist. Zu einem Ergebnis ist man noch nicht gekommen und viele Fragen sind heute offen. Dennoch ist sich die Forschung einig, dass die Behauptung des Traum-Hundes in Erich Kästners Gedicht „Ein Hund hält Reden“ nicht stimmt, nämlich: „Wir (Tiere) können sprechen, doch wir tun es nicht“. Der Hund antwortet auf die Frage, warum sie es nicht tun: „Das ist doch klar! Der Mensch ist es nicht wert, dass man gesellschaftlich mit ihm verkehrt.“ Quelle

Und auch wenn Socke nicht sprechen kann,  wird sie im Laufe der Jahre zunehmend kommunikativer. 


Als Socke bei uns vor knapp sieben Jahren  einzog,  dachten wir, dass sie nicht bellen kann. Das soll heißen, dass Socke in den ersten Monaten bei uns wirklich nicht gebellt hat. Aber natürlich kann sie bellen, sehr gut sogar. Dies stellt sie gerne unter Beweis, wenn sich jemand unserem Haus oder Auto nährt.


Sie knurrt, wenn wir die Spannung beim Apportierspiel zu sehr erhöhen und den Wurf nur antäuschen. 




Socke fiebt und winselt, wenn ich nach Hause komme. Sie sitzt vor mir, als wolle sie mir von ihrem Tag berichten und gleichzeitig das unbändige Verlangen hat, ihr Spielzeug zu holen. Der ganze Körper vibriert und sie weiß nicht, was sie zuerst tun soll. 



Wenn ich Socke die Treppe heruntertrage oder sie auf den Kämmtisch hebe, grunzt sie aus Protest.

Socke seufzt und schmatzt, wenn sie sich wohlig den Bauch kraulen lässt.

Träumt Socke, dann quiekt sie wie ein Ferkel. 



Insoweit ist Socke im Laufe der Jahre hörbar geworden. Ich finde das zauberhaft und bin so gespannt, welche Laute Socke zukünftig noch von sich geben wird. 


Wie sieht es bei Euren Fellnasen aus? Kommunizieren sie auch durch verschiedene Laute, machten sie das schon immer oder  lernten sie erst im Laufe der Zeit sich zu artikulieren.

Viele liebe Grüße






PS. Die Bilder zum heutigen Beitrag stammen aus einem Besuch des Venner Moores im Mai 2017

Kommentare:

  1. Das ist bei uns sehr unterschiedlich. Während Emma schon immer sehr "schwatzhaft" ist, hat sich das bei Lotte erst später entwickelt. Emma knurrt manchmal bei einem Zergelspiel und fiept oder bellt bei der Begrüßung. Dabei wirft sie den Kopf nach hinten und macht eine ganz spitze Schnute. Das sieht echt komisch aus. Lotte grunzt auch wenn ich sie trage und wenn sie träumt, dann quiekt sie. Emma kann noch ganz laut gähnen und grunzt beim Ohren sauber machen.
    Sehr schöne Bilder hast du vom Moor mitgebracht.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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    1. Oh, das ist ja interessant. Ich kenne einen Beagle, der ist auch fürchterlich gesprächig gewesen und zwar von Anfang an… Sie bellte in den unterschiedlichsten Tonlagen und so nennen wir sie immer Frau WuWuWu…

      Die Laute scheinen bei den Hunden aber die gleichen zu sein, wie grunzen und quieken….

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  2. Feiner Bericht mit tollen Bildern untermauert.
    Ich selber kann "Singen" - in allen Tonarten - wenn ich mich ganz besonder freue und das kommt öfters vor.
    Einen herzlichen Sommermorgengruss von Ayka

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    1. Oh, Singen finde ich gut und tatsächlich kenne ich auch Hunde, die in den verschiedensten Stimmlagen singen können. Zum Schluss ist es meistens nur ein lautes Jaulen.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  3. Socke wird gesprächig, sehr schön! Es ist wirklich interessant, wie Hund und Mensch im Laufe der Zeit lernen, miteinander zu kommunizieren, wenngleich das nicht immer mit Lauten sein muss. :-)

    Liebe Grüße

    Britta

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    1. Oh, wie schön, dass Du wieder da bist. Ich hoffe von Herzen, dass es langsam wieder besser geht. Du hast Recht, dass die Kommunikation im Laufe der Zeit zunehmend leichter wird, weil man sich immer besser kennt. Man weiß, was der andere möchte und kann ihn sehr gut lesen. Aber dass auch die Form der Kommunikation vielfältiger wird, das hätte ich jetzt nicht gedacht.

      Dir weiterhin alles Liebe und Gute.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  4. Ich finde es interessant, dass Socke im Lauf der Zeit bei euch imer gesprächiger wurde. Bei uns ist es im Moment eher so, dass Damon ruhiger wird. Früher hat er mir immer viel erzählt - besonders wenn ich nach einem Arbeitstag ohne ihn wieder heimkam. Heute "redet" er so nur noch selten, wobei ich ja auch nicht mehr ins Büro fahre.
    Aber beim Träumen oder kraulen, da kann auch er grunzen.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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    1. Genau, wenn Ihr den ganzen Tag zusammen seid, dann gibt es ja nicht mehr viel zu erzählen. Ich finde es bemerkenswert, dass Socke mehr Laute benutzt und hoffe, dass es noch einige mehr werden……

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  5. Da ist Socke ja wirklich sehr kommunikativ! Bei Genki war es auch so, dass wir im ersten Jahr nicht Mal wussten, ob er bellen kann. Er hat es nie getan. Das fing dann erst mit den Problemen mit anderen Hunden an und seit dem bellt er auch regelmäßig. Momo ist schon immer sehr kommunikativ gewesen und hat auch ein großes Repertoire an den seltsamsten Geräuschen. Sie bellt, fiepst, quietscht, jammert. Das macht sie auch oft einfach beim Spielen, aber auch, wenn sie einfach Beachtung will.

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    1. Ob das wie bei uns Menschen ist, wo die Frauen kommunikativer sind als die Männer? Wenn es bei Socke um Aufmerksamkeit geht, dann setzt sie ausschließlich ihren Blick ein, kein Geräusch….

      Aber ich bin sehr gespannt, ob Socke weitere Laute lernt oder, ob es das schon gewesen ist….

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  6. Ciarán ist da sehr kommunikativ. ;-) Auch war ich ganz erstaunt, wieviele Geräusche drei-wochen alte Welpe von sich geben, irgendwie hatte ich immer geglaubt, die geben keinen Pieps von sich...
    Liebe Grüsse
    Nadine mit Ciarán

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    1. Also stimmt die These wohl nicht, dass Rüden weniger kommunikativ sind als Hündinnen, wenn Ciarán schon mit drei Wochen viele Laute von sich gegeben hat…..

      Mal sehen, wohin das bei ihm noch führt.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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